E- Junioren Pokalviertelfinale SC 1903 Weimar I gegen Germania Ilmenau: 1:4

Wie hier der Ball umkämpft, so war auch das gesamte Spiel in Weimar kein Selbstläufer.

Fussballspiele in der Woche, so wie am Mittwoch um 17:30 Uhr und somit zur besten Verkehrszeit – eine Herausforderung, für Kinder, Eltern und Trainer – vor allem die Aufmerksamkeit von 9/10 Jährigen ist nach einem langem Schultag und 45 min. Anfahrtzeit nicht gerade auf dem Höhepunkt. So sagt es zumindest durchschnittliche die Biorhytmuskurve des Menschen aus.

Auch die Unterbrechung des Spielbetriebes in den Osterferien war sicher nicht förderlich sofort zur Form des zurückliegenden Spielbetriebes zu finden.
Der Gegner der der Ilmenauer „jungen E“ hieß SC 1903 Weimar I , in der Tabelle des laufenden Spielbetriebes mit 6 Punkte, -36 Tore auf Platz 11 zu finden: Somit statistisch gesehen, besonders nach dem 6:1 Sieg unserer jungen Garde im Punktspiel in der Hinrunde, gegen einen durchweg älteren Jahrgang  ein zu erwartendes leichtes Spiel, so würde es  der „Fußballfachmann“ vorher erwarten.
Wer jedoch die Entwicklung des Weimarer Teams näher verfolgt hat, das immerhin auch die Endrunde der Futsal-Hallenmeisterschaften erreichte, wird nicht davon überrascht sein, das die Jungens und Mädchen des SC 1903 dabei sind, einen merkbaren Aufwärtstrend zu nehmen.
Den Ilmenauer Trainern blieb nicht verborgen, dass mit Toralf Fredrich und Axel Nasse bei den E Junioren des SC 1903 Trainer am Werk sind, denen Ergebnisse zwar nicht egal sind, aber sie verfolgen Ziele die längerfristig greifen sollen. Ausserdem verfügen die beiden Weimarer Trainer über einen sehr umfangreichen eigenen Erfahrungsschatz als ehemalige Spieler der 1. Mannschaft, der sich sehen lassen kann.
Zum eigentlichen Spiel. Ilmenau musste ohne Top-Torjäger Rodion auskommen, der voraussichtlich der Mannschaft auch noch längere Zeit fehlen wird.
Tobi, der für Rodion  in die Formation rückte, sollte neben Moritz im zentralen MF Deckungsaufgaben erledigen. Unsere Jungs versuchten, wie in zurückliegenden Spielen viele Dinge spielerisch zu lösen, durch zu viele Ungenauigkeiten im Abspiel blieb die erwartete Effektivität jedoch zumindest teilweise auf der Strecke. Resultat, viel Geplänkel im Mittelfeld, wobei sich zwar das Spiel in Richtung Weimarer Tor orientierte, ohne jedoch zu einer Vielzahl von zwingenden Aktionen in Tornähe zu kommen. Offensichtlich traten auch Mängel in der Zuordnung im Mittelfeld, sowie im Deckungsverhalten als Ganzes zu Tage. Dieser Umstand eröffnete damit sogar die eine oder andere Minichance für Weimar. Es bedurfte in der 9. Spielminute eines Handstrafstosses, der durch Lucas sicher verwandelt wurde, um in Führung zu gehen. In der 21. Minute, dann endlich ein Tor durch Tobi, das aus der Kombintion heraus erzielt wurde. Auch wenn durch Dustin in der 47. Minute, wiederum aus der Kombination heraus, der 3. Ilmenauer Treffer gelang, in Tendenz gleichgelagerte Probleme, wie zu den ersten 25 Minuten schon angesprochen.
Weimar kam 3 Minuten später nach einem Ballverlust Ilmenaus in der Vorwärtsbewegung durch den nahezu unbedrängt auf das Ilmenauer Tor zu laufenden Tom Kalms zum Ehrentreffer. Eine zu lasche Einstellung des Spielers, der den Ball verloren hatte und nur so eben mal neben dem Weimarer Spieler zurücklief ohne diesen in Bedrängnis zu bringen, begünstigte das Gegentor.
Die Ilmenauer Antwort, eigentlich schon in der Nachspielzeit (50+1) lies jedoch nicht lange auf sich warten. Elias war der Schütze zum 1:4. Gewonnen und im Halbfinale, aber ….?
Da war doch noch was, Janis hatte im Ilmenauer Tor  einen relativ ruhigen Nachmittag, traten allerdings auch bei Ihm schon beim Aufwärmen die Aufmerksamkeitsschwankungen eines Nachmittagsspiels zu Tage.  Jedoch durch einige heiße Einlagen seiner Teamkollegen, war er 3mal zu Reflexen der besonderen Art gezwungen – Prädikat „ausgezeichnet“. Dafür verdient er sich vom Trainerteam ein Sonderlob. Das ist ein guter Weg, ein Team steht zusammen, und am Mittwoch Abend war es Janis, der 3 mal schier sichere Gegentore noch verhinderte. Auch die gegnerischen Trainer zollten unserem Torwarthünen Respekt, einer Eurer „Alten“ – nein einer unserer F-Junioren.
Zum Abschluss gab es noch eine sicher ernst gemeinte Kampfansage der Weimarer Trainer an das Gästeteam des SV Germania:
„Gute Heimfahrt“ und beim nächsten Spiel (in ein paar Wochen) sind wir dran.
Wir sind uns ob der Leistungsentwicklung der Jungens des SC 1903 sicher, das war sehr ernst und auf keinen Fall überheblich gemeint.
Auch wenn unser Team das eindeutig jünger ist und auch noch mit F-Junioren bestückt, muss man sich nach dem Spiel hinterfragen, warum die Jungs so weit hinten in der aktuellen Tabelle des Punktspielbetriebes stehen?
Deshalb Hut ab, auch in Hinblick auf die Qualität des Trainingsgeschehen, das sich zeitgleich mit dem Pokalspiel auf den Nebenplätzen des Stadions am „Lindenberg“ abspielte.

Noch einige Worte am Rande zu dem Artikel der im Moment ganz „Oben“ auf der Ilmenauer Homepage gehalten wird. Germania Ilmenau sucht Nachwuchstrainer für die kommende Saison. Für die Weiterentwicklung des Nachwuchsbereiches natürlich dringend erforderlich. Aber nicht jeder der sich dazu bereit erklärt, verfügt über das notwendige Rüstzeug, um sofort auf dem notwendigen Niveau zu agieren.
Ilmenauer Vereinsführung, …schaut doch einmal nach Weimar, hier gibt es gute Ansatzpunkte zur Lösung der Nachwuchstrainerfrage.
Stehen dort mit mit Toralf und Axel 2 langjährigen Stützen der Weimarer 1.Mannschaft als Trainer der E- Junioren an der Linie und in anderen Nachwuchsmannschaften auch, Woche für Woche dem SC 1903 zur Verfügung, so wäre es doch mehr als wünschenswert und keine Illusion, wenn auch in Ilmenau bei Germania der Kreis der Nachwuchstrainer aus dem Fundus ehemaliger Leistungsträgern der 1.Mannschaft ergänzt bzw. rekrutiert werden könnte. Ein Denkanstoss, mehr nicht.

Ilmenau spielte mit: Janis, Lucas, Willi, Moritz, Felix, Tobi, Dustin, Elias

Für die Fotos auf Seite 2 Claudia Pfeffer, für den Spielbericht: Carsten Wedekind, für die redaktionelle Veröffentlichung im Web: Karsten Höhne

 

 

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