SG SV Borsch 1925 –  SV Germania Ilmenau I    1:0

In der 2. Hauptrunde des Thüringer Landespokals verpasst Germania Ilmenau nur knapp die Verlängerung beim Favoriten.

Das war schon sehr schade, auf welche Weise Germania Ilmenau das Aus im Landespokal ereilte: Zwei Minuten vor Schluss ließ der Borscher Spielmacher L. Wiegand aus 18 m einen Schuss los, der eigentlich am Ilmenauer Tor vorbeigegangen wäre. Doch der kurz zuvor eingewechselte A-Junior Pfeffer reagierte so unglücklich, dass der Ball von seinem Bein ins Netz flog und der Treffer so auch als Eigentor eingetragen werden musste.

Nun war dieser Sieg der überlegenen Gastgeber in drittletzter Minute keinesfalls unverdient, denn natürlich hatten sie deutlich mehr Spielanteile und auch mehr Chancen. Aber angesichts der Besetzung, mit der die Ilmenauer beim Sieger der Landesklasse-Staffel 3 in der Rhön antreten mussten und die noch einen Zacken problematischer war als zuletzt in Neustadt/Orla (ohne Hörhold und Amarell), hätte man der Germania zumindest den Einzug in die Verlän­gerung als Lohn gewünscht.

Denn die Gäste spielten zwar betont defensiv, aber das sehr diszipliniert. Vor allem der neu in die Innenverteidigung gerückte Kevin Ewald machte dort ein starkes Spiel und die Zusammenarbeit mit Partner Paul Malsch funktionierte recht gut.

Wer weiß, wie dieses Spiel ausgegangen wäre, wenn die Germania ihre Riesenchance in der 18. Minute genutzt hätte: Thurau hatte sehr schön Mba Kuitche angespielt und Schlott stand auf der anderen Seite „blank“ einschussbereit. Aber dem Ilmenauer Neuzugang misslang das Anspiel und so war diese eigentlich hundertprozentige Möglichkeit vertan. Schade, denn all zu viele andere vermochten die Gäste nicht mehr zu kreieren: Thurau versuchte zwar immer wieder, seine berühmten Soli zum Abschluss zu bringen, aber auf dem bekannt komplizierten Geläuf an der Ulster versprangen die Bälle zu häufig, als dass ihm noch einmal eines seiner „Robben-Tore“ hätte gelingen können, mit denen er seiner Mannschaft bisher schon vier Landesklasse-Zähler sicherte. Nach einem beherzten Solo von Elle über rechts sorgte dessen Pass auf Werner in der Sturmspitze für Verwirrung in der Rhöner Abwehr, aber der Torwart parierte den Abschluss.

Die SG Borsch/Geismar, auch nicht unbedingt optimal besetzt und zudem von kurzfristigen Ausfällen der Leistungsträger Gimpel und Kimpel betroffen, versuchte es mit zunehmender Spielzeit mit Steilpässen auf die Stürmer, aber das blieb doch ziemlich wirkungslos, übrigens auch nach der Einwechslung des höherklassig erfahrenen Strafraumstürmers Laibach (82.), sodass der diesmal das Germania-Tor hütende Keeper König gar nicht so häufig gefordert wurde. Beim entscheidenden Tor wurde er indes von der veränderten Flugbahn des Balles überrascht.

Damit können die Ilmenauer das Pokal-Kapitel für diese Saison zuklappen und sich auf die Punktspiele konzentrieren. U. a. hofft man auf Besserung bei den Leistenbeschwerden, die Torjäger Fernando derzeit außer Gefecht setzen.

Borsch/Geismar: Schlegel; J. Krauß, Becker, Schel, Strunz, L. Wiegand, Bittorf, Göb, Seng (82. Leibach), N. Krauß, Schmelz

Ilmenau: König – Elle, Ewald, Malsch, F. Reimann – Schlott, Kumm – Thurau, Kempf (65. Koschinski), Mba Kuitche (84. Pfeffer) – Werner

Stollberg (Mühlhausen) – 145 – 1:0 Pfeffer (88./Eigentor)

 

Ralf Brückner

Fotos: I. Hildesheim

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