SG FC Motor Zeulenroda – SV Germania Ilmenau 2:2 (1:0)

Nach dem 1:0-Hinspielsieg gegen den Gastgeber und dem vorwöchentlichen 2:0-Heimsieg gegen Jena-Zwätzen war es die Absicht der Ilmenauer Mannschaft, in Zeulenroda nicht zu verlieren und mit einem Punktgewinn den Abstand zur Tabellenspitze zu halten. Das gelang mit dem Remis. Das Ergebnis wird aber der gezeigten Leistung Germanias nicht gerecht. Die größeren Spiel- und Chancenanteile hatten die Gäste. Ihre Schwäche war deren Nutzung. Obwohl die Gastgeber frühzeitig in Führung gingen, beeindruckte das die Ilmenauer nicht. Sie bestimmten das Spielgeschehen, glichen aus, gingen selbst in Front  und standen alleine viermal während des gesamten Ablaufs dem gegnerischen Torwart allein gegenüber. Es war Marc Fernando, der spielerisch und läuferisch eine hervorragende Leistung zeigte, die Ger­ma­niatore glänzend vorbereitete, aber im Abschluss Nerven zeigte. So gelang schließlich statt des möglichen 1:3 den Gastgebern im Kontern noch der Ausgleich.

Der FC Motor, der in den letzten Spielen erfolgreich abschnitt, begann die Partie selbstbe­wusst und offensiv. Dominic Schmidt war auf der linken Seite freigespielt worden und schoss aus spitzem Winkel ab. Der Ball wurde abgefälscht und landete unhaltbar für Nils Bradsch im langen Eck zum 1:0. Die Gäste ergriffen danach sofort die Initiative, kamen zu Eckbällen und Chancen. Nach einem gelungenen Spielzug über Christopher Thurau und Marcus Finn zu Fernando, zögerte dieser zu lange allein vor Keeper Tom Mäusebach stehend. Eine weitere Kombination endete bei Fernando, der auf Mäusebach zulief, aber übers Tor schoss. Weitere Freistöße von Max Weigelt und Daniel Döring ausgeführt, wurden abgewehrt. Werner köpfte einen Eckball knapp neben das Tor. Die Gastgeber retteten die knappe Führung in die Pause.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit waren die Gäste wieder präsent. Fernando startete einen Sololauf über die linke Seite. Seinen Schuss wehrte Mäusebach zur Seite ab und der mitge- laufene Thurau setzte den Ball zum 1:1-Ausgleich in den Kasten. Die Gäste blieben am Drü­cker. Fernando ging links zur Grundlinie und passte nach innen. Thurau kam vor dem Motor-Schlussmann an den Ball und traf zum 1:2. Die Gastgeber wehrten sich, teilweise mit unfai­ren Mitteln. Christian Thäder bekam das zu spüren. Er musste mit der Ampelkarte vom Platz. Germania hatte die endgültige Entscheidung vor den Augen und Fernando vor den Füßen. Er spielte seinen Gegenüber aus, stand allein vor Mäusebach und schoss den Ball über die Quer­latte. Es folgte der Abstoß über die aufgerückte Ilmenauer Abwehr hinweg. Dustin Schmidt erlief sich den Ball und hob ihn über Bradsch, der ihm entgegenkam, hinweg zum 2:2 in die linke Torecke. Das brachte die Gastgeber wieder ins Spiel. Die verbliebenen 10 Minuten bemühten sich beide Mannschaften um den Sieg. Es blieb beim Remis.

Germania-Trainer Kai-Uwe Baubach sagte nach Spielschluss: „Wir haben eine gute Spielqua­lität aufs Feld gebracht, sie aber dort liegen lassen. Letztlich haben wir den ursprünglich ge­planten Punkt mitgenommen. Es war aber mehr möglich. Die vorhandenen Chancen blieben ungenutzt.“

SG FC Motor:   Mäusebach, Weiser, Lenßer, Böhm (88. Maurer), Du. Schmidt, Beetz (73. Kotlinsky), Do. Schmidt, Franzen (58.Draschar), Schulz,Thäder (58. GR), Sengewald.

SV Germania: Bradsch, Werner Gerhardt, Wolfenstetter, S. Micheler, Döring, Finn, Amarell,Thurau (89. Fischer), Weigelt (90 + 1 Leonov), Fernando.

Schieri:            Michael Geiler, Langenwetzendorf

Zuschauer:      116

Tore:               1:0 Dominic Schmidt (5.), 1:1/1:2 Thurau (55./58.), 2:2 Dustin Schmidt (80.)

John Schmidt

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