Punktspiel E Junioren, Kreisoberliga: FSV Martinroda I gegen Germania Ilmenau 8:2 (4:1)

Beim Eröffnungsspiel der E Junioren Kreisoberliga der Saison 2015/2016 traf rein statistisch gesehen der Tabellenzweite der Vorsaison Germania Ilmenau auf den Tabellensieger des Vorjahres, SV Martinroda I.
Vor stattlicher Kulisse fand das Team von Ilmenau E der Saison 2015/2016 in diesem Auswärtsspiel einen Gegner vor, der sich aus einer Mannschaft rekrutiert, die über 4 Jahre in dieser Zusammensetzung Spiel für Spiel aufläuft, der schon bei den F Junioren in der Kreisliga das dominante Team der Region darstellte und schließlich mit der Erfahrung von im Vorjahr 22 Kreisoberligaspielen bei den E Junioren wuchern kann. Dieses Aushängeschild des FSV Martinroda im Juniorenbereich, das in der zurückliegenden Saison, als nahezu jüngstes E- Team der Kreisoberliga antrat und schon auf Anhieb Staffelsieger wurde, war im ersten Punktspiel der neu zusammen gestellten E Mannschaft Ilmenaus überhaupt, unter diesen Prämissen, der klare Favorit. Begründen lässt sich diese Aussage ergänzend aus dem Umstand, das kein aktueller Spieler Ilmenaus zu Saisonbeginn 2014/2015 auch nur im erweiterten Team der damaligen Stammformation der E I Junioren stand. Erst später, im Verlaufe der Saison, kamen zunächst Elias und später Rodion zum damaligen EI Team Ilmenaus, das ein harter Wiedersacher Martinrodas im Kampf um den Staffelsieg war und inzwischen in die D Junioren Altersklasse aufgerückt ist. 6 Spieler aus dem Vorjahresteam der F Junioren und drei E II Junioren der Vorsaison, die über Kreisligaerfahrung verfügen, ergänzen das neue Ilmenauer Team.
Eine gewaltige Last lag auf den Schultern der somit komplett neu formierten Ilmenauer Mannschaft, als sie zu diesem, ihrem 1. Punktspiel als E Junioren überhaupt, in Martinroda, bei dem erklärten Staffelfavoriten, antrat. Die Qualitäten des Gegners im 1. Pflichtspiel waren allen mit der Materie vertrauten Personen und natürlich auch den Kindern selbst, nur zu gut bekannt.
Es gelang speziell den jungen Spielern aus dem Kreis der ehemaligen F Junioren auch in der Tat nur schwer, den verständlichen Respekt vor der Spielstärke und Dynamik des Gegner abzulegen und zur eigenen Form und durchaus vorhandenen Spielstärke zu finden. Im nu wurde der SV Germania nach dem Spielanpfiff mit der geballten Angriffswucht des Martinrodaer Teams konfrontiert. Dem furios startenden FSV gelang es umgehend, schon nach wenigen Sekunden, das angestrebte schnelle Tor zu erzielen. Gerade das wollte Germania eigentlich vermeiden.
Das dann bis zur 10. Minute nach 2 weiteren im Kombinationswirbel der Gastgeber teilweise sehr schön heraus gespielten Gegentoren, die jungen Ilmenauer sich nicht schon aufgaben, spricht für die gute Moral der Truppe, die sicher erst im Verlaufe der Saison ihr wahres Leistungsvermögen zeigen wird.
Dieses 1. Spiel war allerdings insgesamt eine Lehrstunde für die Gäste in punkto Tempo, Passgeschwindigkeit, Passgenauigkeit, Zweikampfhärte und die Einbindung aller Mannschaftsteile in die eigenen Angriffe. Diese qualitativ hohe Spielkultur der Gastgeber war speziell für die ehemaligen F Junioren auf Ilmenauer damit auch ein Vorgeschmack darauf, was auf der Ebene der Kreisoberliga von der Mannschaft abgefordert werden wird. Für Germania also ein Fixpunkt dazu, was selbst in naher Zukunft angestrebt werden muss, um gegen durchgängig starke Gegnerschaft erfolgreich bestehen zu können und zu punkten.
