Punktspiel Kreisoberliga E Junioren SV Germania Ilmenau gegen SG Umpferstedt I: 6:4 (4:1)

Über die Abwehr hinweg zischt der Freistoß der Gäste an Janis vorbei zum 4. Gegentor ins Ilmenauer Netz.

 

Ilmenaus Trainer Carsten Wedekind ist immer für eine Überraschung gut. So auch im heutigen Punktspiel der E-Junioren gegen Umpferstedt. Da fehlte nämlich etwas, was sonst in den zurückliegenden Spielen die Regel war. Die lautstarke, ordnende Stimme vom Spielfeldrand blieb über die gesamtem 50 Minuten, sogar zur Verwunderung von Schiedsrichter Romeißen, stumm. Das Team coachte sich selbst und das lies sich zunächst sogar optimal an. Die erste überlegte Vorlage aus dem Mittelfeld auf Rodion verwertete dieser aus Nahdistanz schon nach 30 Sekunden zur 1:0 Führung. Zweifellos ein Schock für die Gäste. Der Ball lief danach wie beim Training durch die Ilmenauer Reihen. Locker und leicht, so sahen die Angriffsaktionen der Germania-Spieler aus. Dustin erhöhte schon in der 3. Minute aus halblinker Position auf 2:0.
Dustin legte dann in der 15. Minute eine Flanke zentimetergenau auf  Rodion im Sturmzentrum ab, der aus 3 Metern überlegt einköpfte. Wiederum Rodion erhöhte in der 19. Minute sogar auf 4:0. Wie konnte das denn angehen, gegen einen Gegner, der zu Beginn der Rückrunde, am 13. Spieltag dem klaren Tabellenführer Martinroda in Martinroda ein 1:1 abtrotzte und nahe an der Sensation war, 3 Punkte aus Martinroda zu entführen, in Ilmenau nach 20 Minuten eine klare 4:0 Führung heraus zu schiessen? War das die  Umpferstedter Mannschaft, die zuletzt vielfach mit guten Resultaten überzeugte ?  Es sollte sich aber in den nächsten 20 Minuten zeigen, warum die Gäste vielen Spitzenmannschaften der Kreisoberliga die Stirne boten. In etwa mit der Einwechslung von Tobias in der 20 Minute, der Elias ersetzte, kippte langsam auch optisch das Spielgeschehen. Die kämpferisch immer stärker werdenden Umpferstedter wurden nach Vorne druckvoller und kamen durch Luka Kadierke noch vor dem Seitenwechsel zum 1. Treffer. Ein Warnschuss zur rechten Zeit, so sollte man meinen. Der an der Wade in Nähe des Knies verletzte Ilmenauer Kapitän Moritz mußte in der nächsten Viertelstunde passen und sah vom Spielfeldrand aus besorgt, das seine Mannschaftskameraden weitere 2 Gegentreffer einstecken mußten. Begünstigt wurde dieser Umstand allerdings durch einige am heutigen Tage unglückliche Aktionen von Janis, der noch 2 weitere der platzierten Schüsse der Gäste ins Ilmenauer Netz passieren lies. Kopf hoch Janis, Deine Mitspieler und die Zuschauer am Spielfeldrand wissen, das kannst Du besser.
Nur noch 4:3, das Spiel schien in dieser Phase sogar zu kippen. Felix, der gesundheitlich indisponiert ins Spiel ging, gelangen zwar einige gute Pässe, allein ohne seinen Kapitän Moritz an seiner Seite, war er aber nicht in der Lage die Vorherrschaft im Mittelfeld zurück zu gewinnen. Das Fehlen des großen Aktionsradiuses von Moritz, der sonst stets viele Bälle abläuft, war ein nicht zu negierenden Aspekt für die erfolgreiche Aufholjagd der Gäste. Moritz biss sich  dann aber auf die Zähne und stellte sich in den letzten 10 Minute noch einmal in den Dienst der Mannschaft. Seine Präsenz war dann auch  der sichtbare Wachrüttler für das Germania-Team, das nun noch einmal in der Lage war einen Gang höher zu schalten, schließlich zurück ins Spiel fand und durch einen Doppelschlag in der 42. Minute durch Rodion und in der 43. Minute durch eine von Dustin abgeschlossene Kopfballstafette mit artistisch gekonnter Flugeinlage,  einem der optisch schönsten Tore des Spieles, auf 6:3 davon zog.
Ein Freistoßtor der Gäste in der 48. Minute aus 14 Metern über Freund und Feind, sprich die Ilmenauer Abwehr hinweg, stellte den 6:4 Endstand her.
Freilich muß der Vollständigkeit halber noch erwähnt werden, das Ilmenau durch Rodion und 2 Mal Elias in der Endphase noch hunderprozentige Chancen auslies. Hier parierte der Gästkeeper im 1 zu 1 gegen Elias hervorragend. Der frei stehende Nebenspieler wurde dabei leider übersehen.
War es nun der Umstand, der schnellen 4:0 Führung, der die Mannschaft nach 20 Minuten dazu verleitete einen Gang zurück zu schalten, oder war es auch in Verkettung der Umstand der Verletzung von Moritz geschuldet oder das schon 2 Ilmenauer Spieler angeschlagen ins Spiel gingen, das Umpferstedt seine gute Entwicklung der Rückrunde auch in Ilmenau bestätigen konnte ? Sei es, wie es sei, die 3 Punkte blieben letztlich doch noch verdient in Ilmenau.
Ob das Experiment des „Selbstchoachens“ der Mannschaft eine Eintagsfliege war oder eine Fortsetzung finden wird, lies Carsten Wedekind am Ende des Spieles noch offen.
Nun gilt es in Schwarza wieder über 50 Minuten die Anspannung hoch zu halten, um den 2. Tabellenplatz mit Erfolg zu verteidigen.

Ilmenau spielte mit: Janis, Lukas, Willi, Moritz, Felix, Dustin, Rodion Elias; Tobias

Für den Bericht und die Fotos auf Seite 2, Karsten Höhne

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