Punktspiel Kreisoberliga E Junioren, SV Germania Ilmenau I gegen SG FSV Zottelstedt I:   8:1   (5:0)

Der Übergang zwischen einer regelkonformen Grätsche und einer sogenannten „Blutgrätsche“ ist nahezu nahtlos. Hier ist es offensichtlich, das der Gegenspieler aus Zottelstedt erst das Standbein von Dustin trifft. Ein weiteres Foto belegt, erst danach wird der Ball gespielt…… Bilden Sie sich dazu aber bitte selbst ein Urteil.

Diese Szene in der 2. Halbzeit erhitzte die Gemüter der anwesenden Eltern und Großeltern beider Teams. Jede Partei hatte eine andere Sichtweise und Auslegungsweise zu dieser Szene.

Der Gast aus Zottelstedt, nach diesem Spieltag Tabellendreizehnter, kam am gestrigen Samstag nach Ilmenau, um mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln eine hohe Niederlage zu verhindern. Das ist ein durchaus nachvollziehbares Ansinnen und gelang auch vom Ergebnis her zumindest annähernd. Leider waren die Jungens dabei in einigen Szenen auch übermotiviert, was nach dem Schlusspfiff zu einigen mehr oder weniger langfristigen Blessuren bei Felix und Moritz führte. Beiden wichtigen Schlüssel-Spielern der Germania baldige Genesung.
Es wäre jedoch vermessen, den Gästen Absicht in den Situationen zu unterstellen, die zu den Blessuren (Prellungen und Schwellungen) führten. In einigen Szenen des sehr kampfbetonten Spieles, das die Ilmenauer Trainer zu zahlreichen verletzungsbedingten Aus- und Einwechslungen und Spielunterbrechungen Zwang, bleibt neben dem fairen Oberkörpereinsatz in den meisten Aktionen eben auch der bittere Beigeschmack, das es im Übereifer zu einigen Verletzungen der unteren Extremitäten kam, die über das sonstige Maß hinaus gehen und einen zeitlichen Ausfall von zumindest 2 Spielern nach sich tragen. Im Falle von Dustin (obige Fotos)  ist Gott sein Dank nichts Schwerwiegendes passiert, … zum Glück.
Zottelstedt stand bedingt durch den Druck der Gastgeber sehr tief und bot deshalb kaum einmal eine Lücke für Fernschüsse. Dennoch waren die Gäste in der Lage einzelne Konter zu fahren. Bei einem Konter in der 1. Halbzeit hielt der ansonsten nahezu beschäftigungslose Janis den platziert abgefeuerten flachen Schuss aus 12 Metern in glänzender Manier.
Gegen den Konter in der 2. Halbzeit,in der 41. Minute war er jedoch beim Schuss von Tim Wittwar machtlos. Also eine sehenswerte Torausbeute bei den vereinzelten Gästeangriffen.
Auf Ilmenauer Seite kam der angedachte Spielfluss, auch bedingt durch die zahlreichen Spielunterbrechungen und die wenigen Räume die die Gäste den Ilmenauer für Anspiele gestatteten, nur schleppend in Gang. Dies wurde aber auch bedingt durch technische Mängel, teilweise fehlende Präzision im Spielaufbau, Unkonzentriertheiten und fehlende Kaltschnäuzigkeit bei der Verwertung der trotzdem sich ergebenden zahlreichen Einschussmöglichkeiten. Die Abwehr war wiederum nicht ganz sattelfest bei den wenigen Gegenangriffen der Zottelstedter.
Fazit: Zwar gewonnen, aber noch viele Baustellen in den angesprochenen Bereichen.
Es wäre wünschenswert, den Kindern bereits in dieser Altersgruppe schonend beizubringen, das Grätschen, in den Gegner hinein, zu gefährlichen Verletzungen des Gegenspielers führen kann, das u.U. langwierige Verletzungen nach sich zieht. Schon hier sollte bei allem Ergebnisdenken der Vereine und Trainer der Fairplay – Gedanke geschult werden. Wobei eine hundertprozentige Umsetzung sicher eine Wunschvorstellung darstellt, da auch Herrenmannschaften hierbei vielfach ihre Probleme haben.
Übrigens Gratulation dem Geburtstagskind des Tages, Michel (8. Geburtstag).
Torverlauf: 1:0 Dustin präzise im Strafraum angespielt, 2:0 Diego reagiert aus 8 Metern am schnellsten, 3:0 Lukas aus spitzem Winkel, 4:0 Felix aus 6 Metern, 5:0 Eigentor der Gäste nach der Pause, 6:0 Tristan findet eine der wenigen freien Schussbahnen, 6:1 Tim Wittwar setzt sich gegen seinen Ilmenauer Gegenspieler durch und vollendet, 7:1 Felix flach aus 10 Metern, 8:1 Lukas per Strafstoß, unhaltbar halbhoch.

Ilmenau spielte mit: Janis, Michel, Willi, Moritz, Dustin, Lukas, Tristan, Felix, Fritz, Diego

Für den Bericht und die Fotos auf Seite 2, Karsten Höhne

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