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VfR Bad Lobenstein – SV Germania Ilmenau 4 : 4 (2:2)

Insgesamt gesehen wurde ein unterhaltsames und aufregendes Spiel von beiden Mannschaften geboten. Schon bei der Torfolge durchlebte der parteiergreifende Zuschauer ein ständiges Wechselbad der Gefühle.
Germania war aufgrund von Spielsperre und beruflichen Verpflichtungen gezwungen, die Abwehr gegenüber der Vorwoche neu aufzustellen. Es rückten S. Micheler, W. Elle und D. Döring in die Viererkette und Ph. Hörhold spielte den Sechser vor der Abwehr. Ohne dass der Gastgeber großen Druck auf die Ilmenauer Abwehr entwickelte, sah man in der Anfangsphase die Abstimmungsprobleme in der neuformierten Abwehr. Ein verunglückter Kopfball landete vor den Füßen des Gegners, ein Pass auf den freistehenden Richter, der keine Mühe hatte in der 2. min mit einem Schlenzer in die lange Ecke seine Farben in Front zu schießen. Damit nicht genug. Germania mit noch keiner gelungenen Aktion Richtung gegnerisches Tor, musste einen Pass in die Schnittstelle der Viererkette zulassen, der Spieler Linke konnte unbedrängt zur Grundlinie durchlaufen und sein Zuspiel vor das Germanentor sah den Spieler Köcher in freier Schußposition. Nach neun Minuten 2:0 für Bad Lobenstein.
Mit der Umstellung Hörhold in die Viererkette und Döring vor die Abwehr bekam das Spiel der Gäste mehr Sicherheit in der Abwehr und einen besseren Zuschnitt in der Vorwärtsbewegung. M. Finn nahm nun zusehends die Fäden im Mittelfeld auf und setzte vor allem M. Fernando im Zentrum u. Ch. Thurau auf der rechten Außenbahn in Szene. Das Spielgeschehen velagerte sich jetzt mehr in die gegnerische Hälfte und so auch die Spielanteile zugunsten Ilmenaus. In der 14. min legte Fernando von der Grundlinie für Thurau auf, dessen Schuss aber übers Tor strich. In der 30. min lief Fernando allein auf den Keeper Bad Lobensteins zu, wurde aber noch rechtzeitig bedrängt und so am erfolreichen Abschluß gehindert. In der 32. min ein zu kurz abgewehrter Ball landete halbrechts bei Ch. Thurau, er lief noch zwei Schritte auf den Strafraum zu und schoß plaziert aus 18 m in die lange Ecke zum Anschlussreffer. Das zeigte beim Gegner Wirkung. Germania jetzt eindeutig Herr auf dem Platz. Chancen fast im Minutentakt. In der 41. min passte M. Finn auf Fernando. In Mittelstürmerposition zögerte er diesmal nicht mit dem Abschluss und erzielte mit Innenpfostenschuss den verdienten Ausgleich.
Mit Beginn der zweiten Halbzeit setzte Germania gleich nach und drängte auf die Führung. 47. min Pass M. Finn auf M. Fernando. Allein vor Torwart Steinbach konnte er sich die Ecke aussuchen, schoß aber übers Tor. 56. min auf der Gegenseite. Ein weiter Ball vor den Strafraum Germanias, Foulspiel Hörhold. Den Freistoß konnte N. Bradsch trotz einer tollen Parade nur ungenügend klären, Mai von Lobenstein reagierte am schnellsten und drückte den Ball über die Linie. Germania – unbeeindruckt – spielte weiter nach vorn. 62. min Flankenball Ch. Thurau in den Strafraum, M. Fernando wurde im Sandwichverfahren zu Fall gebracht. Der Pfiff des Schieris kam sofort. Elfmeter, der gefoulte schoß selber und verwandelte sicher.
Jetzt wieder die Chance auch mal in Führung zu gehen Doch es kam wieder anders.. In der 65. min unterlief M. Finn im Mittelfeld ein leichtfertiger Ballverlust. Pass in die Tiefe der aufgerückten Germaniaabwehr, Querpass und am langen Pfosten hatte Linke keine Mühe seine Mannschaft erneut in Führung zu bringen.
Ilmenau wieder im Zugzwang, hier etwas zählbares mitzunehmen. Die Mannschaft bewies Moral und rannte weiter an. Diesmal ist es D. Döring, der einen genialen Pass in den Strafraum spielte und M. Fernando mit einem sehenswerten Schuss ins lange Eck diesen veredelte, 4 : 4, 74. min.. Beide Mannschaften wollten jetzt den Sieg. Die hochsommerlichen Temperaturen forderten aber ihren Tribut. Nachlassende Konzentration und Laufbereitschaft liesen das Spielerische nun zu kurz kommen und die Foulrate stieg. D. Kirsten langte zweimal zu (80. u. 85. min) und mußte mit Gelb-Rot vom Platz. Unrühmlicher Höhepunkt in der 92. Minute. Im Laufduell zwischen Walch und Roeppischer, grätschte letzterer vor der Ilmenauer Coachingzone Walch um. Rudelbildung und großer Tumult vor der Ilmenauer Bank. Schiedsrichter Reise (Bachfeld) behielt die Ruhe und schickte Roeppischer mit Platzverweis von selbigem.
Sehenswert bei Ilmenau das spielerische Potenzial in der Vorwärtsbewegung und die Moral nach dreimaligem Rückstand immer wieder ins Spiel zurückzufinden. Einer Spitzenmannschaft aber unwürdig das Abwehrverhalten an diesem Tag.

Statement Kai-Uwe Baumbach:

Wir haben gewusst, dass es ein schweres Spiel wird. Völlig unverständlich haben wir daher die ersten 15 Minuten verschlafen und zwei einfache Gegentore kassiert. Was unsere Mannschaft aber dann kämpferisch gezeigt hat, verdient höchsten Respekt. Wir lagen drei mal zurück und haben immer wieder ausgeglichen. Daher nehmen wir verdient einen Punkt aus diesem Spiel mit. Das Verhalten der Verantwortlichen von Lobenstein nach einer unglücklichen Aktion gegen Maximilian Walch, in der er sich hätte schwer verletzen können, erzeugt bei mir nur Kopfschütteln.

Anmerkung:  Bei dem Foul in der 92.‘ knallte Maximilian Walch mit vollem Tempo in die Werbebande am Spielfeldrand. Der Abstand von Spielfeldbegrenzung zu Werbebande beträgt ca. 60 cm !

Ilmenau: Bradsch, N.; Kirsten (85‘ GR), Walch, Elle, Micheler,S., Hörhold, Thurau, Finn, Fernando, Döring, Kumm (87‘ Jurisic)

Bad Lobenstein: Steinbach; Wirth, Roeppischer (92‘ RK), Müller, Köcher, Richter, Remmert, Linke, Mai, Tens (46‘ Gergert), Walther (76‘ Hölzel)

Schiedsrichter: Dominique Reise (Bachfeld)

Tore: 1:0 Richter (2‘), 2:0 Köcher (9‘), 2:1 Thurau (32‘), 2:2 Fernando (41‘), 3:2 Mai (56‘), 3:3 Fernando (62‘ FE), 4:3 Linke (65‘), 4:4 Fernando (73‘)

Zuschauer: 170

Uwe Frank

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Kategorien: Männer

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