Pokalachtelfinalspiel E Junioren, SG SV 09 Arnstadt I gegen SV Germania Ilmenau I: 2:5

Arnstadts 8-er machte, wie auch seine übrigen Teamkollegen viel Betrieb (Foto: Claudia Pfeffer)

Der Kreisoberligist SV Germania Ilmenau galt in dieser Begegnung gegen den Kreisligisten SV 09 Arnstadt I vor der Begegnung ohne Zweifel als Favorit für dieses Achtelfinalspiel.
Es sollte sich aber herausstellen, das der Unterschied im Spielvermögen zwischen Spitzenmannschaften der Kreisliga, denn Arnstadt I ist aktuell ungeschlagener Tabellenerster der Staffel 3 und den Kreisoberligateams gar nicht so groß ist, wie manch einer vermutet hätte.
Der Gastgeber, der am Vorwochenende ein Testspiel gegen Haarhausen II klar mit 10:2 für sich entschieden hatte, ging von Beginn an couragiert zu Werke und setzte sich sogar teilweise für Minuten in der Gästespielhälfte fest. Sehr hoch stehend, denn die Verteidigung Arnstadts stand noch hinter der Mittellinie in Ilmenaus Spielhälfte, versuchte die körperlich überlegene Arnstädter Mannschaft viel Druck auszuüben.
Das gelang zum Leidwesen der Ilmenauer oft auch sehr wirkungsvoll. Die personelle Präsenz der Arnstädter im Ilmenauer Strafraum zwang auch die Stürmer Ilmenaus mit hinten auszuhelfen.
In dieser druckvollen Anfangsphase erzielte Arnstadt, nicht einmal unverdient den Führungsstreffer. Ilmenau, durchaus zunächst beeindruckt von dem Arnstädter Elan, gelangen hingegen nur vereinzelt gefährliche Entlastungsangriffe, vor allem über die schnellen Außenstürmer, Elias und Dustin inszeniert. Die Flanken auf den gut bewachten Rudi waren dann aber oft zu unpräzise.
Erst nach dem Führungstor der Gastgeber wachten die Ilmenauer Jungens langsam auf und erreichten ein weitestgehend verteiltes Feldspiel.
Da Ilmenaus Schaltzentrale im Mittelfeld, bedingt durch das erneute Fehlen von Felix, Mühe hatte, ein konstruktives Spiel aufzubauen, wurde sehr oft mit langen Bällen aus der Abwehr auf die Außen operiert. Hier konnte sich vor allem der erneut zum Einsatz kommende F Junior Tristan, der auch im Deckungsverhalten einer der besten Ilmenauer war, mit mehreren sehr guten Vorlagen auszeichnen.
Nach ca. 10 Minuten erzielte Moritz, der aus dem Mittelfeld nachgerückt war mit einem scharfen 10 Meter-Schuß in den Dreiangel den Ausgleich. Ilmenau legte dann noch vor der Pause im Anschluß an einen Eckball von Lucas nach, als der Ball zu dem, am langen Pfosten nach innen laufenden Dustin kam und der aus der Drehung unhaltbar einschoss.
Ein knappes Ding zum Zeitraum der Halbzeit, das auch für Arnstadt noch alle Möglichkeiten auf ein Weiterkommen offen lies.
Nach dem Seitenwechsel kam die stärkste Phase des SV Germania, denn nach einem Solo von Elias über die rechte Außenbahn kam eine Flanke auf Rudi, der einen Moment unbewacht stehend, flach aus 5 Metern Entfernung, auf 3:1 erhöhte. Das 4:1 nach Flanke von Dustin auf Elias, der den Ball optimal annehmen konnte, noch einen Gegenspieler austanzte und flach einschoss, war ein Beispiel dafür, wozu Ilmenaus Jungens eigentlich in der Lage sind.
Als Elias seine Schnelligkeit nutzend, sich rechts außen durchsetzen konnte, kam wenig später eine präzise Flanke auf Rudi, der in Mittelstürmerposition seine Stärken im 1 gegen 1 ausspielte und unhaltbar auf 5:1 erhöhte.
