SV Germania Ilmenau – SV SpVgg Siebleben 1 : 4 (0:4)

Im letzten Testspiel vor dem Saisonstart empfing man mit derSpVgg Siebleben den zweiten der Landesklassenstaffel 3 der letzten Saison. Aufgrund von Verletzungen (Thurau, Körner, Werner) und Urlaub (Finn, Fernando, Amarell, Gietl, Elle)musste die Mannschaft auf einigen Positionen neu aufgestellt werden. Das man in der ersten Halbzeit eine völlig konfuse Germaniamannschaft zu sehen bekam, lag aber nicht an den fehlenden Spielern.
In der Abwehr begann man mit Hörhold, Mi. Wolfenstetter in der Innenverteidigung und Malsch und Gerhardt auf den Außenpositionen. Mit Linse vor der Abwehr und Walch, Ma. Wolfenstetter, Buse im Mittelfeld war die spielentscheidende Zone besetzt. Hemming und Kumm sollten für die Beschäftigung der gegnerischen Abwehr sorgen. Dies gelang in den ersten Minuten auch sehr gut. Schon in der dritten Minute überlistete Hemming seinen Gegenspieler und lief allein auf das gegnerische Tor zu, nur sein Abschluss war zu schwach und unplatziert. Lehmann im Tor konnte den Schuss halten. Buses Querpass auf Walch im Strafraum war einen Tick zu ungenau (5. Min.) und nach Walchs Ablage auf Ma. Wolfenstetter schoss dieser knapp übers Tor (6. Min.). Hier wäre eine frühe Führung verdient gewesen.
Mit dem Führungstor der Gäste in der 8. Minute durch Hörhold zerfiel dann die Mannschaft zusehends. Bei einem Rückpass von Hörhold auf seinen Torwart schlug dieser über den Ball, der somit ungehindert ins Tor rollen konnte. Der Gast merkte nun die Verunsicherung der Ilmenauer und legte nach, ohne dabei im Tempo anzuziehen. In der 11. Minute das 0:2. Bei einem Pass von König fühlte sich niemand für Hauck verantwortlich. Der bedankte sich mit einem satten Schuss+ von der Strafraumgrenze ins Tor für die ihm gewährte Freizügigkeit. Ilmenau fand nun nicht mehr zu einem geordneten Spiel und gestattete Siebleben viel Freiraum im Mittelfeld. In der 33. Minute missverstanden sich Mi. Wolfenstetter und N. Bradsch an der Strafraumgrenze und behinderten sich gegenseitig. Mi. Lehmann bedankte sich dafür und schob den Ball ins leere Tor zum 0:3. In der 44. Minute ein von rechts getretener Freistoß von S. Lehmann, wird von König per Kopf verlängert und der freistehende Körber am langen Pfosten schiebt mühelos zum 0:4 Pausenstand ein.
Die Ansprache des Trainers in der Pause, Moral zu zeigen und den Kopf wieder hoch zu nehmen, verfehlte ihre Wirkung nicht. Mit Schlott jetzt auf der rechten Verteidigerposition stabilisierte sich der Abwehrverband und über mehr Einsatz im Mittelfeld verlagerte Ilmenau das Spielgeschehen zusehends in die Hälfte des Gegners, ohne aber zunächst zu Chancen zu kommen. Zu unpräzise agierte man in der Nähe des Strafraumes. Nur mit Schüssen von Hemming, Walch, Kumm oder Hörhold, der mehr und mehr nach vorn drängte, erzeugte man etwas Torgefahr. Erst in der 88. Minute gelang Hörhold ein genauer Pass von rechts, auf den im Strafraum freistehenden Kumm. Dieser schoss unhaltbar ins lange Eck zum verdienten Ehrentreffer.
Schiedsrichter Linke hatte mit der fairen Partie keine Probleme und kam ohne Karten aus.
Nach diesem Spiel stellen sich mehr Fragen als Antworten für den Saisonstart nächste Woche in Greiz. Die Fehlerquote im Abwehrverhalten ist zu hoch, trotz zahlreich getesteter Varianten in der Viererkette und den Sechserpositionen. Ohne Fernando und Thurau ist der Angriff zu leicht ausrechenbar und ein Ideengeber Finn im Mittelfeld schwer zu ersetzen.

Germania: N. Bradsch (68. D. Bradsch); Walch, Kumm, Hörhold, Ma. Wolfenstetter, Mi. Wolfenstetter, Malsch, Buse (46. Fischer), Linse (68. Schwald), Hemming, Gerhardt (46. Schlott)
SpVgg Siebleben:J.Lehmann; Kopp, Hauck (46. Türck), Alt, König, M. Lehmann, Halyanty (66. Schlegel), Spittel, Paunde, S. Lehmann, Körber
Schiedsrichter: Linke (Wolfsberg)
Tore: 0:1 8. Eigentor Hörhold, 0:2 11. Hauck, 0:3 34. M. Lehmann, 0:4 44. Körber, 1: 4 88. Kumm

Uwe Frank

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Kategorien: Männer

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