SV Germania Ilmenau – SV Jena-Zwätzen 1:1 (1:0)

Die Gastgeber mussten auf die Brüder Wolfenstetter und Christopher Thurau verzichten, so dass sich eine Umstellung in der Mannschaftsaufstellung erforderlich machte. Sie sollte sich anfänglich bewähren. Germania begann offensiv, ließ den Ball laufen und kam zu Gelegen­heiten. Das Mittelfeld wurde beherrscht und die Gäste kamen selten in Nähe des Ilmenauer Tores. Die frühzeitige 1:0Führung war das Ergebnis. Weitere gute Gelegenheiten, diese aus­zubauen, blieben ungenutzt. Kurz vor der Halbzeitpause häuften sich bei Germania die Ab­spielfehler, die den Gegner ins Spiel brachten. Mit Mühe konnte die Ilmenauer Abwehr den Aus­gleich verhindern. Eine Auswechslung mit Beginn der zweiten Halbzeit brachte nicht den er­hofften Erfolg. Die Gangart wurde härter. Christoph Werner sah nach zwei Fouls innerhalb kurzer Zeit die Gelb/Rote Karte. Germania zog sich zurück und sah sich verstärkten Angriffs­aktionen der Gäste ausgesetzt. Ein weiteres Foul kurz vor der Strafraumgrenze führte für Jena zum Freistoß, der zum Ausgleich verwandelt wurde. Danach wurde das Spiel wieder ausgeglichen. Es blieb beim 1:1Remis.

Nachdem der Gegner einen ersten verheißungsvollen Angriff gestartet hatte, den David Kirsten mit starkem Einsatz unterbrach, lief der Konter über rechts. Den folgenden Flanken­ball köpfte Marc Fernando knapp neben das Gästetor. Antonio Kumm wurde von Marcus Finn nach vorn geschickt, lief von links in den Strafraum und legte auf Fernando ab. Der lenkte den Ball zum 1:0 ins Tor. Es folgten weitere Gelegenheiten, die sich für Amarell und Fernando ergaben. Amarells Abschluss kam zu schwach. Nach Rückpass Finns von der Grundlinie konnte Fernando aus kurzer Distanz in zwei Versuchen Ron Thaler im Jenaer Tor nicht überwinden. Danach ermöglichten Deckungsschwächen den Gästen zwei Konteran­griffe. Mit Mühe konnten Christoph Gerhardt und Philipp Hörhold Sebastian Figuths beim Ab­schluss hindern. Hörhold klärte kurz darauf gegen den gleichen Spieler mit dem Kopf zur Ecke.

Der zweite Spielabschnitt begann mit einer Chance für Ilmenau. Kevin Nenz verpasste den Ball. Finn lief rechts allein dem gegnerischen Tor entgegen und legte den Ball Fernando vor, der an diesem vorbeischlitterte. Nach dem Platzverweis für Werner häuften sich die Zwei­kämpfe. Der Unparteiische griff des Öfteren zu den Karten und versuchte so das Spiel im Rahmen zu halten. Markus Amarell brachte nahe der Strafraumgrenze Figuth zu Fall. Den fälligen Freistoß setzte Marcel Rögner an der Mauer vorbei zum 1:1Ausgleich in den rechten Torwinkel. Für Nils Bradsch gab es nichts zu halten. Es blieb trotz beiderseitigen Bemühun­gen bei dem Unentschieden.

Trainer Kai-Uwe Baumbach war, wie die gesamte Mannschaft von dem Ablauf enttäuscht:

„Wir nutzten unsere eigenen Stärken nicht und hörten nach 30 Minuten auf, Fußball zu spie­len. In der zweiten Halbzeit waren wir total von der Rolle. Einige Spieler haben ihre normale Leistung nicht abgerufen. Der Ausgleich war nur eine Frage der Zeit. Wir müssen mit dem einen Punkt zufrieden sein.“

Germania:      Bradsch, Werner (57. GR), Micheler, Kirsten, Hörhold, Gerhardt (46. Walch), Döring, Finn, Kumm, Amarell (76. Buse), Fernando.

SV Zwätzen:    Thaler, Nenz, Figuth (57. Noll), Wolff, Tauch, Hentrich, Gleitsmann, Schneider, Mill (76. Barich), Czimmernings, Rögner.

Schieri:            Patrick Runknagel, Barchfeld

Zuschauer:    90

Tore:               1:0 Fernando (14.), 1:1 Rögner (76.)

John Schmidt

Keine Kommentare
Kategorien: Allgemein, Männer

0 Kommentare