Es war dabei auch eine neue Erfahrung, speziell für die jüngeren Spieler, nicht mehr selbst durchgängig Dominanz auf dem Spielfeld ausüben zu können,wenn man auf einen derart spielstarken gegner trifft, sondern das es auch möglich ist, über schnelle und präzise Konter gegen einen sehr hoch stehenden Gegner erfolgreich zu operieren.
Es gelangen Ilmenau auf dieser Grundlage bei allem Dauerpressing Martinrodas, auch mehrfach erfolgreiche Nadelstiche mit schneller Überbrückung des Mittelfeldes zu setzen, die auch die routinierten und spielstarken Gastgeber durchaus vor Probleme stellten. Aber erst nach einem berechtigten Freistoß für Ilmenau, in Strafraumnähe Martinrodas ausgeführt, war es Moritz vorbehalten, den 1., aber verdiente Gegentreffer, also den 1. Saisontreffer für Germania zu erzielen. Er bugsierte den Ball über die Mauer hinweg, unhaltbar, hoch ins Toreck. Taktisch fungierte er in dieser Begegung überwiegend als Organisator der Abwehr und rettete in dieser Funktion dabei mehrfach in höchster Not vor den heranstürmenden Gegenspielern. Im Spielaufbau fehlte er mit seiner Laufstärke aber damit weitesgehend.
Auch die 2. Halbzeit begann für Ilmenau leider wieder mit einem schnellen Gegentor durch einen Schuss aus 14 Metern zum 5:1 Zwischenstand für Martinroda.
Nach feiner Vorarbeit an der Grundlinie der Gastgeber durch Felix, der übrigens im Verlaufe des Spieles, weit mehr mit Verteidigungsarbeit beschäftigt war, als es angedacht und ihm lieb war, brauchte Dustin freistehend nur noch einzulochen. Damit war das 2.Tor Ilmenaus in der neuen Saison schon Geschichte. Siehe da, es geht ja doch schon etwas. Es wären sogar für Ilmenau 1 bis 2 Tore mehr möglich und auch 2 bis 3 Gegentore bei mehr Konzentration vermeidbar gewesen.
Am Ende steht mit dem 8:2 freilich ein standesgemäßes Ergebnis für Martinroda in der Statistik zu Buche.
Dem Ilmenauer Team wurde in diesem 1. Spiel aufgezeigt, wo überall noch Handlungsbedarf besteht, um in der Staffel der Kreisoberliga Germania Ilmenau würdig zu vertreten. Was dabei schon vorbildich war, Germania Ilmenau stämmte sich mit besten Kräften gegen eine höhere Niederlage, also kämpferisch war diese Leistung durchaus ok.
Steigerungspotential ist jedoch in spielerischen und taktischen Belangen auf nahezu allen Positionen dringend von Nöten. Auch Janis im Ilmenauer Tor bekam zu spüren, das in dieser Altersklasse ein anderer, rauherer Wind weht, sprich viele und platzierte Schüsse sein Tor erreichen. Das daraus auch Treffer resultieren, darf ihn nicht entmutigen. Bei ihm und vielen seiner Mitspieler, wechselten sich, dem Ergebnis und wie dieses zustande kam geschuldet, Licht und Schatten noch zu sehr ab. Rodion hingegen verfügt, neben Kapitän Moritz über die Fähigkeiten, zum Führungsspieler für seine jüngeren Kameraden zu werden, wenn es ihm gelingt diese besser in die eigenen Angriffe mit einzubinden, also auch einen Blick für den Nebenmann zu haben.
Bleibt nur zu hoffen, das nicht alle Gegner der neuen Saison die überdurchschnittliche Qualität des Teams der Martinrodaer aufweisen werden.
Mit dem SV 70 Tonndorf wartet am kommenden Wochenende und zwar am Sonntag, den 06.09. im Heimspiel schon der nächste Gegner auf die Germania, der ebenfalls und zwar im Heimspiel, mit einer 0:3 Niederlage gegen Haarhausen in die Saison gestartet ist.

Ilmenau: Janis, Moritz, Willi, Darian, Elias, Rodion, Felix, Dustin; Ole, Tobias, Lucas

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