Sponsor



Mannschafts-kollektion und Fanartikel

T-Shirt Aktion

Punktspiel Kreisoberliga E Junioren, SV Germania Ilmenau I gegen SG SV Schwarza I :   3:2 (2:0)

Spiel- und kampfstarke Gäste  drängten am Spielende auf den Ausgleich.

Angereist waren die Gäste aus Rudolstadt/Schwarza am gestrigen Samstag als Tabellendritter. Nach einer knappen 3:2 Niederlage finden sie sich am Ende dieses Spieltages der Kreisoberliga auf dem 4. Tabellenplatz wieder. Ich bin stolz auf Euch, sagte der Trainer der Gäste Rajko Gora nach dem Schlusspfiff des souverän agierenden Schieris Romeißen.
In der Tat, es präsentierte sich im Hammergrund ein Team, das auf Augenhöhe agierte, mit zunehmender Spielzeit immer selbstbewußter auftrat und mit erhobenen Häuptern die Heimreise antreten konnte.
Vom Anpfiff an Pressing auf dem gesamten Spielfeld, das zeigte sichtlich Wirkung bei den Ilmenauer Jungens und zwang zu sehr vielen Fehlern beim Spielaufbau aus der Abwehr heraus. Damit kamen zu wenige präzise Bälle ins Mittelfeld und zu den Angreifern.
Es wurde auch in diesem Spiel von den Ilmenauer Trainern weiter nach der Idealbesetzung im Sturm gesucht und die Wahl fiel gegen Schwarza diesmal auf die Testpersonen Tristan und Felix.
Es zeigte sich sehr bald, das man sich mit dieser Maßnahme leider selbst der Mittel für einen effektiveren Spielaufbau beraubte. Bei diesen spiel- und kampfstarken Gästen wurde auch die Abwehr Ilmenaus weitaus stärker gefordert, als in den meisten anderen Spielen der Hinrunde.
Moritz ist zwar bekanntermaßen sehr laufstark, er mußte aber in diesem Spiel sehr oft, mehr als sonst, in der ins Schwimmen geratenden Abwehr aushelfen und konnte somit nahezu auf sich allein gestellt, nicht ständig noch die nötigen Akzente setzen, um die Mittelfeldvorherrschaft zu erlangen. Bezeichnend das Axelzucken von Moritz zum Spielfeldrand zum Trainer hin, das ausdrücken sollte, wo soll ich denn nur noch überall gleichzeitig sein. Dem begegnete Felix recht bald in Eigeniniative, indem er sich öfters aus der Sturmspitze ins Mittelfeld zurückfallen lies und dort dann half die notwendigen Pässe zu seinen Mitspielern zu spielen.
Schwarza hielt schon in der 1. Halbzeit lange Zeit, mit hohem läuferischen Aufwand, das Spiel offen, kam sogar selbst zu einer hunderprozentigen Chance, die aber Janis durch Herauslaufen und Winkelverkürzung gekonnt zunichte machen konnte. Einen Moment der Unkonzentriertheit in der Gästeabwehr nutze Dustin schließlich in der 21. Minute und schob den Ball zum 1:0 über die Torlinie. Mit einer sehenswerten verdeckt abgezogenen Bogenlampe in den Dreiangel des Gästetores erhöhte Felix aus 12 Metern schon 2 Minuten später auf 2:0.
Damit war die Gegenwehr der Gäste aber keinesfalls gebrochen, denn nach der Pause intensivierten sie ihre Bemühungen, selbst zu einem Tor zu gelangen. Erst als es Ilmenau gelang mit einem schnellen Spielzug Moritz im Mittelfeld anzuspielen und dieser den Ball sofort in die Gasse zu Dustin weiter leitete, war die Gästeabwehr in der 34 Minute gekonnt ausgespielt und der Gästekeeper gegen den präzisen Flachschuss machtlos. 3:0, alles klar. So sollte man meinen, aber weit gefehlt.
Nun spielten die Schwarzaer Jungens groß auf und übernahmen zusehends die Initiative, gewannen viele Zweikämpfe, ihnen gelangen vermehrt Dribblings, sowie gute Spielzüge und die Zahl der gefährlichen Aktionen vor dem Ilmenauer Tor nahm beängstigend zu.
