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Blau-Weiß 90 Stadtilm  – Germania Ilmenau 1:1

Mit diesem Remis konnte  keiner der beiden Kontrahenten so richtig zufrieden sein – außer vielleicht Stadtilms Torwart Daniel Gössinger, der mit seinem parierten Foulstrafstoß (81.) seiner Mannschaft den hoch verdienten Zähler  festhielt: „Ich finde, der Punkt ist ein Erfolg.      Von mir aus hätten wir sogar in der Kabine singen können!“ Aber auch er wusste natürlich, dass es ohne weiteres drei Punkte hätten sein können, denn die Chancenvorteile der Einheimischen waren erdrückend. Vier  „Riesen“ machte Ilmenaus Torwart N. Bradsch zunichte (Pa. Lange/18., Ph. Lange/44., 52.-Freistoß, Wildner/86.), bei den anderen fehlte es an   Abgeklärtheit (Pa. Lange/14., 15.). So blieb es bei dem einen Treffer zum 1:0 –  ein 20-m-Schuss von Schubert, der tückisch aufsetzte und N. Bradsch dadurch überraschte (12.).

Die Stadtilmer hatten einiges investiert, um den Platz bespielbar zu halten. Tief und holprig war er dennoch. Und es trat ein, was sich die Gastgeber vermutlich auch erhofft hatten: Die Germania  war außerstande, sich darauf einzustellen und offenbarte damit, dass ihr genau diese Fähigkeit noch zu  einer wirklichen Spitzenmannschaft fehlt.

Im Prinzip spielten die Gäste so, als wäre das ihr heimischer Kunstrasen. Das mag vor der Partie  anders besprochen worden sein  – aber das Ergebnis war eine klare Unterlegenheit im Mittelfeld, wo immer wieder  Bälle verloren gingen, weil  viel zu kompliziert gespielt wurde,   die freien Anspielpunkte fehlten und die Kurzpässe – logisch,  bei diesem Boden –  schwierig zu verarbeiten waren. Auch Torjäger Fernando fiel reichlich wenig ein, um sich der permanenten Manndeckung durch Ehrhardt zu entziehen. Ja,   selbst  der erfahrene Gerhardt war nicht in der Lage, seine oft bewährte Art, Elfmeter auszuführen, etwas   zu variieren. Prompt brachte er den Ball nicht platziert genug aufs Tor und Gössinger konnte parieren – die große Siegchance war dahin. Nur beim Ausgleich gelang dem Gast etwas, was man sonst kaum  bei ihm sieht: Ein Kopfballtor nach einer Freistoß-Eingabe: Der von Kumm getretene Ball wurde immer länger und Fernando köpfte,  fast im Rückwärtslau­fen,  gegenüber ins  obere Eck (70.). Stadtilm zeigte sich einsatzfreudig,   unterbrach damit alle Ilmenauer Angriffsbemühungen und konterte stets gefährlich mit Steilpässen in den freien Raum –  oft   über die Außenbahnen, auf denen sich die beiden Lange-Zwillinge läuferisch klar überlegen zeigten. Die nach dem Gegentor verunsicherten Ilmenauer hatten viel Glück, dass nicht sofort der zweite Treffer folgte. Sie selbst ließen erst nach 17 Minuten den ersten Torschuss los (Mi. Wolfenstetter); forderten nach 29 Minuten erstmals Gössinger zu energischerem Eingreifen heraus und trafen in der 40. Minute mit Hörolds gehaltenem Schuss überhaupt erstmals das Stadtilmer Tor. Ihre Feldüberlegenheit etwa ab der 20. Minute nützte ihnen nichts. Der Positionstausch zwischen Mi. Wolfenstetter und Hörold nach der Pause besserte Germanias Mittelfeldspiel etwas, der eingewechselte Fischer legte dann noch eine gehörige Schippe mit drauf. Trotzdem war Stadtilm nach dem Wiederanpfiff sogar feldüberlegen und der Ausgleich fiel eigentlich völlig überraschend.

Ab da wurde es dann eine offene Feldschlacht. Stadtilm schien etwas nervös zu werden und so kam auch der Strafstoß zustande, als Kuck ziemlich unnötig Fernando von hinten umstieß. Aber der Einsatz bei den Gastgebern stimmte bis zum Schluss und ihnen gehörte dann auch die letzte Großchance des Spiels  nach schönem Zuspiel von Müller auf Wildner. Doch  N. Bradsch parierte zum letzten Male glänzend.

 

Stadtilm: Gössinger – Ehrhardt, Körner, Kläre – Graube (74. Weber), Kuck, Schubert – Pa. Lange, Oswald, Ph. Lange(83. Wildner) – Müller (90.+2 Treiber)

Ilmenau: N. Bradsch  – Gerhardt, Hörhold, Döring, Elle –  Mi. Wolfenstetter – Thurau, Finn (65. Fischer), Kumm, Ma. Wolfenstetter (60. Walch) – Fernando

Schiedsrichter: Linss (Neustadt b. Coburg)

Zuschauer: 170

Tore: 1:0 Schubert (12.), 1:1 Fernando (70.)

 

Ralf Brückner

 

 

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Kategorien: Allgemein, Männer

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