SV Schott Jena II – SV Germania Ilmenau  0:6  (0:3)

Der 12. Spieltag führte die Ilmenauer Mannschaft zum noch sieglosen Tabellenletzten SV Schott Jena II. Dies sollte nach den 90 Minuten auch so bleiben. Der Spielbeginn wurde auf 16:00 Uhr verschoben, sodass auf dem Kunstrasenplatz Nr. 5 im Sportkomplex Oberaue unter Flutlicht gespielt wurde.

Mit druckvollen Offensivaktionen und frühem Stören im Mittelfeld von der ersten Minute an sollte eine schnelle Führung erzielt und so rechtzeitig die Weichen auf Sieg gestellt werden. Die Mannschaft setzte diese Vorgaben der Trainer über die gesamte Spielzeit sehr gut um und belohnte sich mit dem höchsten Sieg in dieser Saison.

Gegenüber der Vorwoche rückte nach seiner Gelbsperre Linse wieder auf die Sechserposition für den dieses Mal gelbgesperrten Hörhold. Finn nach überstandener Erkältung zunächst auf der Bank. Kumm sollte dafür die spielerischen Akzente im Mittelfeld setzen.

Bereits nach fünf Minuten die erhoffte schnelle Führung für die Gäste. Mit viel Offensivdrang über die rechte Seite ging Schlott auf die Grundlinie und seine flache Eingabe erreichte Fernando, der schoss  direkt auf Torhüter Kimmel, von dessen Körper der Ball ins Tor sprang. Der Gastgeber selber stellte sich aber keineswegs nur in die eigene Hälfte, sondern versuchte selber einige Akzente im Feldspiel zu setzen. Kam dabei aber über Ansätze nicht hinaus, so dass Bradsch im Ilmenauer Tor nicht ein einziges Mal in der ersten Halbzeit geprüft wurde. Im Gegenteil bot man den Gästen so Räume für ihre Angriffe. So in der 20. Minute, als Amarell einen Pass in die Schnittstelle der Jenaer Abwehr spielte, den Fernando aufnahm, auf Kimmel zulief, ihn umspielte und ins leere Tor schoss (0:2). In der 27. Minute  konnte der Torhüter einen Schuss von Thurau nur prallen lassen, Fernando reagierte am schnellsten, umspielte ihn abermals und schob zum 0:3 ein.

In der 2. Halbzeit kam für den nach einem Foul angeschlagenen Linse Finn ins Spiel und für den leicht erkrankten N. Bradsch ging sein Bruder Dominik ins Tor.  Zwei Minuten nach Wiederbeginn der nächste Streich von Fernando. Beim Versuch des Jenaer Torhüters einen Rückpass seines Mitspieler mit dem Fuß anzunehmen, versprang ihm der Ball, den sich Fernando schnappte, an Kimmel vorbeispielte und sein viertes Tor erzielte. Damit war aber sein Torhunger noch nicht gestillt. Auch die Einladung zum fünften Treffer nahm er dankend an. 61. Minute, ein weiter Einwurf von Schlott springt im Jenaer Strafraum auf und über Zobel hinweg zu Fernando. Er lässt sich nicht zweimal bitten und stößt den Ball über die Torlinie.

In der 70. Minute die einzige Prüfung für Ilmenaus Torhüter. Jenas Teubert wird über links geschickt, schwenkt nach innen und zieht aus 20 Metern ab. Den platzierten Schuss kann Bradsch sicher runterpflücken. Den Schlusspunkt setzte Thurau mit einem verwandelten Handelfmeter in der 87. Minute. Eine Flanke von Walch kann der Jenaer Rennert nicht mit dem Kopf klären, aber mit seiner Hand holt er den Ball im Strafraum runter. Gelb für den Jenaer und Strafstoß für Ilmenau.

Gelegenheiten für mehr Gästetore gab es in diesem Spiel zweier ungleicher Mannschaften noch einige, die aber teils unkonzentriert oder überhastet vergeben wurden. Trotzdem eine geschlossene Mannschaftsleistung über die gesamte Spielzeit mit einem in dieser Höhe verdienten Sieg.

Schott Jena II: Kimmel; Thiemig (59. Dähne), Vötgen, Zobel, Thelemann, Klose, König, Teubert, Ziemann, Rennert, Beil

Germania Ilmenau: N. Bradsch (46. D. Bradsch); Walch, Schlott, Kumm, Amarell (70. Ma. Wolfenstetter), Thurau, Werner, Mi. Wolfenstetter, Fernando, Elle, Linse (46. Finn

Schiedsrichter: Schubert (Weida)

Zuschauer: 22

Tore: 0:1 (5.), 0:2 (20.), 0:3 (27.), 0:4 (47.), 0:5 (61.) Fernando, 0:6 (87. HE) Thurau

Uwe Frank

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Kategorien: Männer

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