SV Germania Ilmenau  –  SG Wachsenburg Haarhausen  3 : 2  (2:1)

Nach der überzeugenden Leistung der Vorwoche in Blankenhain veränderte Ilmenaus Trainer die Startaufstellung seiner Mannschaft nur auf zwei Positionen. Getreu der Fußballweisheit : „Never Change a winning Team“. Im Tor stand diesmal Volland und für den verhinderten Th. Wolfenstetter rückte wieder Schäfer in die Innenverteidigung.

Haarhausen spielte von Beginn nicht abwartend, die Ilmenauer Aktionen sofort durch zeitiges Angreifen störend und so Druck auf die Abwehr ausübend. Diese Strategie ging auf. Ilmenau fand nicht ins Spiel. Kaum gelungene Ballpassagen, geschweige denn Anspiele in die Spitze. Volland im Ilmenauer Tor musste schon nach vier Minuten durch energisches Herauslaufen gegen Haarhausens Elstner klären. Bei einem Ballverlust von Algharbli im Mittelfeld wurde Elstner steil geschickt und sein platzierter Schuss schlug unhaltbar im langen Eck ein (11.) zur verdienten Gästeführung.  Ilmenau war bis dahin noch nicht einmal gefährlich vor dem Gästetor. Es brauchte erst diesen Weckruf für Ilmenau für mehr Sicherheit im eigenen Spiel. Der Ball wurde länger in den eigenen Reihen gehalten und man hielt mit mehr Einsatz im Mittelfeld dagegen. Eine Flanke von Hergesell vor das Haarhausener Tor lies Jonetz-Menzel durch die Hände gleiten, aber kein Ilmenauer stand zum Abstauben bereit (22.). Der erste gelungene Spielzug Ilmenaus führte dann auch schon zum Ausgleich. Algharbli schickte mit schönem Pass Alzoughbi über links auf die Reise. Der ging auf die Grundlinie, überflankte Haarhausens Torwart und am langen Pfosten konnte Machts ungehindert einköpfen (28.). Die Spielanteile neigten sich jetzt auf Ilmenaus Seite. Eine Co-Produktion von Finn und Fernando führte so auch zum Führungstreffer noch vor der Pause. Finn behauptete sich im Mittelfeld und spielt im richtigen Zeitpunkt in den Lauf von Fernando, der sich im Strafraum durchsetzt und platziert ins lange Eck traf (39.). Nach der Halbzeit Ilmenau jetzt mit Careaga Izaguirre für Algharbli mit noch mehr Sicherheit im Spiel nach vorn. Folgerichtig der dritte Treffer durch einen Konterangriff. Fernando spielte den Ball Machts in den Lauf, der aufs Tor zulief und am Torwart vorbei einschoß (61.). Dieser Treffer zeigte beim Gast Wirkung und Ilmenaus Spiel über die Außenpositionen war jetzt der Garant für weitere Tormöglichkeiten. War man im bisherigen Verlauf recht effektiv im Ausnutzen der Tormöglichkeiten, so versäumte es Ilmenau die endgültige Entscheidung herbeizuführen. Gut vorgetragene Angriffe wurden nicht abgeschlossen oder leichtfertig vergeben. Den „Glanzpunkt“ setzte Alzoughbi. Er schaffte es 13 Meter vor dem Tor, freie Schussbahn, den Ball fünf Meter übers Tor zu schießen (70.). Damit nicht genug, brachte man mit einem Torgeschenk Haarhausen wieder ins Spiel. Einen Freistoß hinter der Mittellinie schoss Peschke hoch auf das Ilmenauer Tor. Torwart Volland verschätzte sich wohl. Als er reagieren wollte, war es zu spät. Der Ball flog über ihn hinweg ins Tor (77).  Die Gäste jetzt mit der zweiten Luft witterten ihre Chance, vielleicht doch noch etwas Zählbares hier mitzunehmen. Ilmenau verunsichert, die spielerische Überlegenheit war dahin. Die zwei verletzungsbedingten Wechsel in der Viererkette trugen ihr übriges dazu bei. Aber man hielt kämpferisch dagegen. Vier Gelbe Karten, je zwei für jede Mannschaft, zeugen von einer hektischen Schlussphase.  Ilmenau brachte aber die knappe Führung mit dem Glück des Tüchtigen auch über die fünf Nachspielminuten. Schiedsrichter Rommel leitete das Spiel souverän und konsequent in seinen Entscheidungen.

Ilmenau: Volland; Fischer (80. Diallo), Rösch (80. Helbing),  Alzoughbi, A. Wolfenstetter, Finn, Machts, Hergesell (66. Osmani), Schäfer, Fernando, Algharbli (46. Careaga Izaguirre),

Haarhausen: Jonetz-Menzel; Brandau, Gunkel, Gottschalk, Peschke, Zielke, Heerfein (69. Lapp), Hänning, Ansorg (77. Mäuer), Grulich, Elstner

Schiedsrichter: Rommel (Ettersberg)

Zuschauer: 200

Tore: 0:1 (11.) Elstner, 1:1 (28.) Machts, 2:1 (39.) Fernando, 3:1 (61.) Machts, 3:2 (77.) Peschke

Uwe Frank

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