SV Germania Ilmenau  –  FC Saalfeld  3 : 1  (1:0)

Am letzten Hinrunden – Spieltag stellte sich mit dem Aufsteiger FC Saalfeld der Tabellendritte der bisherigen Saison vor. Lediglich eine Niederlage gegen Neustadt/Orla ließ man zu und befand sich durchgehend in der Spitzengruppe der Tabelle. Für Ilmenau also ein echter Prüfstein und die Gelegenheit zum Gegner Boden gut zu machen.

Das Spiel auf dem Kunstrasenplatz stellte an die Spieler ob des leicht gefrorenen und mit Raureif bedeckten Spielfeldes erhöhte Anforderungen an die Standfestigkeit. Ilmenau nach den Platzverweisen der Vorwoche (Mi. Wolfenstetter/Hörhold) mit Linse und Werner in der Innenverteidigung, Kumm und Walch rückten in die Startelf. Beide Mannschaften spielten von Beginn an ohne großes Abtasten und dem Bemühen in der torgefährlichen Zone sich Schussmöglichkeiten zu erarbeiten. Auf diesem Boden ein wirksames Mittel. Ilmenau mit schnellem Passspiel über Finn, Wolfenstetter, Amarell auf Fernando und Thurau, Saalfeld dagegen versuchte mit langen Bällen seinen Goalgetter Latuszek in Szene zu setzen, den die Gastgeber über die gesamte Spielzeit nie so richtig in den Griff bekamen . Gegen ihn musste Torwart Bradsch in der 18. Minute mit riskanter Fußabwehr 30 Meter vor seinem Tor klären. Auch die zweite gute Möglichkeit gehörte den Gästen. Kaiser war am rechten Strafraum freigespielt, sein Schuss konnte Bradsch entschärfen. Thurau dann in der 33. Minute mit der ersten hochkarätigen Chance für Ilmenau. Die Saalfelder Abwehr bekommt den Ball nicht aus der Gefahrenzone, dieser erreicht den völlig freistehenden Thurau, der aber am langen Pfosten vorbeischoss.  Zwei Minuten später startete Walch mit Ball am Fuß von der Mittellinie an drei Gegnern vorbei Richtung gegnerischen Strafraum. Nur halbherzig attackiert, traf er mit straffem Schuss flach zur 1:0 Führung. Nicht unverdient diese Führung zur Halbzeit.

Saalfeld kam besser aus der Pause. Latuszek verzog noch in der 46. Minute, in der 51. Minute konnte die unsortierte Ilmenauer Abwehr mit viel Glück drei Schussversuche von Naumoff, Latuszek und Stake abwehren. Aber eine Minute später dann doch Ausgleich. Latuszek konnte sich gegen Linse und Werner durchsetzen und sich den Ball auf seinen rechten Fuß legen und mit platziertem Schuss ließ er Bradsch keine Abwehrchance. Der Gastgeber jetzt wieder gefordert, findet aber ins Spiel zurück. Nachdem Thurau noch die Feinkalibrierung bei seinem Schuss in der 56. Minute gefehlt hatte, gelang Finn in der 65. Minute das Highlight der Partie. Einen Freistoß zentral an der Strafraumgrenze setzte er gekonnt über die Mauer in den linken Dreiangel. Dieses Tor allein war schon das Eintrittsgeld wert. Ilmenau jetzt eindeutig am Drücker, scheiterte aber mit besten Chancen an Jockiel im Saalfelder Tor. Weder Amarell (67.), Thurau (69.) noch Linse (76.) vermochten mit ihren klaren Einschussmöglichkeiten die Entscheidung herbeizuführen. Erst eine Einzelaktion von Thurau, als er energisch in den Strafraum dribbelte und dort in die Zange genommen wurde, wurde mit dem Pfiff des Schiedsrichters Wittler mit Strafstoß belohnt. Der gefoulte selber traf sicher zur 3:1 Entscheidung. Kleiner Wermutstropfen: In der 86. Minute bekam Schlott seine 5. Gelbe Karte gezeigt und fehlt somit zum Rückrundenauftakt gegen Greiz am 4. März.

Der Schiedsrichter war der Partie ein guter Leiter, da die Mannschaften mit ihrer fairen Spielweise ihn vor keine Probleme stellten.

Ilmenau gelang mit den beiden Siegen gegen Weida und Saalfeld noch ein versöhnlicher Abschluss der Hinrunde. Aber letztendlich waren es die Heimspiele gegen Neustadt/Orla, Stadtroda und Bad Blankenburg, in denen man nicht die gewohnte Leistung abrief und so wichtige Punkte um die Tabellenspitze liegenließ.

Ilmenau:  N. Bradsch; Walch, Schlott, Kumm (74. Hemming), Amarell, Ma. Wolfenstetter, Thurau, Finn, Werner, Fernando, Linse

Saalfeld:  Jockiel; Kaiser, Dörfler (80. Emmerich), Müller, Brehm, Klose (84. Baumgart), Latuszek, Naumoff, Hook, Stake, Weber

Schiedsrichter: Wittler (Suhl)

Zuschauer: 120

Tore:  1:0 (35.) Walch,  1:1 (51.) Latuszek,  2:1 (65.) Finn,  3:1 FE (85.) Thurau

Uwe Frank

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