Es ist aber weit gefehlt, wenn man nun vermutet, das in Hälfte 2 nur noch Ilmenau erfolgreich aufspielte. Immer wieder gab es Phasen, wo die nie aufsteckenden Arnstädter  in Ilmenaus Tornähe gefährlich aufkreuzten. Janis im Ilmenauer Tor bekam auch bei einigen Fernschüssen viel Arbeit. Einen Ball konnte er gerade noch mit letztem Einsatz aus dem Dreiangel fischen.
Nach dem Tristan ein Kopfballduell verlor verlängerte der Arnstädter Gegenspieler den Ball zu einem mitgelaufenen Mannschaftskameraden, der Janis im Ilmenauer Tor, keine Chance lies, … nur noch 5:2.
Arnstads Trainer rief  in dieser Phase seinen Jungens noch einmal Mut zu, …. „los gehts, es ist noch genug Zeit“. Janis konnte einen aus Nahdistanz abgegeben Ball noch mit einem starken Reflex per Fußabwehr entschärfen, sonst wäre unweigerlich ein weiterer Gastgebertreffer gefallen. Weitere zwingende Chancen gab es in der Endphase jedoch auf beiden Seiten nicht mehr. Auch F Junior Michel kam beim SV Germania beim Stand von 5:2  noch zu einem Kurzeinsatz. Er machte seine Sache gegen die körperlich weitaus stärkeren Arnstäder ordentlich.
Fazit, eine Runde im Pokalwettbewerb weiter, wenn auch ein sehr stark aufspielender Gegner, der durchaus auch auf 4 Tore hätte kommen konnen,  Ilmenau alles abforderte. Das war eine Menge Arbeit, zumal das eigene Spiel über weite Strecken nicht wie gewohnt in die Gänge kam. Aber wie sagt man so schön, man kann immer nur so gut spielen, wie es der Gegner zulässt. Und Arnstadt war ein sehr starker Gegner, der in dem quirligen 8 -er und dem 10- er besonders auffällige Spieler auf dem Rasen hatte und eben auch als Mannschaft nicht sehr viel zulies.
Ilmenaus Abwehrspieler standen im Verlaufe des Spieles oft zu weit vom Gegenspieler entfernt, was Arnstadts Angriffsentwicklung positv begünstigte und von Carsten Wedekind an der Seitenlinie immer wieder vernehmbar, moniert wurde. Rudi hatte sicher in der Saison schon bessere Spiele für Germania absolviert, kam aber auch mit einer durchschnittlichen Leistung dennoch zu 2 Toren. Elias und Dustin über Außen sehr oft Zweikampfsieger, mußten sich die Bälle aber meist schon in der eigenen Spielhälfte holen und deshalb weite Wege gehen. Verbesserungsbedürftig  insgesamt der konstruktive Spielaufbau aus der Abwehr heraus und die Genauigkeit des finalen Passes. Ein erneut stark spielender Tristan, erbrachte den Beweis, das er auch in der E Mannschaft ein Leistungsträger sein könnte.

Eine gute Schiedsrichterleistung von Christian Lang, der keine Mühe mit der Leitung dieses Pokalspieles hatte.

Germania Ilmenau spielte mit: Janis, Lucas, Willi, Tristan, Moritz, Elias, Dustin, Rodion, Michel
Für den Bericht Karsten Höhne, die nachfolgenden Fotos auf Seite 2, wurden bereit gestellt von Claudia Pfeffer

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1 Kommentar
Kategorien: Allgemein, E-Junioren, Junioren, Mannschaften

1 Kommentar

  1. Das habt Ihr, wie so oft, überragend geschrieben und geknipst 😉

    Gruß aus Arnstadt!

    Christian Lang am 28. Februar 2016 um 22:26