2. Kreisklasse, Staffel D

SV Eintracht Frankenhain – SV Germania Ilmenau 2 1:2 (0:1)

Mit Eintracht Frankenhain und Germania Ilmenau 2 trafen die beiden erstplatzierten Mann­schaften der 2. Kreisklasse, Staffel D in Crawinkel aufeinander. Insofern sprach man von einem Spitzenspiel, weil sich der Sieger die Chancen auf den Aufstieg in die 1. Kreisklasse  erwarb. Die 120 Zuschauer, die dem Spiel beiwohnten, gaben diesem auch einen stimmungs­vollen Rahmen. Dabei wäre ein sachlicher Disput des überwiegend Frankenhainer Anhangs wünschenswert gewesen. In spielerischer Hinsicht erfüllte das Spiel nicht die Erwartungen. Der kleine enge und unebene Platz ließ ein Kombinationsspiel nicht zu. Dazu war auch das spielerische Vermögen der beiden Mannschaften zu unterschiedlich ausgeprägt. Die Vorteile lagen da bei den Gästen, während Frankenhain auf Einsatz und Kampf setzte. Letztlich ge­wann Ilmenau das Spiel hochverdient, wobei sich die Mannschaft durch eine schlechte Chan­cenverwertung und ein unkluges takti­sches Verhalten bald selbst ein Bein gestellt hätte. Die Gäste begannen das Spiel zunächst entsprechend ihres besseren spielerischen Vermögens offensiv und verlagerten es in die Hälfte des Gegners. Es ergaben sich Gelegenheiten, die ungenutzt blieben. Dagegen blieb Sebastian Bulla im Germaniator bis auf eine Situation be­schäftigungslos. Da aber reagierte er glänzend und nahm den allein vor ihm auftauchen­den Pierre Ziehn den Ball vom Fuß. Kurz vor der Halbzeitpause gelang Sven Biehl die Ilme­nauer Führung. Nach Flanke von links köpfte er den Ball entgegen der Flugrichtung in die lange Torecke. In der zweiten Halbzeit fabrizierten die Gastgeber ein Eigentor. Fabian Gerlach und Torwart T. Sauerbrey waren sich bei einer Flanke in den eigenen Strafraum uneinig. Der Ball sprang auf und über den Keeper ins Tor zum 0:2. Danach begingen die Gäste den Fehler, nicht offensiv weiterzuspielen und zogen sich zurück, obwohl aufgrund ihres Vermögens dafür keine Notwendigkeit bestand. Eintracht besetzte das Mittelfeld und bekam Gelegen­heiten zum Abschluss. Zumeist lagen die Schüsse über und neben dem Germania-Tor. Als der beste Frankenhainer Spieler Mannschaftskapitän Denny Dammrich schließlich knapp neben den rechten Pfosten flach zum 1:2 ins Tor traf, wurde es noch ein­mal spannend. Tim Appen­roth hatte die Vorentscheidung auf den Fuß. Er lief allein auf das Eintracht-Tor zu und rutsch­te beim Abspiel auf den rechtspostierten Franz Füßl aus. Die Chance war vertan. In der ver­bleibenden Zeit gab es für Frankenhain keine Gelegenheit mehr, den verdienten Erfolg der Ilmenauer zu verhindern. Was dem Spielausschuss des KFA Mittelthüringen ein derartiges Spiel wert ist, zeigt die Tatsache, dass Schiedsrichter Lothar Wellendorf aus Gräfenroda das Spiel allein leiten musste. Unter diesen Umständen machte er seine Sache ordentlich.

Eintracht:        Sauerbrey, Gerlach (73. Fröhlich), Schwarz (56. Kloß), Leffler, Nagel, Dammrich, Schmelzer, Ziehn, Kießling, Gerhardt, Nallermann.

Germania 2:    Bulla, Schneider, Müller, Muth, Görtler, Brömel, Polowy, Biehl (53. Schnei­der), Appenroth (81. Rischmüller), Pachulsky (73. Füßl), Hellmuth.

Schieri:            Lothar Wellendorf, Gräfenroda

Zuschauer:      120

Tore:               0:1 Biehl (39.), 0:2 Gerlach (53.Eigentor), 1:2 Dammrich (67.)

John Schmidt

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Kategorien: Allgemein, II. Männer

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