Die E Junioren erspielen sich verdient den Vizemeistertitel bei den Futsal-Meisterschaften 2016

 

Nach einer erfolgreichen Finalrunde wurde der 2. Platz mit Recht gefeiert

 

Der im Vorfeld erklärte Favorit für die Finalrunde, FSV Martinroda, gewann, ohne eine einzige Niederlage mit 15 Punkten und einem Torverhältnis von 14:2, sicher die Finalrunde bei den Futsal-Meisterschaften 2016 der E-Junioren des KFA Mittelthüringen und ist damit erster Futsal-Meister in dieser Altersklasse geworden. Herzlichen Glückwunsch zu diesem Erfolg.
Ebenso sicher wurde erfreulicherweise der 2. Platz für die Jungens von Germania Ilmenau eingefahren. 12 Punkte und ein Torverhältnis von 8:3 sprechen für eine sehr gut gespielte Endrunde von Germania Ilmenau.
Das war so vorher nicht unbedingt zu erwarten, denn die Hauptrunde wurde nicht als Sieger, sondern hinter Unterwellenborn, als Zweiter abgeschlossen.
Mit den Tugenden einer echten Turniermannschaft verhalf schließlich die konstant gute Leistung in den Finalrundenspielen den Ilmenauern am gestrigen Nachmittag zu dem verdienten Lohn, sprich, dem Vizemeistertitel der 1. Futsal-Meisterschaften im KFA.
Dritter wurde etwas überraschend der SC 1903 Weimar, knapp vor dem eigentlich auf diesem Platz erwarteten Team von Oberweimar. Im spielerisch wahrscheinlich besten Turnierspiel, dem 1. Spiel für Ilmenau in der Finalrunde, überzeugte Ilmenau mit mehrfach schnell und gekonnt über mehrere Stationen vorgetragen Angriffen, die auch Mannschaften in älteren Jahrgängen gut zu Gesicht gestanden hätten. Sehr schön heraus gespielte Treffer von Moritz, Elias und Rodion waren ein verheißungsvoller Finalrundenauftakt gegen die bei dieser Spielweise etwas überforderten Jungens aus Großschwabhausen. Weitere gute Chancen für eine Resultatserhöhung  waren durchaus vorhanden.
Im 2. Spiel ging es dann gegen den Ilm-Kreis Nachbarn aus Martinroda. Die Vorgabe aus einer verstärkten Deckung heraus mit Kontern gegen den Favoriten zum Torerfolg zu erlangen ging mit sehr gutem Abwehrverhalten zumindest im Defensivbereich lange Zeit auf. Martinroda, das in der Athletik, sowie taktisch nahezu allen Mannschaften der Finalrunde einen Tick voraus war, nutzte die diesbezüglich besonders ausgeprägten Fähigkeiten von Dan Bartholome weidlich aus, um in der Vorwärtsbewegung bis zur gegnerischen Grundlinie zu gelangen. Mit den meist schnell nachrückenden weiteren 3 Spielern sorgte Martinroda im Strafraum dann in schöner Regelmäßigkeit für ein personelles Übergewicht oder zumindest Gleichgewicht. Gefährliche Situationen nach Ballhereingabe von den Außenpositionen waren damit natürlich vorprogrammiert, da die Martinrodaer Angreifer reaktionsschnell den Torerfolg suchten. Als Ilmenaus Abwehr einen dieser Bälle nicht richtig klären konnte, fiel aus ca. 6 Metern dann doch der Führungstreffer für Martinroda. Die äußerst professionell eingestellten und mit allen Mitteln, selbst im gegnerischen Strafraum sehr körperbetont agierenden Martinrodaer Jungens, erzielten noch einen weiteren Treffer, der nach den strengen Futsal-Regeln aber nicht hätte zählen dürfen. Lucas wurde von seinem Gegenspieler mit den Händen gegen den Torpfosten geschoben, der Martinrodaer Akteur hatte dann natürlich freie Bahn, um den Ball nur noch über die Torlinie zu drücken. Nahezu jeder der anwesenden Zuschauer sah dieses Foulspiel, die Schiedsrichter ahndeten es jedoch unverständlicherweise nicht, obwohl ja gerade im Futsal körperbetontes Spiel mit einer gelben Karte oder einem Freistoß stets streng bestraft werden sollte, um den Spielgedanken und nicht den Kampf zu fördern.
Da aber kein eigenes Tor und auch keine wirklich zwingende Chance bei den meist in Unterzahl, als Konter vorgetragenen Ilmenauer Angriffen zu Buche stand, steht am Ende nun in der Statistik ein vom Ergebnis her sicherer 2:0 Erfolg für den cleveren Favoriten Martinroda.
Auch die anderen Spiele gegen die weiteren Kreisoberligisten waren für Martinroda alles andere, als ein Spaziergang. Während gegen SC 1903 Weimar dennoch ein 3:0 Erfolg heraus sprang, war es von Resultat her gegen Oberweimar mit einem knappen 2:1 Sieg sehr eng und auch Großschwabhausen forderte mit einer guten Leistung den Favoriten bei dessen 3:1 Sieg voll.
