SG FSV Oberweißbach  –  SV Germania Ilmenau  5 : 2  (1:1)

Im Auswärtsspiel in Unterweißbach konnte Ilmenau nur im Spiel nach vorn an die guten Ansätze der vergangenen beiden Spieltage anknüpfen. Im Defensivverhalten war man an diesem Tag nicht spielklassenwürdig, was dann auch in der zweiten Halbzeit seinen Niederschlag in den Gegentoren fand. Bedingt durch die Verletzungen aus dem letzten Spiel musste die Viererkette abermals neu aufgestellt werden. Dies führte aber zu keinem homogenen Abwehrverbund und man ließ dem Gegner mit seiner einfachen schnörkellosen Spielweise, auf nassem aber gut zu bespielendem Platz, zu viel Raum.

Bereits nach einer Minute konnte Rösch einen Pass auf Fuhrmann nicht klären, der sich die Chance zur schnellen Führung nicht entgehen ließ. Mit ihren weiten in die Ilmenauer Hälfte geschlagenen Bällen gelang es dem Gastgeber über die gesamte Spielzeit für Verwirrung zu sorgen. So konnte Ilmenaus Torwart nach zwölf Minuten den durgehenden Krätzig nur mit Foul im Strafraum bremsen. Den fälligen Strafstoß setzte Fuhrman aber neben das Tor. Die Gäste versuchten ihrerseits, angetrieben von Th, Wolfenstetter, Careaga Izaguirre und Alzoughbi, die Oberweißbacher Abwehr zu beschäftigen. Hier zeigte sich das auch sie nicht sattelfest agierte. Oberweißbachs Beyer schlug über den Ball, den sich Alzoughbi erlief und Berger im Gastgebertor mit seinem platzierten Schuss keine Abwehrchance ließ (22.). Ilmenau hatte im Mittelfeld die bessere Spielanlage und kombinierte recht gefällig, ohne aber zu großen Tormöglichkeiten zu kommen. Anders die Heimelf, mit ihren weit in die gegnerische Hälfte geschlagenen Bällen zwangen sie Ilmenaus Torwart öfter im Stile eines Liberos außerhalb des Strafraumes zu klären. Dies wäre in der 44. Minute fast misslungen. Weit aus seinem Tor heraus geeilt, kam der Ball zu Schubert, der aber aus 30 Metern das leere Tor verfehlte.

Nach der Pause hielt die Hoffnung der Gäste den Platz nicht als Verlierer zu verlassen bis zur 57. Minute. Erneut war es ein weiter Ball auf den alleingelassenen Fuhrmann, der auf das Ilmenauer Tor zusteuernd mit seinem Schuss die erneute Führung für Oberweißbach besorgte. 10 Minuten später war es erneut Fuhrmann der Helbing auf der rechten Seite überläuft und aus spitzem Winkel am herauslaufenden Ilmenauer Torwart einschießt. Eine Vorentscheidung. Drei Minuten später erläuft sich Wisser, erneut über rechts, den Ball und knallt ihn platziert flach in die kurze Ecke. In dieser Phase des Spiels zeigte sich die Unordnung in der Ilmenauer Hintermannschaft, die dem Gegner keinen ausreichenden Widerstand entgegensetzte und zum Toreschießen einlud. Das Sahnehäubchen besorgte dann Oberweißbachs Probst, der einen 20 Meter Freistoß gekonnt über die Mauer ins lange Eck schoss. Ein wahrer Sonntagsschuss (78.). Ilmenau ließ aber in der Vorwärtsbewegung nicht nach und versuchte seinerseits zum Torerfolg zu kommen. Careaga Izaguirre traf in der 80. Minute nur den Pfosten, aber zwei Minuten später gelang ihm doch noch die Ergebniskosmetik. Mit einem sehenswerten Heber über den herauslaufenden Torwart stellte er den Endstand des Spiels her. Ein weiterer Wermutstropfen dann noch die Knieverletzung von A. Wolfenstetter, der Ilmenaus Lazarett weiter anwachsen lässt. Die erneute Corona-Bedingte Spielpause kommt Ilmenaus Mannschaft in dieser Situation vielleicht nicht ungelegen.

Oberweißbach: Berger; Fuhrmann (85. Rößner), Probst, Krätzig, Schubert, Wisser, Frank (75. Unbehaun), Matuschek (36. Tanneberg), Beyer, Anding, Dornberger

Ilmenau: Müller; Helbing, Fischer, Rösch, Th. Wolfenstetter, A. Wolfenstetter, Careaga Izaguirre, Alzoughbi, Hergesell, Steinacker, Gräfe (70. Kastrati)

Schiedsrichter: Schneider (Königsee)

Zuschauer: 175

Tore: 1:0 (1.) Fuhrmann, 1:1 (22.) Alzoughbi, 2:1 (57.) Fuhrmann, 3:1 (67.) Fuhrmann, 4:1 (70.) Wisser, 5:1 (78.) Probst, 5:2 (82.) Careaga Izaguirre

Uwe Frank

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