1. Hauptrunde Köstritzer Landespokal

SV Germania Ilmenau  –  SG Traktor Teichel  5 : 2 (2:1)

Mit Traktor Teichel, dem Aufsteiger zur Landesklasse, hatte man eigentlich eine lösbare Aufgabe in der 1. Runde des Landespokals zugelost bekommen. Das Ergebnis täuscht aber über einigen Sand im Germaniagetriebe hinweg. Gerade beim frühen Führungstreffer der Gäste half man tatkräftig mit.

Durch die Verletzungen von Th. Wolfenstetter und Fernando vom Saisonauftakt in Arnstadt rückten Ewald und Döring in die Startelf  und der wieder zur Verfügung stehende Kumm begann für Elle auf der Sechserposition neben Ma. Wolfenstetter. Schlott rückte dafür ins Mittelfeld.

Ilmenau stellte sich auf einen defensiv operierenden Gegner ein, der mit weiten Bällen versuchen würde zum Erfolg zu kommen. Einen solchen Ball konnte man in der 8. Minute nur zur Ecke klären. Von Breuker getreten, kam Bradsch nicht energisch genug aus seinem Tor und vom Hinterkopf Sorges flog der Ball Richtung Tor. Der Rettungsversuch von Kempf gab dem Ball  keinen entscheidenden Richtungswechsel. Dieses Gegentor verunsicherte den Gastgeber doch gehörig. Keinen Zug zum gegnerischen Tor, viele Ungenauigkeiten im Passspiel prägten die Bemühungen Germanias in den ersten 30 Minuten. So führte ein Standard zum  etwas überraschenden Ausgleich. Nach Foul an Finn 17 Meter vor dem Tor, hämmerte Werner den Ball flach in die Torwartecke (31.min). Hier war dem Keeper wohl die Sicht von seiner eigenen Mauer genommen. Dieses Tor wirkte wie ein Dosenöffner für das Ilmenauer Spiel. Bereits acht Minuten später die Führung . Dem durchstartenden Schlott legte Finn den Ball maßgerecht in den Lauf und schob ihn am herauslaufenden Macheleidt vorbei ins Tor.

Die Abwehr stellte sich nun auch besser auf die weiten Bälle des Gegners ein und ließ die Angriffsbemühungen Teichels durch den Abseitspfiff des Schiedsrichters unterbinden.

Zu Beginn der zweiten Hälfte kam Ilmenau weiter in Vorhand, als Finn im Strafraum ohne Ballbesitz zu Fall gebracht wurde und dem Schiedsrichter nur Pfiff zum Strafstoss übrigblieb. Thurau ließ sich die Chance nicht nehmen und traf zum 3:1 (50.min).  Das zeigte bei Teichel Wirkung und die Chancen für Ilmenau häuften sich. Aber beste Gelegenheiten für Thurau, Werner, Döring oder Schlott wurden nicht genutzt. Hier wäre schon die Entscheidung möglich gewesen. Diese kam aber erst, als bei Teichel Kraft und Konzentration nachließen. Das schönste Tor gelang in der 75. Minute. Kumm spielt einen weiten Ball in den Strafraum, wo Ewald ihn per Kopf mustergültig in den Lauf Schlotts legte und dieser mit seinem zweiten Treffer den Sack zumachte. Döring gelang nach starker Vorarbeit von Ma. Wolfenstetter sein erstes Pflichtspieltor (78.min), vergab aber auch noch ein mögliches zweites Tor. Aber so wie das Spiel begann endete es. Abermals war es eine Ecke Teichels, die man nicht konsequent klärte und der Ball den Weg zu Dörfler am langen Eck fand. Mit trockenem Schuss ins lange Eck stellte er den Endstand her (87.min).

Teichel, sicher nicht die große Herausforderung Ilmenaus für das Erreichen der zweiten Pokalrunde, wird sich in einer Woche an gleicher Stelle, wenn es um Punkte geht, vielleicht stärker präsentieren. Bei Ilmenau hat man noch nicht den Schlüssel zum Verteidigen von Standardsituationen gefunden. Fünf Gegentreffer nach Standards in zwei Pflichtspielen zeigen den Handlungsbedarf an.

Ilmenau: D. Bradsch; Ewald, Schlott, Kumm, Döring, Ma. Wolfenstetter, Thurau, Finn (73. Reimann), Werner (60. Elle), Mi. Wolfenstetter, Kempf

Teichel: Macheleidt; Pischel (78. Anisch), Dörfler, Breuker, Amthor, Müller-Sachs, Sorge, Staskewitsch, Baumgart, Perthun, Förster

Schiedsrichter: Stein (Gotha)

Zuschauer: 67

Tore: 0:1 (8.) Kempf ET, 1:1 (31.) Werner, 2 :1 (39.) Schlott, 3 :1 (50.) Thurau FE, 4 :1 (75.) Schlott, 5:1 (79.) Döring, 5:2 (88.) Dörfler

Uwe Frank

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Kategorien: Männer

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