SV Germania Ilmenau – SV 1910 Kahla 7:0 (4:0)

Aus ihren schwachen Leistungen vor Wochenfrist in Stadtilm (1:1) haben die Ilmenauer Germaniakicker die richtigen Schlussfolgerungen gezogen und die Vorgaben ihres Trainerteams Eckardt/Meyer, den Gegner von Beginn an mit schnellen Angriffen unter Druck zu setzen, umgesetzt. In ihrem letzten Spiel der ersten Halbserie gingen sie engagiert zu Werke und bestimmten mit temposcharfen Kombinationen das Geschehen. Ball und Gegner ließen sie weitgehend laufen und erkämpften sich mit 7:0 ihren höchsten Saisonsieg. Für größte Torgefahr sorgten sie, wenn sie ihre Angriffe über die Außenpositionen inszenierten. Marc Fernando glänzte mit einem lupenreinen Hattrick. Er setzte mit seinem vierten Treffer noch einen drauf und beendete die erste Halbserie mit 23 Treffern als erfolgreichster Torjäger der Landesklasse Staffel 1. 

 

Die erste hochkarätige Torchance hatten allerdings die Gäste, als der von Marcel Schönvoigt mit Pass nach vorn geschickte Niklas Stelzner allein im Germaniastrafraum auftauchte, sein Schuss von links aber haarscharf am rechten Pfosten vorbei ins Aus ging (2.). Danach liefen die Ilmenauer Angriffe auf Hochtouren. Als Angreifer Christopher Thurau, der bei seinen schnellen Spurts mehrfach nur durch Foul gestoppt werden konnte,  im Strafraum von den Beinen geholt wurde, traf Christoph Gerhardt per Strafstoß zum 1:0 (10.). Kurz darauf ließ Fernando nach einer Stafette von Philipp Hörhold über Thurau seinen Gegenspieler aussteigen  und vollendete gekonnt zum 2:0 (13.). Nach einer Kombination von Willy Elle über Fernando reagierte Gästetorwart Felix Müller bei Thuraus Scharfschuss mit Fußabwehr (16.). Fernando trickste im Strafraum zwei Gegenspieler aus und lochte zum 3:0 ein (21.). Kurz darauf setzte sich Thurau auf der rechten Seite durch und seinen Flankenball verwertete Fernando zum 4:0 (23.). Ein weiteres Geschoss Fernandos meisterte Torwart Müller im Nachfassen (28.). Als Thurau im gegnerischen Strafraum ein weiteres Mal gefoult wurde, warteten die Einheimischen vergeblich auf den Strafstoßpfiff des Unparteiischen (30.). Weitere Torchancen hatten Hörhold (32.) und Matthias Wolfenstetter (43.). Nach der Pause setzte sich Thurau auf der linken Seite durch und nach seinem Torschuss drückte der heran geeilte Fernando den Ball zum 5:0 über die Torlinie (51.). Gegenüber wurde Torwart Nils Bradsch nach einem Scharfschuss Wohllebes, den er gedankenschnell über die Latte lenkte, zu seiner größten Rettungstat gefordert (52.). Nach weiteren klaren Chancen durch Fernando, der am herausgelaufenen Torwart scheiterte (57.) und  Hörhold, der aus zwei Metern das Tor knapp verfehlte (61.), vollendete der gerade eingewechselte Hendrik Fischer  eine Kombination von Marcus Finn über Thurau mit dem 6:0 (68.). Zwei weitere Male scheiterte Fischer aus Nahdistanz an Torwart Müller (70.,71.). Mit einem Schrägschuss zum 7:0  von links ins lange Eck krönte Christopher Thurau seine sehr guten Leistungen (76.). Berücksichtigt man die weiteren Torchancen der Ilmenauer durch Döring (85.) und Buse (88.), so waren die Gäste mit sieben Toren noch recht gut bedient.

 

Freudig meinte das Trainergespann Mike Eckardt/Erhard Meyer:

„Die Laufbereitschaft aller Spieler war heute wesentlich besser als vor Wochenfrist in Stadtilm. Unsere vorgegebene Marschroute wurde eingehalten. Uns hat es gefreut, dass wir in der Mannschaft ob in Abwehr, Mittelfeld oder Angriff keinen Ausfall hatten, dass alle Spieler couragiert mitgezogen und gute Leistungen gezeigt haben.“

 

Germania Ilmenau: Bradsch, Walch, Gerhardt, Döring, Elle, Hörhold, Matth. Wolfenstetter (75. Buse), Finn (76. Jurisic), Thurau, Mi. Wolfenstetter, Fernando (67. Fischer).

Kahla: Müller, Schlönvoigt, Thode, Jäger 46. Lustig), Nagel, Wohllebe, Stelzer, Winkler (Nitsche), Klose (77. Neumann), Stahl, Hort.

Schieri.: Krech (Schmalkalden), Zuschauer: 100.

1:0 Gerhardt (10. Foulstrafstoß), 2:0, 3:0, 4:0, 5:0 Fernando (13., 21., 23. 51.), 6:0 Fischer (68.), 7:0 Thurau (76.)

Horst Vogler

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