SV Germania Ilmenau  :  SC 1903 Weimar II  2 : 3  (2:1)

Gegen Weimars Zweite Mannschaft konnte Ilmenaus Trainer fast mit der gleichen Mannschaft vom Großbreitenbachspiel auflaufen. Nur für den verhinderten Fischer war Steinacker in der Startelf. Die taktische Vorgabe sah vor, den Gegner frühzeitig zu attackieren und Druck auf das gegnerische Tor aufzubauen.

J. Schäfer rückte für Fischer in die Innenverteidigung, was bis zu seinem verletzungsbedingten Ausscheiden, zu einer wesentlichen Stabilisierung der Defensive beitrug. Die Mannschaft setzte die Marschroute ihres Trainers mit Beginn des Spiels sehr gut um und erarbeitete sich eine Reihe von Einschussmöglichkeiten. Schäfer scheiterte mit seinem Kopfball nach Ecke von Hergesell noch am Torwart (5.), aber nach genauem Pass von Careaga Izaguirre in die Schnittstelle der Gästeabwehr auf Th. Wolfenstetter, gelang ihm mit überlegtem Schuss die Führung (20.). Eine Eingabe von Hergesell auf  Careaga Izaguirre verpasste dieser nur knapp vor dem Tor (27.) Bei einem typischen Alzoughbi-Dribbling im Weimarer Strafraum kam es zum Kontakt mit seinem Gegenspieler, der ihn zu Fall brachte. Der Schiedsrichter entschied auf Foulstrafstoss, Schmeichelhaft für die Ilmenauer Mannschaft. Der gefoulte Spieler verwandelte selbst zum 2:0 (32.). Auf der Gegenseite hatte Weimar einen Freistoß ca. 25. Meter zentral vor Ilmenaus Tor. Märtin schoss den Ball platziert in den Torwinkel zum schnellen Anschlusstreffer (34.).  Ilmenau musste noch vor der Pause den ersten verletzungsbedingten Wechsel vornehmen. Für Udeh kam Görtler ins linke Mittelfeld (44.).

In Hälfte zwei begann der Gastgeber weiter auf das Gästetor zu spielen, um mit einem dritten Treffer den Zweitorevorsprung wieder her zustellen. Mit dem verletzungsbedingten Ausscheiden von J. Schäfer verlor aber Ilmenaus Hintermannschaft den stärksten Pfeiler in der Defensive (53.). Die Chance den Zweitorevorsprung wieder herzustellen, hatte aber wieder Th. Wolfenstetter. Von Alzoughbi herrlich freigespielt, allein vor Torwart Zeisberg, blieb diesmal aber Weimars Torwart Sieger (54.) Mit zunehmender Spielzeit verschoben sich die Spielanteile, vor allem Zeitz auf Seiten der Gäste war jetzt ein ständiger Unruheherd in Ilmenaus Abwehr. Ein Freistoß aus der Weimarer Hälfte wurde an den Ilmenauer Strafraum geschlagen. Zeitz legte gekonnt mit dem Kopf auf Märtin ab, ohne Gegenspieler konnte er mit platziertem Schuss den Ausgleich erzielen (70.). Sechs Minuten später marschierte Märtin durch die Ilmenauer Innenverteidigung und brachte seine Farben mit seinem dritten Treffer in Front. Zu einfach schenkte man die Führung in dieser Phase des Spiels her. In der Schlussphase des Spiels drängte Ilmenau auf den Ausgleich, aber die jetzt resolut verteidigenden Gäste standen recht sicher in der Abwehr. In der Nachspielzeit hatte Th. Wolfenstetter noch zwei Möglichkeiten, einen Heber übers Tor (90+2.) und seinen Schuss konnte Weimars Torwart zur Ecke abwehren (90+3.). So ging Ilmenaus Mannschaft wieder ohne zählbares vom Platz.

Der Ausfall von J. Schäfer war sicher ein Stück weit spielentscheidend, ging die Souveränität in der Defensive doch verloren. Hier muss die Mannschaft in den nächsten Spielen besser werden, will man vom Tabellenende weg.  

Imenau: Müller, Helbing, Rösch, Th. Wolfenstetter, Udeh (44. Görtler), A. Wolfenstetter, Careaga Izaguirre, Alzoughbi, Hergesell, Steinacker, J. Schäfer (53. Barth)

Weimar: Zeisberg; Zeitz, Loos, Schmidt, Brüheim (74. Grosser), Müller, Mann, Weiß, Stinka (46. Oberlies), Märtin, Reimann

Schiedsrichter: Cardone (Ilmenau)

Zuschauer: 50

Tore: 1:0 (20.) Th. Wolfenstetter, 2:0 (32. FE) Alzoughbi, 2:1 (34.) Märtin, 2:2 (70.) Märtin, 2:3 (76.) Märtin

Uwe Frank

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