FSV B/W 90 Stadtilm  – SV Germania Ilmenau 0 : 5 (0:1)

Nach der überraschenden Heimniederlage der Vorwoche war es erklärtes Ziel in Stadtilm, nicht weiter den Boden zur Tabellenspitze zu verlieren und mit einem Sieg sich das Selbstvertrauen für das Spitzenspiel gegen Stadtroda zu holen.

Für die Aufstellung konnten die Trainer aus dem Vollen schöpfen. Mit D. Bradsch, Werner, Gietl, Elle, Weigelt und Kumm hatte man für alle Eventualitäten Alternativen auf der Wechselbank. Schlott spielte wieder in der Viererkette und Amarell auf der Sechserposition mit Linse.

Ilmenau traf auf einen Gegner, der an diesem Tag nicht die Mittel besaß, um der Lauf- und Spielfreude Germanias Adäquates entgegenzusetzen. In den Zweikämpfen meist nur zweiter Sieger, spielte sich das Geschehen oft in der Stadtilmer Hälfte statt. Dass das Spiel nicht schon zur Halbzeit entschieden war, ist der schlechten Chancenverwertung des Gastes zuzuschreiben. So ließen Fernando, Thurau und Ma. Wolfenstetter absolut klare Einschussmöglichkeiten liegen. Nur Fernando gelang in der 14. Minute nach herrlichem Lupferzuspiel von Finn die Führung. Die einzig erwähnenswerte Möglichkeit für Stadtilm in der 34. Minute ergab sich, als N. Bradsch den Strafraum verlassen musste und mit Fußabwehr vor Winckler klären musste.

In der zweiten Hälfte das gleiche Bild, nur das jetzt Ilmenau seine Chancen besser nutzte. In der 46. Minute strich Fernandos Schuss am langen Pfosten noch ins Toraus. Besser machte er es in der 53. Minute. Nach einem Zuspiel von Linse in den Strafraum, hob er den Ball gekonnt über den herausstürzenden Gössinger ins leere Tor zur beruhigenden 3:0 Führung. Dazwischen die Einzelaktion von Thurau zum zweiten Treffer. Mit schnellem Dribbling in den Strafraum konnte er nur mit Foul gestoppt werden. Den fälligen Strafstoß verwandelte er selber zum 2:0 (50. min).

Mit Hinblick auf das Spiel gegen Stadtroda zwei Tage später wurden drei Wechsel vorgenommen. Für Finn, Ma. Wolfenstetter und Hörhold kamen Kumm, Gietl und Werner in die Partie. Dies tat der Spiellaune des Gastes aber keinen Abbruch. Ein Eckball von Kumm wurde auf den langen Pfosten verlängerte, Linse erlief sich den Ball und spielte ihn vor das Tor. Hier reagierte Schlott am schnellsten und wuchtete ihn ins Tor (70. min). In der 78. Minute ein Klassiker von Thurau. Bei seinem Solo über 30 Meter war er nicht zu stoppen und vor dem Tor knallte er den Ball über Gössinger hinweg unter den Querbalken zum 5:0 Endstand. In der 86. Minute spurtete Thurau in den Strafraum und kam ohne gegnerische Einwirkung zu Fall. Wieder der Pfiff des gut amtierenden Schiedsrichters El-Hallag. Diesmal nicht Strafstoß, sondern der gelbe Karton für Thurau.

Wegen wiederholtem Foulspiel bekam Stadtilms Schlieter in der 76. Minute die Gelb-Rote Karte.

Alles in allem ein gelungener Auftritt der Ilmenauer Mannschaft, auch wenn der Gegner nicht das Niveau einer Landesklassemannschaft besaß. Nun gilt es sich in 48 Stunden gegen den ungeschlagenen Tabellenführer zu beweisen.

Stadtilm: Gössinger; Treiber, Schröter, J. Hoffmann, Schlieter (76. GR), Böhm, Becker (67. Gertler), Kuck, Winckler (46. K. Hoffmann), Graube, Schiel (53. Weber)

Ilmenau:  N. Bradsch; Walch, Schlott, Hörhold (75. Werner), Amarell, Ma. Wolfenstetter (67. Gietl.), Thurau, Finn (61. Kumm), Mi. Wolfenstetter, Fernando, Linse

Schiedsrichter: El-Hallag (Jena)

Zuschauer: 210

Tore: 0:1 (14.) Fernando, 0:2 (50.FE) Thurau, 0:3 (53.) Fernando, 0:4 (70.) Schlott, 0:5 (78.) Thurau

 

Uwe Frank

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Kategorien: Männer

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