Germania Ilmenau – SV 1910 Kahla 3:1 (3:0)

Problem-, aber auch weit gehend glanzlos löste Germania Ilmenau in der Fußball-Landesklasse (Staffel 1) eine weitere Heimaufgabe gegen einen Abstiegskandidaten.

Ilmenau – Das Ergebnis wurde im Hammergrund von Mannschaft, Trainern und Anhängern allenthalben als angemessen und normal abgehakt. Die Gäste spielten zwar deutlich besser als noch beim Gastspiel unlängst in Stadtilm (1:1), waren aber dennoch weitgehend unterlegen. Der Germania genügte eine „geniale Viertelstunde“ bis zur Mitte der ersten Halbzeit, um die Verhältnisse klarzustellen: Beim 1:0 verschaffte sich Fernando nach einem Anspiel aus dem Mittelfeld mit einer schönen Ballmitnahme per Hacke den entscheidenden Vorsprung vor Gegenspieler Hort und vollstreckte frei vor dem Torhüter (10.). Beim 2:0 bediente Ma. Wolfenstetter nach einem Ballgewinn im Mittelfeld den durchstartenden  Thurau, der schneller am Ball war als der herauslaufende Kahlaer Keeper und danach das leere Tor vor sich hatte (21.). Und beim 3:0 wurde wieder Fernando durch einen Pass aus dem Mittelfeld in Szene gesetzt – diesmal versetzte er den Torwart und traf platziert ins lange Eck (24.) Ilmenau kam dabei entgegen, dass die Viererkette der Gäste oft schlecht stand und dadurch noch mehr Chancen ermöglichte (Gietl/3., Fernando/42., Finn/45.). Die balltechnische Überlegenheit der Gastgeber stach ebenso sofort ins Auge, wodurch es viele Ballgewinne gab. Die Abwehr stand sicher und bediente sich vor allem der Abseitsfalle, in die speziell der schnelle Achabakh immer wieder hinein tappte. Als er dann doch einmal regulär aufs Germania-Tor zustürmte, war Torwart N. Bradsch noch mit der Hand am Ball und verhinderte das Gegentor (25.), so wie auch später nochmals (80.). Ilmenaus technisch dominanter Ballbesitzfußball hielt noch eine Viertelstunde in der zweiten Halbzeit an, in der Kahla kaum mal in die gegnerische Hälfte kam. Weitere Treffer für die Gastgeber waren möglich bei Fernandos Kopfballchance nach Kumms Rechtsflanke (55.) und später für Schlott (68.) und bei Linses fulminanten Pfostenknaller (72.) als Nachschuss. Zudem zeigte sich Kahlas Torwart Baumgardt nunmehr mehrfach gut auf dem Posten. Zunehmend wurde aber der Auftritt der Germania, speziell in der Defensive, eine Spur zu leger. Kahla nutzte das schließlich zum Gegentor, als Rudolph dann doch mal nicht im Abseits stand und N. Bradsch überwand (67.). Weiterer Schaden wurde zwar verhindert, aber es fiel doch auf, dass nach dem Ausscheiden der angeschlagenen Gietl (13., Sprunggelenk) sowie vor allem Thurau (41.) und Fernando (63., jeweils Leiste) die Qualität im Angriff nicht mehr auf dem gewohnten Level gehalten werden konnte.

Ilmenau: N. Bradsch – Schlott, Hörhold, Mi. Wolfenstetter, Amarell – Linse, Ma. Wolfenstetter – Thurau (41. Walch), Finn, Gietl (13. Kumm) – Fernando (63. Elle)

Kahla: Baumgardt – Kämmer (46. Rindt), Schlönvoigt, Hort, Lustig – Rannai, Winkler, Khadouri, Kabelitz (46. Stahl) – Rudolph (79. Mtuka), Achabakh

Runknagel (Barchfeld) – 60 – 1:0 Fernando (10.), 2:0 Thurau (21.), 3.0 Fernando (24.), 3:1 Rudolph (67.)

 

Ralf Brückner

Keine Kommentare
Kategorien: Allgemein, Männer

0 Kommentare