Punktspiel F Junioren, Kreisliga KFA Mittelthüringen, Staffel 3: FSV Martinroda gegen SV Germania Ilmenau: 0:0

Am Ende der Hinrunde deutete sich an, das der heutige Spieltag in dieser Staffel die Entscheidung über den Staffelsieg zwischen 2 der stärksten Mannschaften Mittelthüringens und der Staffel 3, die sich lange Zeit ein Kopf an Kopf Rennen lieferten, werden würde.
Es sollte jedoch ganz anders kommen. Der Endspielcharakter war schon seit ca. 3 Wochen verflogen, da die Auslegung des § 14 der Spielordnung des TFV durch den KFA sich darin äußert, das 2 krankheitsbedingt ausgefallene Spiele mit Beteiligung des SV Germania gegen Germania, also als verloren gewertet wurden, alle anderen ausgefallenen Spiele der Staffel, welch Wunder auch immer, neu angesetzt und auch ausgespielt wurden. Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Mir dieser Regelung des KFA Mittelthüringen wurde somit die Entscheidung um den Staffelsieg am „Grünen Tisch“ herbei geführt und eine sportliche Entscheidung dieses Duelles von vornherein unmöglich gemacht.
Dieses Urteil, zu Ungunsten des SV Germania, sollte man sich erst mehrmals auf der Zunge zergehen lassen, bevor man es herunter schluckt, es ist wohl in seiner Art einmalig weit und breit und dazu fern jeder Logik, da in beiden Fällen, nachweisbar kein schuldhafter Nichtantritt vorlag.
Somit ging es heute nur noch um die „Goldene Ananas“, sprich die Ehre in diesem Spiel zu zeigen, das beide Teams zu Recht das Niveau der Staffel bestimmten.
Die Leistungen beider Mannschaften in dieser Saison sind es übrigens wert, auch im Kreispokalwettbewerb gewürdigt zu werden. Beide Teams erreichten das Halbfinale, Martinroda scheiterte knapp am späteren Endspielsieger SV 03 Weimar, der SV Germania siegte sportlich in seinem Halbfinale gegen die starke Mannschaft von Schwarza I, wurde jedoch formal juristisch durch einen menschlich bedenklichen Einspruch Schwarzas am „Grünen Tisch“ um die verdiente Endspielteilnahme gebracht. Also nicht gerade Balsam für die jungen Seelen und leider kein Motivationsschub.
Nun zum heutigen Spiel einige Worte. Spielerisch erreichte diese Begegnung nicht das Niveau des Hinspieles. Es war jedoch ein bis zur letzten Sekunde spannendes, schnelles Kampfspiel, in dem Martinroda es hervorragend verstand die Passwege dicht zu machen und damit ein Spiel zu stande kam, das sich überwiegend im Mittelfeld abspielte. Somit waren fließende Kombinationen, über mehrere Stationen, nur ansatzweise zu sehen. Die aufmerksamen Abwehrreihen liesen nur selten Strafraumszenen zu, so dass das Spiel von teilweise übertriebenen Dribblings, also Einzelleistungen lebte, bei denen dann die Überzahl der gegnerischen Spieler, die sich beim ballführenden Gegenspieler einfanden, entscheidend für den meist nicht erfolgreichen Abschluss wurde.
Dennoch Chancen gab es auf beiden Seiten. Etwa der verdeckte, straffe Fernschuss aus 12 Metern auf das Martinrodaer Gehäuse, beim dem der Torjubel schon auf den Lippen lag, den der Gastgeberkeeper aber hervorragend aus der Torecke fischte. Oder das Solo Martinrodas, als es einem Martinrodaer gelang, zentral in die Strafraumnähe und zum Torschuss zu kommen. Aber auch Janis im Ilmenauer Tor war stets auf der Höhe des Geschehens. Einige weitere Fernschüsse verfehlten auf beiden Seiten das Ziel.
Am Ende sicher ein leistungsgerechtes 0:0 Unentschieden, der sonst in der Serie eigentlich so torhungrig auftretenden beiden Spitzenteams.
Die Jungens, Eltern der F Junioren und die Trainer des SV Germania gratulieren an dieser Stelle dem FSV zum vorzeitig errungenen Staffelsieg recht herzlich. Da Martinroda aus beiden Spielen zusammen 4 Punkte mit einem Torverhältnis von 4:3 holte, ist dieser Erfolg natürlich verdient.
Allerdings gratulieren wir nur zum Staffelsieg, nicht etwa zum Kreismeister der Saison 2014/2015 (so der T-Shirtaufdruck), denn der müßte nach Lage der Dinge zwischen den 5 Staffelsiegern des KFA ausgespielt werden.
Auch die Jungens des SV Germania haben eine überaus erfolgreiche Saison gespielt, obwohl äußere, gewollte oder ungewollte Umstände, die nicht von ihnen selbst beeinflussbar waren, dazu geführt haben, das sie am Ende der Saison ohne Titel da stehen.

SV Germania: Janis, Lucas, Willi, Michel, Moritz, Dustin, Felix, Finn, Tristan

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