Wieder motiviert durch die Trainer und gut eingestellt ging Germania danach die restlichen Finalrundenspiele an und kam zu weiteren 3 Siegen, die damit zu insgesamt 12 Punkten verhalfen.
SC 1903 Weimar wurde durch Tore von Rodion und Dustin bei einem Gegentor der Weimarer nach dem 2:0 Stand, mit 2:1 besiegt.
Dann gelang die Revanche gegen Unterwellenborn den einzigen Kreisligavertreter im Sechserfeld der Finalrunde, das in der Hauptrunde durch einen umstrittenen Strafstoß Ilmenau mit 1:0 besiegt hatte. 2 Tore durch Rodion sorgten für den 2:0 Endstand. Der Sieg gegen Oberweimar, ebenfalls durch ein Tor von Rodion war letztlich ebenfalls verdient.
Der Beweis das Ilmenau nicht nur im bisher bestrittenen Hallenfußball, sondern auch im nun praktizierten Futsal erfolgreich sein kann, ist damit erbracht.
Es wird jedoch auch weiterhin ein zweigeteiltes Lager bestehen, wenn  über Pro- oder Kontra zum Thema Futsal diskutiert wird.
Ein 1. Jahr Futsal, das sowohl für die Teams bei der Umsetzung der neuen Regeln gewöhnungsbedürftig war , als auch für die Schiedsrichter der bisherigen Spiele natürlich Neuland bedeutet.  Wie generell im Fußball gehen die Meinungen über die Schiedsrichterleistungen bei den Zuschauern in den Spielen der Vorrunde, der Hauptrunde und der Finalrunde auch in den Futsal- Spielen weit auseinander. Sehr unterschiedlich wurde z.B. von den verschiedenen, angesetzten Schiedrichter die Regel bezüglich des eigentlich unerwünschten körperbetonten Spieles ausgelegt.  In der Hauptrunde wurde nahezu jeder, sogar nur angedachter Körperkontakt mit einen Foul angerechnet, hier bei den Finalspielen entgegen den Regeln jedoch sehr kulant gegenüber den foulenden Spielern interpretiert. Auch die praktische Umsetzung der Bestimmungen bezüglich des Einkickes bei ruhenden Ball und nicht Übertreten der Auslinie beim Einkick , unter Beachtung der 4 Sekundenregel führte oft zu Unverständnis, sowohl bei den Trainern, als auch den Zuschauern, da hier eigentlich  viel Fingerspitzengefühl des Schiedsrichters gefragt ist. Selbst bei den Herren bereitete die Umsetzung  der komlexen Forderungen der Einkickregelung bei vielen Teams sichtlich in der Koordinierung Probleme. Bei den jüngsten Jahrgängen unserer Fußballer sollte deshalb im Sinne des Spielflusses nicht auf jeden Zentimeter oder jede Sekunde geachtet werden.  Nicht immer waren die Entscheidungen diesbezüglich im Sinne des schnellen Spieles und im Sinne der beteiligten Mannschaften glücklich.  Aber wer ist schon fehlerlos, zumal auch hier die deutsche Gründlichkeit und Exaktheit bei der Einhaltung von Regeln bisher offensichtlich rigoros umgesetzt wird. Gewähren wir doch auch den Schiedsrichtern die notwendige Eingewöhnungsphase in diese neue Sportart. Im zweiten Futsal-Jahr sieht alles auf beiden Seiten sicher  schon ein wenig freundlicher aus und verläuft in ruhigeren Bahnen.
Strittige Entscheidungen wird es jedoch auch in Zukunft immer wieder geben.
Auch die E- Junioren konnten sich, wie schon die F- Junioren am Vormittag, über mangelnde Unterstützung in ihren Spielen nicht beklagen. Die Fans hatten einen, wenn auch sicher kleinen Anteil, am Erfolg der Ilmenauer Mannschaft.
Der Dank der E-Junioren geht ebenfalls an die an diesem Tage sehr fleißigen Muttis, die an der gelungen Finalrunde durch die gute Versorgung der Zuschauer ihren aktiven Beitrag leisteten.
Die beiden Trainer Carsten Wedekind und Silvio Gleichmann können stolz auf die Leistungen ihrer Jungens sein und werden auch weiterhin beharrlich an der Weiterentwicklung jedes einzelnen Spielers und des gesamten Kollektives arbeiten. Der Erfolg in der Finalrunde bestätigt sie gleichsam darin, auf dem richtigen Wege zu sein.
Fazit, um so höher ist die kollektiv abgerundete Leistung der E- Junioren in diesen Spielen unter dem Aspekt zu sehen, das Ilmenau das im Durchschnitt  jüngste Team in die Finalrunde einbrachte, also mit den meisten Spielern dieses Aufgebotes auch noch ein weiteres Jahr in dieser Altersklasse bestreiten kann.

Für Ilmenau spielten: Janis, Willi, Lucas, Moritz, Felix, Dustin. Elias, Rodion

Für den Bericht und die Fotos auf der folgenden Seite
Karsten Höhne

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