Punktspiel Kreisoberliga E Junioren: SV Germania Ilmenau gegen FSV Martinroda I: 2:4 (0:1)

Rodion scheitert mit seinem Schuss, der das 3. Gastgebertor verdient hätte, am
Gästekeeper Robert Geier

Eines vorab, es wurde im Heimspiel gegen den noch verlustpunktlosen Tabbellenersten FSV Martinroda I, der als hoher Favorit in dieses Spiel ging, die zu erwartende Niederlage.
Um so erfreulicher ist jedoch der Umstand, wie es zu dieser Niederlage kam.
Es war nicht etwa die abwartende Grundhaltung der Gäste, die in den ersten 25 Minuten kaum einmal zu ihrem gewohnten Spielfluss fanden, sondern die couragierte Leistung der Ilmenauer Jungens, die von Beginn an hellwach, eng am Gegenspieler stehend, viele gut gemeinten Aufbauversuche im Martinrodaer Spiel im Keim erstickten. Von dieser Gegenwehr waren die Martinrodaer Spieler lange Zeit mehr, als beeindruckt. Wenn dann vereinzelte Aktionen doch den Weg durch das Abwehrnetz der Gastgeber fanden, dann war meist der, an diesem Tage sich zu einer Top-Leistung steigernde Janis im Ilmenauer Tor, der Retter in der Not.
Das eine Gegentor in der 14. Spielminute durch Zinedin Beck erzielt, erweckte zu dieser Zeit durchaus nicht den Eindruck, das damit das Spiel schon entschieden war. Der widrige Wind, den die Ilmenauer in Hälfte 1 im Rücken hatten, verhinderte mehrfach, das gute Pässe auf Rodion, Dustin oder Elias den Mitspieler auch wirklich erreichten. Somit, „vom Winde verweht“, konnten einige der erfolgversprechenden Aktionen leider nicht mit Präzision und Konsequenz abgeschlossen werden.
Mit der knappen 1:0 Führung zur Pause konnten ersichtlich auch die Gästetrainer in keiner Form zufrieden sein, zumal die Gegenwehr der Ilmenauer vermuten lies, das dieses Spiel nicht im Spaziergang gewonnen werden würde.
Nun zogen die Gäste jedoch ihre entscheidende Trumpfkarte aus dem Ärmel, denn sie wechselten nacheinander 4 frische, aber spielerisch gleichwertige Spieler ein, die ein Garant dafür waren, das Martinroda nicht nur das Tempo hoch halten konnte, sondern zu Beginn der zweiten 45 Minuten sogar in der Lage war, noch eine Schippe drauf zu legen.
Ilmenaus Jungens betrieben schon in der ersten Halbzeit einen hohen kräftraubenden Laufaufwand, was sich speziell in der spielentscheidenden Phase zu Beginn der 2. Halbzeit für ca. 10 Minuten darin äußerte, das nun doch zeitweilig die Kombinationsmaschine des Tabellenersten auf Hochtouren kam.
Auch nachdem in der 27. Minute Ryan Strobel auf 2:0 für die Gäste erhöhte, blieben die Gastgeber durch ihre Konter gefährlich. Zinedin Beck erhöhte wenig später nach Pass von Tarek Ben Mahmoud aus Nahdistanz auf 3:0. Als ein Pass von Felix den Weg zu Rodion fand, der dann nach Doppelpass wieder im Strafraum an den Ball kam, war Keeper Geier machtlos und mußte den ersten Gegentreffer hinnehmen. Wieder war für kurze Zeit das Spiel offen. Da Ilmenau aber nicht mit dem Pfund gleichwertiger, frischer Wechselspieler wuchern konnte, begünstigte diese Randerscheinung nicht unwesentlich die Martinrodaer Treffer 3 durch Zinedin Beck und 4 durch Luis Reinhardt. Mit zahlreichen Glanzparaden verhinderte Janis, der an diesem Spieltag nahezu fehlerlos agierte, weitere Treffer der Gäste.
Ilmenau erholte sich von dem Schock der Gegentore danach erfreulicherweise recht schnell und als Rodion im Strafraum von den Beinen geholt wurde erzielte er selbst per Strafstoß das verdiente 2:4. Selbst wenn man den Gästen Chancenvorteile auch im 2. Abschnitt nicht absprechen kann, die Gastgeber hatten auch noch 2 sehr gute Gelegenheiten, scheiterten aber knapp an einem weiteren Torerfolg. (Siehe auch das obige Bild). Schade, das der Wind/Sturm, so manche gut gemeinte Aktion der beiden Teams negativ beeinflusste, was aber nichts daran ändert, das dieses Spiel den Charakter eines Spitzenspiels nicht nur im Tempo, sondern auch in der Qualität des Geschehens auf dem Spielfeld, verdient hat.
Sehr stark das im Gegensatz zum Hinrundenspiel furchtlose Abwehrverhalten, an dem Willi und Lucas, Moritz und der unermüdlich rackernde Felix, als jüngster Feldspieler in den Ilmenauer Reihen, eine wesentliche Aktie hatten.
Auch Dustin und Elias halfen oft nach Hinten aus.
Ein erfreulicher Aspekt, die Leistung des jungen Schieris Marcus Möller war kaum einmal kritikwürdig. Er lag mit seinen Entscheidungen meist richtig.
Das Positive an dieser Niederlage ist zweifelsohne der Umstand, das Ilmenau mit diesem läuferisch und teilweise auch spielerisch starken Auftritt nachweislich den Abstand zur unumstrittenen Nr.1 der Staffel (oder auch darüber hinaus, die Clubelf von Zeiss-Jena verlor gegen Martinroda kürzlich mit dem gleichen Resultat …) deutlich verringern konnte. Die Spiele der Hinrunde haben dem Team zu wesentlich mehr Erfahrung und Selbstvertrauen verholfen. Ein Umstand, der auch zu einem sichtlichen Plus an Qualität und Stabilität führte. In der Rückrunde wird es deshalb noch zu spannenden Spielen in der Staffel um die Plätze 2 bis 5 kommen. Germania Ilmenau, als eine der jüngsten Mannschaften der Staffel, ist bereit und gerüstet, in diesem Kampf ein ernsthaftes Wort mit zu sprechen.
Da das Spiel am Nikolaustag ausgetragen wurde und dieser, erfreut über die Entwicklung der Mannschaft, offensichtlich den Entschluss fasste, die Spieler mit kleinen Geschenken zu beehren, beauftragte er seine irdische Mitarbeiterin Claudia Pfeffer diese Geschenke stellvertretend nach Spielende zu überreichen. Viel Zeit hatte die Gehilfin des Nikolauses freilich nicht mitgebracht, denn auf ihrem Notizzettel stand noch die Bescherung der Mannschaft der F Junioren, die in Gräfinau-Angstedt zeitversetzt um die Punkte kämpften.
Den Spielern, Trainern, Betreuern und Eltern schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr, dem Team viel Erfolg in dem neuen Metier Futsal in der nun anstehenden Hallensaison.

Germania Ilmenau: Janis, Lucas, Willi, Moritz, Felix, Dustin, Elias, Rodion; Tobias

Für den Artikel und die Fotos: Karsten Höhne

1 Kommentar
Kategorien: Allgemein, E-Junioren, Junioren, Mannschaften

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  1. Ein großes Lob für die regelmäßigen, informativen und sachlichen Spielberichte zu den Spielen der E- und F-Junioren in dieser Saison. Vielen Dank!

    Martin K. am 7. Dezember 2015 um 19:29