Kreisoberliga E Junioren: TSV 1928 Kromsdorf gegen Germania Ilmenau 1:11

Gefahr für das TSV Tor bei einem der zahlreichen „Germania Eckbälle“

Die E Junioren des SV Germania reisten zunächst ohne ihren Cheftrainer Carsten Wedekind zu diesem Auswärtsspiel beim Aufsteiger zur Kreisoberliga an. Dieser Umstand wirkte sich jedoch keinesfalls negativ auf die ersten 25 Spielminuten aus. Im Gegenteil, die mitgereisten Eltern und Großeltern und die „einheimischen Zuschauer“ erlebten die bisher beste 1. Halbzeit der noch jungen Saison des Germania Teams, die geprägt war, von hohem Tempo, viel Spielelan und Effektivität. Diesem furiosen Beginn war die junge Gastgeberelf, die noch nicht in der Kreisoberliga Fuß fassen konnte, zumindest an diesem Tage nicht gewachsen.
Mit viel Freude am Spiel zeigten die Ilmenauer, wozu sie in der Lage sind. Dabei kam Ilmenaus 2. Trainer, Oliver Höhne, ohne wesentliche Korrektur für seine Jungens auf dem Spielfeld aus. Durch Tore von Moritz (1), Felix (1), Dustin und Rodion (2) stand es bereits nach 10 Minuten 0:5. Dabei waren diese Tore beileibe keine Zufallsprodukte, sondern meist das Ergebnis von Kombinationsfußball über mehrere Stationen. Ilmenau stand in den ersten 25 Minuten sehr hoch, fing viele Bälle schon in der kromsdorfer Spielhälfte ab. Ein Umstand, der dem praktizierten Dauerdruck zu Gute kam, der aber auch Kromsdorf in der 12. Spielminute zum Ehrentreffer verhelfen sollte. Denn, als Lucas im Mittelfeld den Ball verlor und der klug vorgetragene Tempogegenstoß der Gastgeber, auch nicht mehr von Willi und Moritz unterbunden werden konnte, fiel das einzige Tor an diesem Tage, für Kromsdorf. Janis hatte, da er in diesem Moment auf der Torlinie blieb, keine Abwehrchance.
Unbeeindruckt von diesem Gegentor erspielte sich Ilmenau danach weiterhin Chancen im Minutentakt und war auch in der Chancenwerwertung nahezu perfekt. Durch weitere 4 Treffer von Rodion und ein Tor von Elias schraubte der SV Germania das Ergebnis bis zur Halbzeit auf 1:10.
Auch der kurz vor dem Seitenwechsel eintreffende Carsten Wedekind, der vorher an diesem Tage die F Junioren in Arnstadt gecoacht hatte, fand natürlich Gefallen an diesem Spielrausch seiner Truppe.
Die Halbzeitdevise, „in der 2. Halbzeit nicht nachlassen und weiterhin effektiv nach Vorne spielen, ohne die Abwehr zu vernachlässigen“, erreichte zwar die Ohren der Jungens, konnte aber in den zweiten 25 Minuten auf dem Spielfeld nicht mehr umgesetzt werden. Der unbedingte Wille sich zahlreiche Chancen zu erspielen, war wie verflogen. Es war weniger Tempo im Spiel. Obwohl auch weiterhin die Gäste optisch überlegen, das Spiel meist in die Gastgeberhälfte verlagerten, fehlte die Dynamik der ersten Halbzeit und damit ergaben sich auch nur noch wenige klare Torchancen. Viele Schüsse verfehlten nun ihr Ziel und nur noch 1 Treffer durch Rodion erzielt, lässt im Résumé den Schluss zu, die zweite Halbzeit kann man getrost vergessen und abhaken. Bei der Ursachenforschung für diesen Leistungsabfall, sollte jedoch auch am Rande der nicht aufsteckende, sympathische und tapfere Gastgeber erwähnt werden, der es nun auch besser verstand, die Räume vor dem eigenen Tor geschickt zu verengen, auch wenn dies meist auf Kosten von Eckbällen oder ins Seitenaus geschlagenen Bällen geschah.
Zielstellung für Germania muss es sein, nicht nur über 25 Minuten die an diesem Tage gezeigte Leistung abzurufen, denn bei stärkeren Gegnern sind unter Umständen 50 hochkonzentrierte Spielminuten gefragt, um bestehen zu können.
Das starke Ergebniss war ein Produkt einer geschlossenen Mannschaftsleistung, aber auch die schwächeren zweiten 25 Minuten hat das Team als Kollektiv zu verantworten.
Germania Ilmenau: Janis, Lukas, Willi, Moritz, Felix, Dustin, Elias, Rodion, Darian, Paul

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