SV Germania Ilmenau  –  FSV Wacker 03 Gotha  2 : 4 (2:2)

Nach der pandemiebedingten Pause von fast acht Monaten war es für beide Mannschaften das erste Spiel in Vorbereitung auf die neue Saison. Ilmenau bereits seit vier Wochen wieder im Training, hatte mit Wacker Gotha eine Spitzenmannschaft der Landesklasse Staffel Süd zu Gast. Mit seinen Neuzugängen Finn, Ma. Wolfenstetter, Machts und später Diallo wusste der Gastgeber im Feldspiel durchaus zu überzeugen. Ein Klassenunterschied war phasenweise nicht zu sehen.

Ilmenau begann mit J. Schäfer und Th. Wolfenstetter in der Innenverteidigung, A. Wolfenstetter und Osmani komplettierten die Viererkette. Finn und Ma. Wolfenstetter davor, über die Aussenpositionen Machts und Careaga Izaguirre. Im Angriff Udeh und Hergesell.

Die Anfangsphase gehörte klar den Gästen, gerade über deren linke Angriffsseite konnte Kuhn mehrmals gefährliche Eingaben vor das Ilmenauer Tor bringen. Ilmenaus Torwart konnte gegen Scheidler noch parieren (4.), aber gegen Leischners platzierten Schuss flach gegen seine Laufrichtung war er machtlos (11.). Nach gekonntem Pass von Scholz in die Schnittstelle der Innenverteidigung auf den durchlaufenden Leischner, umspielte dieser Torwart Müller und schob mühelos zum 0:2 ein (16.). Hier waren Abstimmungsprobleme im Zentrum der Ilmenauer Hälfte unübersehbar. Davon unbeeindruckt bemühte sich der Gastgeber  aber um ein geordnetes Spiel nach vorn, was ihm mit zunehmender Spielzeit auch immer besser gelang. Eine zu kurz abgewehrte Ecke von Hergesell sprang Ma. Wolfenstetter vor die Füße. Sein Schuss von der Strafraumgrenze wurde noch abgefälscht und unerreichbar für Torwart Büttner ging der Ball zum Anschlusstreffer ins Tor (20.).  Die Aktionen Ilmenaus gewannen durch diesen Treffer an Sicherheit und man war im Feldspiel nun gleichwertig. Nachdem Scheidler mit seiner Möglichkeit zum 1:3 an Ilmenaus Torwart scheiterte (38.), war es Machts, der über die rechte Seite zur Grundlinie ging und seine Eingabe im Nachsetzen von Careaga Izaguirre mit Kopfstoß über die Torlinie brachte zum nicht unverdienten Ausgleich (40.).

Nach der Halbzeitpause kamen mit Alzoughbi und Diallo zwei neue Offensivspieler, die sich nahtlos ins Ilmenauer Spiel einfügten. Das Spiel gestaltete sich nun ausgeglichen mit Möglichkeiten auf beiden Seiten zu weiteren Toren. Aber erst ein Freistoß des Gothaers Helm in den Ilmenauer Strafraum brachte die erneute Führung der Gäste. Torwart Müller blieb bei dem weiten Flugball in seinem Tor und so kam Wiesner unbedrängt an den Ball und erzielte das 2:3 (65.). Ilmenau aber nicht beeindruckt, spielte weiter nach vorn. Gerade Machts über die rechte Seite war hier mit seiner Schnelligkeit nicht zu stellen. Zweimal lief er allein auf Torwart Büttner zu. Statt etwas mehr Eigensinn zu zeigen und den Abschluss zu suchen, passte er quer, aber Gothas Abwehr konnte klären. Der erneute Ausgleich war hier möglich. So lief man kurz vor Spielende noch in einen Konter. Leischner schickte den eingewechselten Serick, der mit seinem platzierten Schuss den 2:4 Endstand erzielte.

Die anwesenden Zuschauer sahen eine ansprechende Partie beider Mannschaften nach dieser langen Spielpause. Mit den Neuverpflichtungen auf Ilmenauer Seite ist bedeutend mehr spielerische Substanz in der Mannschaft. Wird die Vorbereitung auf die neue Saison engagiert genutzt, wird sich eine Mannschaft finden, die in der Kreisoberliga das spielerische Niveau mitbestimmen wird.

Ilmenau: Müller; Osmani, Th. Wolfenstetter, Careaga Izaguirre, Finn, Machts, Hergesell (46. Diallo), Udeh (46. Alzoughbi), J. Schäfer, Ma. Wolfenstetter, A. Wolfenstetter

Gotha: Büttner; Hatzky (46. Wiesner), Schönwaldt (46. Helm), Leischner, Scholz, Zickler, Witzel (46. Serick), Lehmann, Scheidler, Kühn, Bromund

Schiedsrichter : Hahn (Arnstadt)

Zuschauer: 50

Tore:  0:1 (11.) Leischner, 0:2 (16.) Leischner, 1:2 (20.) Ma. Wolfenstetter, 2:2 (40.) Careaga Izaguirre, 2:3 (65.) Wiesner, 2:4 (89.) Serick

Uwe Frank

1 Kommentar
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1 Kommentar

  1. Endlich wieder Fußball im Hammergrund, es war ein interessantes Spiel mit vielen schönen Toren.
    Toll fand ich das es Bratwurst und Getränke gab…weiter so, der Hammergrund muß leben!!

    Matthias Rose am 6. Juli 2021 um 10:20