SV Germania Ilmenau – ZFC Meuselwitz II 2:1 (0:1)

Die Gäste, die mit drei Stammspielern der Regionalliga im Hammergrund antraten, hatten in ihren bisherigen sechs Punktspielen 22 Tore und damit die meisten der Landesklassenstaffel erzielt. Das war für die beiden Germania-Trainer Eckardt und Meyer Veranlassung, mit einer Defensivtaktik den Meuselwitzern zu begegnen. Diese ging bis zum Schluss vollauf. Die Ost­thüringer beherrschten zwar überwiegend das Mittelfeld, trafen aber auf eine Ilmenauer Abwehr, die nie die Übersicht verlor und mehrfach über die Angriffsspitzen Fernando und Thurau gefährlich konterten. Germania erlaubte sich kaum einen Fehler. Nur als Gerhardt gleich zu Beginn patzte, waren Hörhold und Bradsch zur Stelle und bügelten diesen aus. Der Ilmenauer Torwart war für seine Mannschaft erneut ein großer Rückhalt, hielt mit tollen Paraden seine Mannschaft im Spiel und war auch beim Strafstoß, der die Gäste in Führung brachte, mit den Händen noch am Ball. Die Chancen in Front zu gehen, lagen bei Germania. In der ersten Halbzeit verpassten dreimal Mathias Wolfenstetter, Finn und Thurau nach sehenswerten Konterangriffen den erfolgreichen Abschluss nur knapp. Das 0:1 erzielten die Gäste in Ilmenauer Unterzahl. Werner wurde am Spielfeldrand wegen einer Knöchelver­let­zung  behandelt und später vom Rettungsdienst ins Krankenhaus überführt.

Im Gedränge vor dem Ilmenauer Tor sah der Referee ein Stoßen von Hörhold gegen seinen Kontrahenten und entschied auf Strafstoß, den Luck in die linke Torecke verwandelte.

Die Gäste versuchten in der fünfminütigen Nachspielzeit nachzulegen, konnten aber vier hintereinander folgende Eckbälle nicht verwerten.

Nach Wiederbeginn gelang Germania auf gleiche Weise der Ausgleich. Kumm war im Strafraum gefoult worden und Gerhardt setzte den fälligen Strafstoß wie gewohnt sicher zum 1:1 in die linke Ecke. Die Gäste wollten den Sieg und setzten ihre Offensive fort. Ilmenau konterte und war zum Spielende hin erfolgreich. Fernando gelang das entscheidende Tor zum 2:1.

Nachdem gleich nach dem Anstoß Gerhardt den Ball an Kotowski verloren hatte, konnten Hörhold und Bradsch gemeinsam zur Ecke klären. Fernando löste sich aus dem Mittelfeld, bediente rechts Thurau, dessen Eingabe innen vor dem Gästetor von Mathias Wolfenstetter knapp verpasst wurde. Der nächste Angriff führte von Döring über Fernando zu Finn, dessen Heber knapp über die Querlatte ging. Döring spielte rechts Fernando frei, dessen Zuspiel er­reichte Thurau, der an Gäste-Keeper Mühlmann scheiterte. Zwischen diesen Aktionen be­müh­te sich der ZFC um zählbare Ergebnisse, die ausblieben, weil sie vorhandene Gelegen­heiten u. a. durch Standards nicht nutzen konnten. Die Ilmenauer wussten sie zu verhin­dern. In der zweiten Halbzeit verlegte sich Meuselwitz auf lange Zuspiele in den Germania-Straf­raum. Die Bälle wurden abgewehrt, einige auf Kosten von Eckbällen.  Das Eckenverhält­nis belief sich am Spielende auf 2:11. Bradsch war nicht zu überwinden. Unter anderem hech­tete er nach einer Eingabe von rechts den Ball vom Fuß des einschussbereiten Wegner. Nach abgewehrtem Gästeeckball konterte Fernando über die linke Seite, versetzte seinen Gegen­über und schoss ab. Der Ball kam abgefälscht zurück und im zweiten Versuch traf der Torjä­ger in den rechten Winkel zum 2:1. Germania kam in den verbleibenden Minuten nicht  in Schwierigkeiten und hielt den Sieg fest. Der Schiedsrichter leitete das Spiel gut und war mit seiner kleinlichen Führung auf gutem Weg.

Trainer Mike Eckardt schlussfolgerte: „Wir haben unsere taktischen Vorgaben gut erfüllt. Der Wille der Mannschaft zu siegen, war zu verspüren. Wir haben verdient gewonnen.“

 

Germania:      Bradsch, Mathias Wolfenstetter (90. Kirsten), Hörhold, Gerhardt, Werner (43. Elle), Michael Wolfenstetter, Döring, Finn, Kumm, Thurau (90. Buse), Fernan­do.

ZFC II:              Mühlmann, Müller (84. Graf), Luck, Vojta, Kotowski, Wegner, Krüger (61. Schwar­zer),Zoberlt (84. Zschäck), Baur, Pitschel, Weiske.

Schieri:            Martin Ritter, Herbsleben

Zuschauer:      96

Tore:               0:1 Luck (42. Strafstoß), 1:1 Gerhardt (57. Strafstoß), 2:1 Fernando (81.)

 

John Schmidt

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