SV Germania Ilmenau – FSV Eintracht Hildburghausen  0 : 1 (0:1)

Trainer Mike Eckardt wollte gegen den Sechsten der Landesklasse Süd mit der Mannschaft beginnen, die auch eine Woche später den Rückrundenbeginn in Roschütz bestreiten soll. Kleinere Blessuren von Fernando und Gietl unter der Woche machten diesen Plan aber zunichte. So rückten Buse und Fischer in die Startformation, Kapitän Gerhardt fehlt zwei Wochen wegen privater Verpflichtungen. Der stundenlange Schneefall vor dem Anpfiff stellte an die Spieler erhöhte Anforderungen an die Ballbehandlung und die Standsicherheit.

Hier hatten die Gäste in der ersten Halbzeit eindeutige Vorteile. Mit ihrem einfachen und schnörkellosen Spiel nach vorn stellten sie die Germaniaabwehr mehrmals vor Probleme und nur ihrer schlechten Chancenverwertung war der schmeichelhafte Halbzeitstand für die Ilmenauer zu verdanken. 5. Minute Stanz lief allein auf Bradsch zu, schoß ihm aber viel zu schwach in die Arme, 13. Minute Nuhaj frei am langen Pfosten schoß vorbei, 27. Minute Eichhorn hob den Ball über den herauslaufenden Bradsch an den Pfosten, 29. Minute wieder Stanz allein vor Bradsch und wieder blieb der Keeper Sieger. Bis dahin von Ilmenau nichts nennenswertes in der Vorwärtsbewegung zu sehen. Erst in der 35. Minute ein Hochkaräter. Ma. Wolfenstetter wurde über rechts geschickt, lief bis zur Grundlinie und bediente den in der Mitte lauernden Finn mustergültig mit seinem Rückpass. Nur Finns Schuß ging übers Tor. Dann das Führungstor für Hildburghausen. Ein Freistoß von halbrechts wurde von Eichhorn auf den langen Pfosten geschlagen, in der Ilmenauer Abwehr fühlte sich niemand zuständig und so konnte Schleicher unbedrängt seinen Kopfball ins lange Eck platzieren.

Mit Beginn der zweiten Hälfte Ilmenau jetzt energischer in den Zweikämpfen und die Spielanteile verlagerten sich jetzt mehr und mehr in die Platzhälfte des Gastes – teilweise mit powerplayartigen Szenen vor dem Hildburghäuser Tor. Die Einwechslung von Walch in der 57. Minute brachte zusätzliche Gefahrenmomente im Angriff. Mit seinem Schuß an den Pfosten in der 75. Minute hatte er aber ebensowenig Erfolg wie zuvor Hörhold, Fischer, Amarell oder Kumm mit ihren Schüssen. Die nun häufiger werdenden Ecken und Freistöße vor dem Hildburghäuser Tor fanden in Torwart Allzeit einen fangsicheren Abnehmer. Der kämpferische Einsatz der Ilmenauer in der zweiten Hälfte stimmte, die schwierigen Platzverhältnisse liesen so manch gut gemeinte Aktion im Schnee dahinschmelzen.

Der Sieg für Hildburghausen aufgrund der ersten Halbzeit nicht unverdient und für Ilmenau die Erkenntnis, dass auf schwierigem Geläuf (vielleicht auch nächstes Wochenende in Roschütz) es einer anderen Spielweise bedarf um zu bestehen.

Ilmenau: N. Bradsch; Hörhold, Amarell, Ma. Wolfenstetter, Thurau, Finn (57. Walch), Werner, Fischer, Mi. Wolfenstetter,  Buse, Kumm

Hildburghausen: Allzeit; Stanz, Schelhorn, Kupfer, Nuhaj, Heinrich, Eichhorn, Doetsch, Holl (35. Bllaca), Rottenbach, Schleicher

Schiedsrichter: Wittler (Suhl)

Tor: 0:1 Schleicher (38.min)

 

Uwe Frank

Keine Kommentare
Kategorien: Männer

0 Kommentare