Pokalhalbfinale 2015 F Junioren KFA Mittelthüringen: SG Schwarza I gegen SV Ilmenau: 2:3 nach Neunmeterschießen; (1:1)

Neumeterheld Janis wird beglückwünscht


Am 02.05. standen sich ab 10.30 Uhr in Schwarza, der Gastgeber Schwarza I und der SV Germania Ilmenau im Halbfinale des Pokalwettbewerbes des KFA Mittelthüringen gegenüber.
Schwarza, durchgängig besetzt mit Spielern des Jahrganges 2006, ist aktuell bei 11 ausgetragenen Spielen souveräner Tabellenführer der Staffel 5, hat 31 Punkte auf dem Habenkonto und ein Torverhältnis von 96:5. Zusätzlich wurde das Team Hallenkreismeister.
Der Gast Ilmenau, besetzt mit 4 Spielern des Jahrganges 2006, 3 Spielern des Jahrganges 2007 und 2 Spielern im G Juniorenalter, ist aktuell Tabellenzweiter der Staffel 3, hat bei, im Moment 12 in der Wertung stehenden Spielen 30 Punkte bei einem Torverhältnis von 94:6 in der Statistik stehen.
Ilmenau wurde zudem Dritter der Hallenmeisterschaften.
Obwohl Schwarza zweifelsohne vor der Begegnung einen Bonus durch den Heimvorteil hatte, sprachen die anderen Statistikzahlen von nahezu ausgeglichenen Mannschaftsleistungen, die ein Spiel auf Augenhöhe erwarten liesen.
Vom Leistungsvermögen her, hätten also durchaus beide Teams es verdient, das Endspiel zu erreichen.
Ilmenau hatte in den zurückliegenden Punktspielen des Jahres 2015 noch nicht an die Form der Hinrunde anknüpfen können, fuhr aber trotzdem mit viel Selbstvertrauen und dem unbändigen Willen den Finaleinzug zu buchen, nach Schwarza. Schwarza hingegen gewann seine ersten Punktspiele 2015 souverän.
Die offensichtliche körperliche Überlegenheit der sehr ausgeglichen besetzten Schwarzaer Mannschaft erbrachte jedoch kaum entscheidende Vorteile für den Gastgeber, der durch die gut eingestellten, laufstarken und kombinationssicheren Gäste meist gezwungen wurde, mit steilen Pässen auf die schnellen Sturmspitzen zu operieren. Aber Ilmenaus Abwehr war eine „Bank“. In der Spielanlage trat Ilmenau dem Konzept der Gastgeber, wie gesagt mit Kombinationsfußball aus der Abwehr heraus entgegen und erspielte sich damit insgesamt sogar deutliche Chancenvorteile für eine durchaus mögliche Spielentscheidung in der regulären Spielzeit. Dabei war Ilmenaus Dustin durch die Schiedsrichterentscheidung, ohne Brille, das Spiel zu bestreiten, zunächst nahezu vollkommen außer Gefecht gesetzt, da er ohne Brille eigentlich hilflos ist. Das bedeutete zusätzlichen Laufaufwand für seine Mitspieler. Erst, als er später im Spielverlauf seine Sehhilfe nach Intervention beim Schieri endlich nutzen durfte, konnte er sein wahres Leistungsvermögen noch an den Tag legen.
Es wurde wie erwartet ein hart umkämpftes Spiel, in dem Schwarza die körperlichen Vorteile gegenüber den jüngeren Ilmenauer Kickern durch hohen Einsatz dazu nutzen wollte, den Spielfluss der Gäste wirkungsvoll zu unterbinden. Hier wäre durchaus mehrmals ein Schiedsrichterpfiff bei zu großer Härte, an der Grenze des Erlaubten angebracht, ja sogar notwendig gewesen.
Allerding, in Zählbares, sprich Treffer, konnte der Gastgeber dieses körperliche Plus zunächst nicht ummünzen.
Ilmenau ging durch einen Direktschuss im Anschluss an einen Eckball durch seinen Kapitän Moritz in der 16. Spielminute in Führung und hielt diese bis weit in die 2. Halbzeit hinein. Schwarza gelang erst nach einem weiteren langen Ball in den Ilmenauer Strafraum, durch den Umstand, das Janis im Herauslaufen diesen Ball offensichtlich unterschätzte, der Ausgleich, der auch nach Verlängerung noch Bestand hatte.
Dabei versäumte es Ilmenau, z.B. bei Pfostenschüssen von Felix in den ersten 40 Minuten und schließlich dessen Solo in der Verlängerung, bei dem er 3 Gegenspieler narrte, aber mit seinem schwachen linken Fuß den Ball verzog, die Vorentscheidung vor dem Abpfiff zu erzwingen.
Somit mußte das allseits unbeliebte Neunmeterschießen die Entscheidung erbringen.
Felix, eigentlich ein sicherer Neunmeterschütze, zielte zu genau und traf den Pfosten (Resultat: Tränen und Enttäuschung), Schwarzas erster Schuss ging neben den Pfosten. Moritz und Janis verwandelten dann Ihre Neuner, einen weiterer Schuss Schwarzas erreichte Janis reaktionsschnell, er konnte jedoch den Ball nicht mehr entscheidend abwehren und schließlich hielt er den letzten und spielentscheidenden Schwarzaer Neunmeter. Er wurde damit, neben Moritz, zum eigentlichen Pokalhelden dieses Halbfinales. Einen Neunmeter gehalten, einen selbst verwandelt, super.
Unbeschreiblich danach der Jubel seiner Mitspieler und der Ilmenauer Trainer und Betreuer, die ihn deshalb und mit Recht auch mächtig feierten.
Der Gegner im Endspiel ist nun SC 03 Weimar I, das sich im 2. Halbfinale mit 4:3 gegen den Ilmenauer Staffelgegner Martinroda durchsetzen konnte.
Dank an Frau Pfeffer für die gelungenen Fotos zum Spiel.
Aufstellung Germania Ilmenau: Janis, Michel, Willi, Moritz, Tristan, Felix, Dustin, Lukas, Finn

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