Punktspiel Kreisliga F Junioren, SpG SG Haarhausen I gegen Germania Ilmenau: 0:8 (0:3)

Felix setzt zum Schuss an, der zum 0:6 im Gehäuse von Haarhausen einschlug.

 

Am gestrigen frühen Abend oder späten Nachmittag, d.h. um 17.30 Uhr, fand auf dem Sportplatz in Eischleben das Nachholespiel gegen den Tabellenfünften der Kreisliga, Haarhausen statt. Böse Zungen behaupten, bei „bestem Fußballwetter“. Realistisch gesehen empfanden es die Jungens beider Teams jedoch, ebenso, wie die erschienenen Eltern und Großeltern eher als ungemütliches, regnerisches Schmuddelwetter bester Güte. Erst zur Halbzeit dann die Erleichterung für alle Anwesenden, der „Wasserhahn“, der den etwas unebenen Rasenplatz in ein nicht einfach bespielbares Geläuf verwandelte, hatte dann ein Einsehen, denn nun wurde es zusehends angenehmer. Diese Aussage beziehe ich ausdrücklich nicht nur auf das Wetter, sondern auch die Aktionen der Germania auf dem grünen Rasen. Nun fanden die Gäste aus Ilmenau endlich annähernd zu dem Spiel, das sich die Germania-Trainer vorgestellt hatten. Spielerisch gab es jedoch immer noch nicht ganz das zu sehen, wozu die Ilmenauer F- Junioren eigentlich, bei Ihrem Entwicklungsstand, schon in der Lage sind. Zu lange Dribblings des ballführenden Spielers, dadurch bleiben viele Körner (Kraft) auf der Strecke, denn der Lauf mit Ball über 40 bis 50 Meter ist natürlich anstrengend. Und am Ende dieser Geschichte läuft dann nicht nur 1 Gegenspieler nebenher, um den Zweikampf zu suchen, sondern mindestens 3, die dann in dieser Phase ein Abspiel auf den Mitspieler enorm erschwehren. Das probate Mittel um die Kräfte besser einzuteilen, sprich Doppelpässe oder gar Kombinationen über mehrere Stationen, ist immer die eigentlich vorgegebene Zielstellung, blieb aber an diesem Tage leider etwas auf der Strecke. Das können die Jungens schon wesentlich besser.
Im Hinspiel in Ilmenau,  beim 5:0 Sieg im Hammergrund, erzielte im Herbst Kapitän Michel einen lupenreinen Hattrick in der 2. Halbzeit, also 3 Tore in Folge. Auch diesmal trug er sich in die Torschützenliste ein. Er erzielte in der 22. Minute das 0:4.
In der 1. Halbzeit zunächst ein wunderschönes, technisch gekonntes, Freistoßtor von Tristan aus ca. 16 Metern in den Winkel, das war das 0:1 nach ca. 5 Spielminuten. Danach hatte Felix mehrfach Pech mit seinen Schüssen, die der Gasgebertorwart gerade noch entschärfen konnte.
Tristan wurde, bedingt durch das Mitwirken von Felix, der gestern im Mittelfeld die Fäden zog, diesmal auf der linken Außenposition aufgeboten und überlief dort auf Basis seiner enormen Schnelligkeit vielfach seine Gegenspielerschar (er wurde nicht nur gedoppelt), kam auch zwangsläufig zu einigen gefährlichen Flanken knapp vor das Gastgebertor, aber meist verfehlten seine Mitspieler im Zentrum das Leder knapp. Nach mehreren erfolgversprechenden Schussversuchen die nichts Zählbares einbrachten, erlief sich Felix im Mittelfeld einen Haarhäuser Torabschlag und schlug kurz hinter der Mittellinie einen präzisen und platzierten Schuss auf das Gastgebertor, im Ergebnis dessen stand es nun 0:2. Als der Gastgeberkeeper einen Ball nur wenige Meter zentral abklatschen konnte, reagierte wiederum Felix am schnellsten und schoss unhaltbar aus 5 Metern zum 0:3 ein. Nach dem schon beschriebenen 0:4 durch Michel nach der Pause, wenige Minuten später ein unwiderstehliches Solo von Tristan auf der linken Außenbahn, abgeschlossen mit einem präzisen Schuss aus 10 Metern, aus