Schott Jena II – Germania Ilmenau 3:2

Diese zweite Auswärtsniederlage der Germania in der Fußball-Landesklasse (Staffel 1) war noch ärgerlicher als unlängst das 0:3 von Bad Blankenburg. Denn erstens war Ilmenau meist überlegen und eigentlich auch die bessere Mannschaft, brachte sich aber wieder mal durch defensive Schlafwageneinlagen um den Lohn. Und zweitens büßte man für das kommende Heimspiel gegen Neustadt/Orla mit Hörhold (fünfte Gelbe Karte) und Amarell (Rot beim Abgang) gleich zwei Spieler der aktuellen Viererkette ein.

Das Spiel begann gut für die Gäste, denn Mi. Wolfenstetter versuchte sich als Distanzschütze und traf das Lattenkreuz (4.). Doch zwei Minuten später ließen sich die Ilmenauer von einem Einwurf überraschen. Es folgte eine Linksflanke von der Grundlinie und Herold traf zum 1:0.

Die Pause als Problem

Die Germania ließ sich nicht schocken, bekam nun die Partie eindeutig in den Griff und hatte Chancenvorteile. Der von Hörhold geschickte Fernando scheiterte am Schott-Torwart (12.), nach einem Rückpass auf Elle verfehlte dieser das Tor knapp (19.) und Finn köpfte nach einem Eckstoß knapp vorbei (28.). Gegenüber hatte Grohs freie Bahn, scheiterte aber am glänzend reagierenden N. Brasch (31.). Da wurde es höchste Zeit für den Ausgleich. Auch hier war ein Einwurf der Ausgangspunkt, auch hier marschierte Fernando danach zur Grundlinie durch und auch hier vollstreckte Kumm den Rückpass (39.).

Warum sich die Gäste dann nach dem Wiederanpfiff derart überraschen ließen und innerhalb von fünf Minuten zwei vorentscheidende Gegentore kassierten, blieb unerklärlich. Zunächst staubte Seidler zum 2:1 ab, nachdem N. Bradsch einen Scharfschuss von der Strafraumgrenze pariert hatte (46.). Fünf Minuten später überrumpelte ein Pass in die Schnittstelle der Viererkette die Defensive und abermals Seidel vollstreckte gekonnt gegen N. Bradsch.

Ilmenau, inzwischen im Aufholen von Rückständen geübt, gab aber längst nicht auf und hatte jetzt deutliche Feldvorteile samt Ballbesitz. Schott lauerte auf Konter, wurde dabei aber nicht mehr gefährlich. Das zweite Tor bereitete wieder Fernando vor, dessen Abschluss der Jenaer Torwart zwar parierte, aber der gerade eingewechselte Ma. Wolfenstetter war zur Stelle (61.).

Eigentlich war noch genug Zeit für weitere Treffer, aber so langsam ging den Gästen nun das Pulver aus. Fernando bekam bei einer Strafraumsituation nicht mehr genug Druck auf den Ball (75.) und als er kurz vor Schluss auf dem Weg zum Ausgleich war stoppte ihn eine „Notbremse“ per Trikotziehen (86.). Sünder Poßner sah dafür zwar „Rot“, aber die letzte Ilmenauer Ausgleichschance war damit auch dahin.

Schott II:        Fulge, Glaser, Seidel (64.Teubert), Lüneburg, Poßner, Wild, klinger, Grohs, Wendler (89. Dähne), Ziermann (57. Dau Viet), Herold.

Germania:      Bradsch, Elle (54. Walch), Hörhold, Amarell (80. Fischer), Thurau, Finn, Mi. Wolfenstetter, Fernando, Döring, Kumm (59. Ma. Wolfenstettter), Gerhardt

Schieri:           Sebastian Blasse, Erfurt

Zusch.:           40

Tore:               1:0 Horold (6.), 1:1 Kumm (39.), 2:1/3:1 Seidel (47./50.), 3:2 Matthias Wolfenstter (61.).

 

Ralf Brückner

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