SV Germania Ilmenau  –  FC Rot-Weiss Erfurt U19  5 : 2 (1:2)

Mit der U19 – Juniorenmannschaft des FC Rot-Weiss Erfurt stellte sich eine laufstarke und spieltechnisch starke Mannschaft vor, die den Gastgeber in der 1. Halbzeit vielmals einen Schritt voraus war und ein gekonntes Lauf- und Passspiel zeigte. Dies änderte sich aber in Hälfte zwei, da der Gast den hohen Temperaturen Tribut zollen mußte und Ilmenau hier klar mehr zum zusetzen hatte.

Wieder wurde bei Ilmenau einiges in der Aufstellung umgestellt zum Steinach-Spiel. Für den gesperrten Hörhold (Gelb-Rot vom Steinach-Spiel mit Sonderbericht der Schiedsrichter) spielte neben Linse vor der Abwehr Amarell und die Viererkette spielte mit Schlott und Walch auf den Aussen und den Brüdern Wolfenstetter in der Innenverteidigung. Im Mittelfeld sorgte wieder Finn für den Spielaufbau.  Diese Umstellungen waren aber nicht ausschlaggebend für eine mäßige erste Halbzeit, in der man dem Gast eindeutig das Heft des Handelns überließ und schon nach 17 Minuten 0:2 in Rückstand lag. In der 5. Minute konnte Mähner ungestört Bradsch mit einem satten Schuß prüfen. Die Prüfung bestand der Ilmenauer Torhüter, nur der abgewehrte Ball kam zum völlig freistehenden Hädrich der keine Mühe hatte zur Führung zu vollenden. Einer schnelle Kombination über rechts folgte eine präzise Eingabe von Oeftger auf den freistehneden Mähner, der mit Kopfball das 2:0 in der 17. Minute besorgte. Ilmenau in der ersten Hälfte nur mit Kontern gefährlich, da die hoch stehende Verteidigung der Erfurter viel Raum dafür anbot. In der 26. Minute der Anschlußtreffer. Fernando spurtet über rechts und passt auf Thurau. Der zieht zur Grundlinie und bedient mustergültig vor dem Gästetor Linse, der sein erstes Germaniator erzielt.

In der zweiten Hälfte wechselte Erfurt sieben frische Kräfte ein, die aber auch einen Bruch im Spiel mit sich brachte. Ilmenau jetzt in der Abwehr nicht mehr so gefordert, nahm das Heft des Handelns mehr und mehr an sich. Erfurt in der Abwehr weiterhin hochstehend, bekam nun immer größere Probleme mit den schnellen Amarell, Gietl (kam in der Halbzeit für Finn), Fernando und Thurau.  Der Ausgleich in der 65. Minute. Flanke Thurau auf Fernando, dessen Schuß konnte Torwart Richter noch parieren, doch der nachsetzende Gietl bugsierte den Ball über die Linie. Jetzt kam die Zeit des Marc Fernando. Mit einem lupenreinen Hattrick schoß er seine Farben noch zu einem klaren Erfolg. In der 68., 76. und 82. Minute bedankte er sich für die Freiheit in der gegnerischen Hälfte mit gekonnten Sololäufen und einer Direktabnahme nach Pass von Thurau.

Erfurt war Ilmenau ein starker Testgegner solange die Kräfte reichten. Eine Struktur in der Aufstellung bei Germania für die kommende Saison ist noch nicht erkennbar, da mit Gerhardt (Urlaub) und Körner (verletzt) zwei wichtige Spieler noch nicht zum Einsatz kamen. Es sollte aber in der Viererkette und auf den Sechserpositionen langsam eine konstante Besetzung gefunden werden.

Ilmenau: N. Bradsch; Walch (82. Kempf), Amarell, Ma. Wolfenstetter, Thurau, Finn (46. Gietl), Mi. Wolfenstetter, Fernando, Schlott (62. Pflügner), Linse, Hemming (60. Buse)

Erfurt: Schuchardt (46. Richter); Becker, Wegmann (46. Schwarz), Hädrich, Slawik (46. Hausner), Mähner, Großmann (46. Kirchner), Baldus, Katzenberger (46. Drame), Oeftger (46. Blasi), Wilson (46. Comes)

Schiedsrichter:  Hegenbarth (Geschwenda)

Tore: 0:1 5‘ Hädrich, 0:2 17‘ Mähner, 1:2 26‘ Linse, 2:2 65‘ Gietl, 2:3 68‘ Fernando, 4:2 76. Fernando, 5:2 82.‘ Fernando

 

Uwe Frank

1 Kommentar
Kategorien: Männer

1 Kommentar

  1. Tolles Spiel, wieviele Zuschauer waren vor Ort?
    Die zweite Halbzeit mit den 3 tollen Toren von Marc Fernando habe ich noch geschafft. Findet der Sparkassencup am Freitag statt? Es soll ein böses Gewitter kommen. Wie ist der genaue zeitliche Ablauf? Was kostet Eintritt? Danke euer Stadionsprecher der letzten Saison Kai (evtl schau ich am Freitag mal vorbei).

    Kai am 21. Juli 2016 um 11:24