halblinker Position und siehe da, das Hinspielergebnis von 0:5 war erreicht. Da der Druck auf das Haarhäuser Tor im 2. Spielabschnitt auch immer weiter in gefährlichen Toraktionen der Ilmenauer mündete, nahm Felix wiederum einen zu kurz abgewehrten Ball auf, umspielte noch einen Gegenspieler und erhöhte aus 8 Metern Entfernung unhaltbar auf 0:6. Da sich Finn und Ben B. offensichtlich gern die Tore teilen, so auch geschehen in Geraberg, wiederholten sie dies am gestrigen Tag gleich noch einmal. Denn nach einem erfolgversprechenden Schuss von Finn, der sonst im Spiel etwas unter seinen Möglichkeiten blieb, gab Ben B. dem Leder aus 2 Metern noch  eine andere Richtung, so dass der Ball unhaltbar den Weg ins Tor fand. Gut zu wissen, das wir es hier natürlich nicht mit Robotern zu tun haben, die auf Knopfdruck stehts eine gleich gute Leistung abrufen können, sondern mit Kindern, die kausal begründet, gewissen Leistungsschwankungen unterworfen sind. Dies muss man den jungen Spielern einfach zu gestehen. Das 0:7 war aber noch nicht der Schlusspunkt, denn Felix zirkelte aus 5 Metern Entfernung den Ball zum 0:8 in den Dreiangel des Gastgebertores.
8 Tore auswärts, jeder andere Trainer der Staffel würde Freudensprünge machen und voll des Lobes sein Resümee ziehen. Das die Ilmenauer Trainer zur Pause und auch nach dem Spiel die schon erwähnten Mängel im präzisen Zusammenspiel und die etwas hohe Zahl an Fehlabspielen, die zu mehr Laufwegen für die Mitspieler führen, ansprachen, Tatsachen die im gestrigen Spiel nun mal nicht negiert werden können, zeigt, das die Ansprüche an das Team in Ilmenau doch mit einer anderen Elle gemessen werden, als bei den Mannschaften des hinteren Tabellendrittels. Und das ist auch für die Weiterentwicklung jedes Spielers gut so. Schönreden von Mängeln bringt das Team nicht weiter.
Wichtig zumindest als Randbedingung für die weiteren Saisonspiele ist der Umstand, das das Torverhältnis zu dem punktgleichen Marlishäuser Team weiter, auf nun schon 15 Treffer Vorsprung ausgebaut werden konnte.
Damit kommt es am 07.05. im Hammergrundstadion wohl zu einem echten Endspiel um den Staffelsieg, bei dem in der momentanen Konstellation Ilmenau ein Unentschieden ausreichen würde, um den Staffelsieg zu erringen. Voraussetzung ist natürlich, was wir doch stark hoffen, dass in keinem der noch kommenden Spiele gepatzt wird, sprich noch alle erreichbaren Punkte auch eingefahren werden, da sicher auch Marlishausen sich keine Blöse erlauben wird.
Haarhausens Angriffsbemühungen bestanden gestern meist aus langen Bällen auf die Vorderleute, die oft aber schon kurz hinter der Mittellinie von Michel, Finjas und Fritz gekonnt abgefangen wurden. Konnte dann doch der eine oder andere Ball an Ilmenaus Abwehrleuten vorbei in den Raum gespielt werden, war die Grundschnelligkeit der Germania-Spieler stets ausreichend, um nach wenigen Metern den Ball doch noch abzulaufen.  Dennoch, zweimal durfte auch Ben im Tor sein Können beweisen, aber er behielt stets den Überblick. Dies war aus Sicht des Gastgebers aber zu wenig Aktivität, um hier den Ehrentreffer zu erzielen. Noah, diesmal als Einwechsler aufgeboten, fügten sich sowohl in vorderer Position, als auch dann gegen Ende des Spieles, als linker Verteidiger gut in den Spielablauf ein.

Ilmenau spielte mit: Ben, Finjas, Michel, Fritz, Felix, Tristan, Ben B., Finn; Noah

Für den Bericht und die Fotos auf Seite 2, Karsten Höhne

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