Schon 2 Minuten nach dem Ilmenauer 3:0 schlug Schwarza das 1. Mail zu, als Colin Jahn auf halblinker Position unter Bedrängnis in den Ilmenauer Strafraum dribbelte  und aus 8 Metern flach an Kanis vorbei vollendete. Das setzte noch mehr Kräfte bei den Gästen frei, denn 5 Minuten später war es erneut Colin Jahn der den Anschlußtreffer markierte.
Nun wollten die Schwarzaer noch mehr und waren in der Tat in den letzten 10 Minuten dem Ausgleich näher, als Ilmenau einem weiteren Treffer.
Eine auf Ilmenauer Seite verkorkste 2. Halbzeit, denn es gelang kaum noch Konstruktives im Spielaufbau, womit der knappe Sieg noch bedenklich auf des Messers Schneide stand.
Es passt auch ausdrücklich in dieses Negativbild, das die am Spielfeldrand postierten Ilmenauer Trainer von der einen Seite Felix zuriefen: Felix decke Du die Nr. xy, auf der Gegenseite zeitgleich der andere Trainer, Felix, decke Du die Nr. …..
Na wass denn nun … , wenn schon hier untereinander keine Einigkeit bei den Trainern besteht, auf wen soll der junge Spieler denn nun letztlich hören ?
Ob es zur Stabilisierung des Ilmenauer Spieles in der konfusen zweiten Halbzeit beitrug, das dann dieser Spieler, der ohne wenn und aber zu den technisch Besten der E 1 Ilmenaus gehört, der noch dazu einer der Jüngsten des Teams ist, der das Spiel gedanklich meist entscheidend im Mittelfeld lenken kann und noch dazu in der Hinrunde bisher der torgefährlichste Spieler der Germania war, die letzten 10 Minuten vom Spielfeldrand anschauen mußte, mag dahin gestellt sein. Nichts gegen die Einwechslung des kämpferisch immer alles gebenden Fritz, aber es gab sehr viele andere Schwachpunkte auf andern Positionen im Ilmenauer Team, in dem kaum jemand in den zweiten 25 Minuten die Normalform erreichte. Das soll die sehr starke Leistung der ehemaligen E 3 der Gäste, die nun das Gerippe der E 1 in dieser Saison stellt, keinesfalls schmählern. Ein tolle Leistung der Schwarzaer Jungens im gesamten Spiel, mit einer Steigerung im 2. Spielabschnitt, das beinahe mit einem Punkt belohnt worden wäre. Der Mannschaft gehört ohne Zweifel die Zukunft.
Resümee: Auch in diesem Spiel zeichnete sich keine Ideallösung für die Sturmspitze/Sturmspitzen bei Germania ab, denn sowohl Felix, der es gewohnt ist im Mittelfeld Regie zu führen und Bälle aus dem Rückraum kommend zu verwerten, als auch Tristan, dessen Stärken darin bestehen mit Geschwindigkeit aus der Tiefe des Raumes in den Strafraum einzudringen, sind beide keine klassischen Mittelstürmer, so wie es in der Saison 2015/2016 Rodion war oder wenn der Vergleich erlaubt ist, ein Mark Fernando bei der 1. Mannschaft seit Jahren mit großem Erfolg praktiziert.
Da im Ilmenauer Team in Auswertung der bisherigen Tests offensichtlich kein Spieler mit diesen notwendigen Killer-Genen vorhanden ist, der Flankenbälle gekonnt annimmt, sich gegen mehrere Gegenspieler durchsetzen kann oder aber auch nur den Ball zurück prallen lässt, wäre es sicher angebracht, die Taktik des Ilmenauer Spieles vermehrt auf ein spiel- und kombinationsstarkes Mittelfeld zu richten, das den Ball schnell durch die eigenen Reihen laufen lässt und sich mit verwirrenden Kombinationsfolgen in Schussposition bringt. Dazu ist durchaus das Spielerpotential vorhanden. Ansätze dazu, das dies möglich ist, gab es schon in einigen Spielen.

Germania Ilmenau spielte mit: Janis, Michel, Willi, Moritz, Lukas, Dustin, Tristan, Felix, Fritz, Diego

Für den Bericht und die Fotos auf Seite 2, Karsten Höhne

Seiten: 1 2

Keine Kommentare
Kategorien: Allgemein, E-Junioren, Junioren, Mannschaften

0 Kommentare