SV Germania Ilmenau – 1. FC Greiz 1:1 (0:1)

Die Ilmenauer Germaniakicker sind in den sechs Begegnungen der zweiten Halbserie zwar unbesiegt, kamen aber nach den Spielen gegen Zeulenroda (3:3) und in Stadtroda (1:1) auch gegen Greiz (1:1) über ein Remis nicht hinaus und büßten im Kampf um den Staffelsieg sechs wichtige Punkte ein.

Wer von den Ilmenauer Fans am Samstagnachmittag bei strahlendem Sonnenschein einen klaren Sieg ihrer Germaniaelf erwartet hatte, musste sich bald eines Besseren belehren lassen. Es waren nicht die Einheimischen, sondern die leidenschaftlich um jeden Ball kämpfenden Gäste, die in der ersten Halbzeit den Ton angaben. Mit ihrer taktischen Marschroute, den Spielaufbau der Ilmenauer durch meist robustes Agieren am Mann zeitig zu stören und schnelle Gegenangriffe zu starten, erkämpften sie sich klare Torchancen. So in der 14. Minute als sich Andy Neiß gegen die Germaniaabwehr durchgesetzt hatte und der angespielte Christoph Kothe Germaniatorwart Nils Bradsch zur Glanzparade forderte. Auch bei einem Freistoß Kothes war Bradsch gedankenschnell auf dem Posten (18.). Dann war es Marc Klatt, der eine Ballstafette mit Schrägschuss zum 0:1 vollendete (31.). Die enttäuschenden Ilmenauer hatten ihre erste und einzige Torchance in der 43. Minute, als Marc Fernando auf der linken Seite nach vorn spurtete, aber nur den linken Pfosten des Gästetores traf. Mit der Einwechslung von Marcus Finn wurden die Einheimischen stärker, verlagerten das Geschehen meist in die gegnerische Hälfte und mühten sich um größeren Angriffsdruck. In Mittelfeld und Angriff haperte es aber am Zusammenspiel und  an der nötigen Konzentration. Fehlabspiele und Ballverluste häuften sich. Pässe wurden nach vorn geschlagen, die meist nicht erreichbar waren. Marc Fernando setzte sich durch und spielte das Leder nach links  zu Philipp  Gietl, doch in letzter Sekunde hatte der heran spurtende Marc Seyfarth am Tor ein Bein dazwischen (55.). Fernandos  Schuss wurde abgewehrt und Finns Flachschuss durch Torwart Tim Petzold gehalten (67.). Nachdem Christopher Thuraus Schuss von Petzold abgewehrt wurde, jagte Fernando den Ball aus einem Gedränge zum 1:1 ins rechte Eck (70.). Das Spiel wurde härter. Dabei waren die Gäste bei der Wahl ihrer Mittel nicht zimperlich, reklamierten aber andererseits viele Entscheidungen des nicht immer überzeugenden Schiedsrichters gegen sie. Glück für Ilmenau, dass ein Greizer Angreifer aus bester Schussposition das Tor nicht traf, nachdem der Ball nicht aus der Gefahrenzone gebracht wurde (75.). Einen Freistoß von Klatt fischte Bradsch aus dem Eck (79.). Gegenüber blieb ein an Fernando im Strafraum verwirktes Foul unbestraft (88.)

 

Fazit des Trainerteams Eckardt/Meyer, das sich einen Germaniasieg erhofft hatte.

„In der Rückrunde konnten wir noch keinmal mit einer konstanten Mannschaft spielen. Bedingt durch Krankheit, Verletzungen, Urlaub und Sperren mussten wir unsere Mannschaft immer wieder umstellen. Einige Spieler sind angeschlagen und konnten auch nicht trainieren. Heute war der Gegner darauf bedacht, unser Spiel kaputt zu machen.“

 

Germania Ilmenau: N. Bradsch, Amarell, Hörhold, Gerhardt, Werner (76. Buse), Mi. Wolfenstetter, Matth. Wolfenstetter, Kumm (46. Finn), Gietl, Thurau, Fernando,.

1. FC Greiz: Petzold, Nitschke, Geißler, Seyfarth, Schiller, Mätzke, Bauch, Neiß (62. Gneupel), Klatt (83. Thomas), Kothe, Lauber (37. Küstner).

Schieri.: Linß (Neustadt b. Coburg)

Zuschauer: 170.

Tore:  0:1 Klatt (31.), 1:1 Fernando (70.)

 

Horst Vogler

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