SV Germania Ilmenau  – SV 1916 Großrudestedt  2 : 4  (0:1)

Den Ausgang dieses Testspiels gegen den Kreisoberligisten von Erfurt/Sömmerda hatten sich Ilmenaus Verantwortliche so nicht vorgestellt. Ilmenau sicher mit der spielerisch feineren Klinge agierend, traf auf einen Gegner, der mit seiner geradlinigen Spielweise mehr Gefahr ausstrahlte als es Ilmenaus Trainer lieb war.

Ilmenau in der Startelf mit einer Änderung gegenüber dem Spiel gegen Elgersburg. Fischer ging für Osmani in die Viererkette. Die Anfangsphase sah Großrudestedt in der Vorhand, erarbeitete man sich doch hier schon erste Chancen für einen Torerfolg. So verfehlten Klette und Menge nur knapp das Ilmenauer Tor (8., 13.). Erste Torgelegenheit für den Gastgeber hatte  Machts, der aber allein vor Torwart Baßler scheiterte (19.). Pech für Ilmenau als in der 20. Minute Ma. Wolfenstetter nach einem Foul von Grünbeck verletzt ausschied. Als Fernando in der 40. Minute in aussichtsreicher Position den Ball am Tor vorbeischoss, war die beste Möglichkeit zur Führung Ilmenaus vergeben. Besser machte es auf der Gegenseite Großrudestedts Lendrich. Auf der rechten Seite allein gelassen, spurtete er auf das Ilmenauer Tor zu, umspielte Torwart Müller und schoss zur Gästeführung ein (41.). Hier stand Ilmenaus Abwehr zu hoch und unsortiert.

Mit Beginn der zweiten Hälfte Ilmenau bemüht das Spielgeschehen in die gegnerische Hälfte zu verlagern und zum schnellen Ausgleich zu kommen. Der eingewechselte Diallo mit viel Drang über die rechte Seite belebte das Angriffsspiel, seine Abwehraufgaben dabei aber vernachlässigend. In Minute 51 verlor Großrudestedts Kunold in zentraler Abwehrposition den Ball an Careaga Izaguirre. Der bedankte sich mit dem verdienten Ausgleich zum 1:1.  Nach einer Stunde Spielzeit setzte starker Regen ein, der dem Ilmenauer Spiel nicht guttat. Der Ball wurde jetzt nicht mehr so konsequent im Mittelfeld behauptet und die hochagierende Ilmenauer Abwehr mit dem geradlinigen Spiel des Gegners in die Ilmenauer Hälfte vor Probleme gestellt. Ein von der Mauer abgefälschter Freistoß von Menge zum 1:2 (61.), leitete dann auch die Spielentscheidende Phase ein. Ilmenau weiter im Vorwärtsdrang bot dem Gegner Räume, die dieser auch, begünstigt durch schlechtes defensives  Stellungsspiel der Ilmenauer Abwehr, zu gefährlichen Angriffen nutzte. Hesse war es der unbedrängt mit präzisem Schuss die Führung ausbaute (65.). Ilmenau spielte sich meist bis zum gegnerischen Strafraum durch, fand aber zu selten den Abschluss der Angriffsaktionen. Kunold, alleingelassen in Ilmenaus Hälfte, nutzte den ihm gebotenen Freiraum zur endgültigen Entscheidung. Sein Schuss ließ Torwart Müller keine Abwehrmöglichkeit (83.). Ergebniskosmetik kurz vor End des Spiels. Alzoughbi lief bis auf die Grundlinie und sein Pass vor das Tor erreichte Machts am langen Pfosten. Sein scharf geschossener Ball schlug unhaltbar zum 2:4 Endstand ein.

Ilmenaus Abwehrverhalten in der zweiten Halbzeit entspricht nicht dem Anspruch, den man für die in zwei Wochen beginnende Saison hat. Hier gilt es den Hebel anzusetzen und der Mannschaft ein besseres defensives agieren zu vermitteln.     

Ilmenau: Müller; Helbing (46. Diallo), Fischer, Rösch, Alzoughbi, Careaga Izaguirre, Finn, Machts, Fernando, Ma. Wolfenstetter (20. Osmani), Hergesell

Großrudestedt: Baßler; Hesse (46. Liss), Kunold, Hirschfeld (46. Rödiger), Porstmann (46. Zellmann), Berger, Menge, Grünbeck, Lendrich, Klette, Becker

Schiedsrichter: Strebinger (Meiningen)

Zuschauer: 40

Tore: 0:1 (41,) Lendrich, 1:1 (51.) Careaga Izaguirre, 1:2 (61.) Menge, 1:3 (65.) Hesse, 1:4 (83.) Kunold, 2:4 (89.) Machts

Uwe Frank

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