Punktspiel E Junioren Kreisoberliga SG SV Umpferstedt gegen SV Germania Ilmenau  1:1 (0:1)

Optisch in diesem Spiel nicht nur hier in der Überzahl, die Jungens der SG Umperstedt (Gelb-Blau)

Schon in der Rückrunde der letzten Saison warteten die E-Junioren der SG Umperstedt mit einigen beachtlichen Resultaten gegen vermeintlich stärkere Gegnerschaft auf.
Unter anderem trotzten Sie in Martinroda dem siegverwöhnten Staffelprimus der Vorsaison Martinroda ein beachtliches 1:1 Unentschieden ab.Dieses Husarenstück gelang der Truppe nun auch in der noch jungen Saison zu Hause gegen den SV Germania Ilmenau. Die Gäste hatten gestern den 0:1 Sieg schon vor Augen, als in der vorletzten Minute ein Freistoß aus spitzem Winkel zwischen Pfosten und Janis den Weg ins Ilmenauer Tor fand. Groß war der Jubel bei den Gastgebern nach dem kurze Zeit  danach erfolgenden Schlusspfiff von Schiedsrichter Andreas Mazak.
Im Vorjahr fuhr die Germania, zwar nicht mit der gleichen Mannschaft  antretend, noch in Umpferstedt einen am Ende sicheren 5:1 Sieg ein. Warum war dies in diesem Jahr nicht wiederholbar ?
Keine Ausrede wegen des noch eine Nuance schlechterem, sehr schwer bespielbaren Spielfeldes, schon beim Trainingsplatz in Tonndorf galt ja, mit den Bedingungen müssen beide Seiten klar kommen, wenn gleich auch hier die technisch besser Mannschaft natürlich ihre Vorteile nicht in die Waagschale werfen konnte.
Nun das Spiel fing für Germania eigentlich durchaus verheißungsvoll an, denn schon nach 4 Minuten krönte Dustin sein Solo aus der eigenen Hälfte bis in des Gegners Strafraum hinein in Mittelstürmerposition mit dem verdienten 0:1. In der Anfangsphase dieses Spieles war Ilmenau optisch überlegen, kam zu einigen Torschüssen und eben diesem Treffer.
Dieser Umstand sollte sich in der Folgezeit leider ändern. Wie ein roter Faden zogen sich Probleme in der effektiven Spieleröffnung aus der Abwehr heraus durch das ganze Spiel. Auf diesem Geläuf wirkten sich kleine Fehler in der Ballkontrolle und im Ungenauigkeiten im Abspiel zum Mitspieler doppelt aus, denn der Ball sprang unberechenbar in alle Richtungen, nur nicht in die angedachte.
Schon in der 6. Spielminute wurde durch einen aus der Nähe abgefeuerten Schuss Felix am Oberschenkel verletzt und er konnte deshalb nur noch mit halber Kraft bis zum Pausenpfiff durchhalten, notwendige Sprints waren da nicht mehr drin. Seine Ideen zur Spiellenkung fehlten dem Ilmenauer Spiel nun zusehends. Die Gastgeber steigerten sich nach dem Ilmenauer Treffer kämpferisch und läuferisch enorm, doppelten nahezu auf dem gesamten Spielfeld ihre Gegenspieler und waren in den Zweikämpfen mehr als resolut. Leider begünstigte der im letzten Jahr in Tonndorf noch so souverän und nahezu fehlerlos auftretende Schiedsrichterroutinier Mazak meist, die profihaft mit allen erlaubten, aber auch unerlaubten Mittelchen agierenden Jungens der Gastgeber. Oder waren etwa die Ilmenauer in den Zweikämpfen einfach zu brav ? Jede auch nur angedachte Handbewegung zur Abwehr des bedrängenden Gegenspielers wurde auf Ilmenauer Seite stets mit einem Freistoß für Umpferstedt abgepfiffen. Dagegen bekamen Dustin, Moritz und Lukas mehrfach die Härte des Gastgebers am eigenen Leib zu spüren, ohne das ein Freistoßpfiff für Ilmenau erfolgte. Nach dem Seitenwechsel lief zunächst Fritz für den indisponierten Felix in der Sturmspitze aufs Spielfeld, aber auch er konnte sich gegen die robusten Gastgeber nicht entscheidend durchsetzen. Dies konnte man auch in seinem 1. Jahr bei den E Junioren sicher nicht anders erwarten. So wurde aus der Devise von Carsten Wedekind, „Jungens, wir müssen versuchen, noch einen Treffer nach zu legen“, leider nichts. Die Mannschaften neutralisierten sich im Mittelfeld, ohne das auf beiden Seiten größere Torgefahr entstand. Dies wurde auch nicht wesentlich anders, als Felix noch einmal die Zähne zusammen biss und versuchte sein Team bei diesem Vorhaben zu unterstützen. Aber, nicht im Vollbesitz seiner Kräfte, wurde daraus nichts. Als Willi dann einen Ball nahezu von der Grundlinie zurück zu Janis spielen wollte, erlief sich ein Umpferstedter das Leder, sein Schuss landete aber zum Glück am Außennetz des Ilmenauer Tores. Dieser 1. Schrecksekunde folgte schließlich kurz vor Ultimo der besagte Freist0ß der Gastgeger aus spitzem Winkel, der zum Ausgleich führte. Umpferstedt kam somit auf Grund des hohen läuferischen und kämpferischen Aufwandes zwar zum glücklichen, aber nicht einmal unverdienten einen Punkt. Ilmenau lies 2 Punkte liegen und mußte die Tabellenspitze damit wieder an Martinroda abgeben.
In den 2 Minuten nach dem Gegentreffer der Gastgeber lies sich dann auch mit der „Brechstange“ das Blatt nicht mehr wenden.
Aber die Saison ist noch lang und somit sind noch sehr viel Punkte zu vergeben.
Den Ilmenauer Trainern hingegen sollte dieses Spiel eventuell Anlass zum Nachdenken geben, ob eine Personaldecke von 9 Spielern über die lange Saison wirklich ausreichend ist.
Beim Ausfall eines oder mehrerer Leistungsträger kann es auch in der Folgezeit eventuell sehr eng werden.

Germania  Ilmenau spielte mit: Janis, Tristan, Willi, Michel, Moritz, Lukas, Dustin, Felix, Fritz

Für den Bericht und die Fotos auf Seite 2, Karsten Höhne

 

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