SV Germania Ilmenau – SV Jena-Zwätzen 2:0 (1:0)

Die Gäste boten im Ilmenauer Hammergrund eine Leistung, die aufgrund ihres Tabellen­standes überraschend kam. Die Mannschaft versuchte nicht, mit einer Defensivtaktik über die Runden zu kommen, sondern spielte von Anbeginn offensiv und forderte die Germania-Abwehr. Da die Gastgeber nicht gewillt waren, das Spiel aus der Hand zu geben, entwickelte sich durchgehend eine laufstarke und kämpferisch betonte Partie. Dabei lagen die Chancen­vorteile bei den Ilmenauern, die aber erneut mit deren Verwertung ihre Probleme hatten. Auf der Gegenseite musste die Ilmenauer Abwehr ihr ganzes Können aufbieten, um mögliche Tore des Gegners zu verhindern. So wehrte in der Schlussphase Germania-Keeper Nils Bradsch einen Elfmeter ab und hielt so das Spiel offen.

Mit dem Anpfiff gingen beide Mannschaften gleich zur Sache. Einen Angriffszug über die linke Seite schloss Weigelt mit einem Schrägschuss knapp am Gästetor vorbei ab.

Ein Ballverlust der Ilmenauer in der Vorwärtsbewegung brachte Felix Mill vor dem Ilmenauer Tor in gute Position. Er schoss am Pfosten vorbei ins Aus. Amarell ließ sich im Gästestrafraum vom Ball drängen. Felix Mill verfehlte erneut das Ilmenauer Tor knapp. Es folgte ein Ilme­nauer Spielzug, der von Weigelt über Fernando zu Simon Micheler lief. Der hatte keine Mü­he, freistehend vor dem gegnerischen Schlussmann den Ball in die linke Torecke zur 1:0-Führung zu schieben. Fernando bot eine läufe­risch hervorragende und einsatzstarke Leis­tung. Im Abschluss zeigte er Nerven. Finn hatte ihn mit einem sehenswerten Pass bedient. Allein vor Keeper Thaler auftauchend, verzog er den Ball neben den linken Pfosten ins Aus. Wenig später scheiterte er in ähnlicher Aktion am Torwart. Das wäre eine Vorentscheidung gewesen. Mit Beginn der zweiten Halbzeit versuchten die Gäste, das Ergebnis zu korrigieren. Mit letztem Einsatz stoppte Gerhardt im eigenen Strafraum Peter Mill und verhinderte so den Ausgleich. Dem erlösenden 2:0 ging ein Angriffszug über rechts voraus. Wolfenstetter  zog den Ball von der Strafraumgrenze über den Torwart hinweg an die Lattenunterkante. Die Kugel prall­te nach unten und über die Torlinie. Der Assis­tent zeigte den Treffer an. Die Gäste gaben sich nicht geschlagen. Als im Ilmenauer Straf­raum Burghardt regelwidrig gefoult wur­de, trat Felix Mill zur Ausführung des Elfmeters an. Bradsch ahnte die Ecke und verhinderte den Anschlusstreffer. In der Nachspielzeit scheiter­te Fernando mit einem weiteren Freistoß an Thaler.

Germania-Trainer Kai-Uwe Baumbach schlussfolgerte: „Es war ein schweres Spiel gegen einen Gegner der unteren Tabellenhälfte. Wir wurden durchgehend einsatzmäßig und läu­ferisch von diesem gefordert. Dabei lief nicht alles optimal zusammen und einiges wäre besser zu lösen gewesen. Unser Torwart hielt den Strafstoß und uns im Spiel. Der Sieg war verdient.“

Germania:       Bradsch, S. Micheler, Gerhardt, Hörhold, Amarell (56. Werner), Wolfenstetter, Döring, M. Micheler, Finn (90. Rausch), Weigelt (82. Leonov), Fernando.

SV Zwätzen:    Thaler, Figuth, Wolff, Hentrich, Gleitsmann, F. Mill, Rögner (68. Stubenrauch), P. Mill (51. Michel), Czimmemings (64. Völz), Burghardt, Wolter.

Schieri:            Thomas Hahn Buttlar

Zuschauer:      90

Tore:                1:0 S. Micheler (19.), 2:0 Wolfenstetter (63.)

 

John Schmidt

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