1. FC Greiz – SV Germania Ilmenau 4:1 (1:0)

Die Ilmenauer wollten in Greiz punkten, um den Abstand zur Tabellenspitze zu halten. Das gelang nicht, weil die vorhandenen Gelegenheiten ausgelassen wurden, die Mannschaft in der Vorwärtsbewegung einige Male ausgekontert wurde und die Enge auf dem kleinen Kunst­rasenplatz angedachte Spielzüge verhinderten.

Die Gäste hatten den besseren Start und begannen offensiv. Zwei Eckbälle in den ersten vier Minuten hätten Germania in Front bringen müssen. Marc Fernando scheiterte aus Nahdis­tanz. Ilmenau blieb weiter am Drücker. Ein Ballverlust führte zum Gegenzug. Der agile Philipp Gneupel kam auf der linken Seite frei zum Schuss. Nils Bradsch konnten den Ball zur Seite ab­wehren. Der wurde vom unbewachten Steven Thomas zum 1:0 ins Tor gewuchtet. Germania gestaltete das Spiel weiter ausgeglichen. Chancen ergaben sich auf beiden Seiten. Erneut war es Gneupel, der von der Straf­raumlinie ungehindert zum Abschluss kam und den linken Pfosten traf. Christoph Werner flankte in den gegnerischen Strafraum. Fernando legte sich  den Ball zu weit vor und Keeper Oliver Dix konnte klären. Weitere Möglichkeiten erga­ben sich für Marcus Finn (Freistoß), Philipp Hörhold (übers Tor) und erneut Fernando (abge­drängt). Nach Wiederbeginn hatte Germania ein starke Phase und bedrängte das Greizer Tor. Finn drang in den 16Meterraum ein und wurde von den Beinen geholt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Christoph Gerhardt sicher zum 1:1-Ausgleich in die rechte Torecke.

Danach schlichen sich Unsicherheiten in die Ilmenauer Aktionen ein. Eine Spielverlagerung der Gastgeber auf die rechte Seite führte zu einem abschließenden Flankenball, der von dem völlig frei vor dem Germaniator stehenden Gneupel flach in die linke Torecke zur 2:1-Füh­rung verwandelt wurde. Wenig später erhöhte der FC auf 3:1. Erneut wurde von der rechten Seite eine hohe Eingabe vor das Ilmenauer Tor geschlagen. Ramon Czerwenka blieb unge­deckt und köpfte den Ball ins Tor. Die Gäste gaben nicht auf und bemühten sich um eine Re­sultatsverbesserung.  Es kam zu kleinen Rangeleien. Der junge Schiedsrichter bediente sich von Anbeginn einer lockeren Spielführung und ließ einiges ungeahndet. Das führte auf bei­den Seiten zu Unstimmigkeiten und zum Spielende hin zu Gelben Karten. Nachdem kurz vor dem Spielende ein 20Meterfreistoß von Fernando von Dix mit Mühe zur Ecke abgewehrt worden war, folgte in der Schlussminute ein weiterer Konterangriff, der nach einer Eingabe dem frei vor dem Ilmenauer Tor stehenden Lukas Nietsch ermöglichte, den Ball zum 4:1 ins leere Tor zu schieben. Die Höhe der Niederlage entsprach nicht dem Spielverlauf.

Das abschließende Fazit des Ilmenauer Trainers Kai-Uwe Baumbach lautete: „Wir haben dem aggressiv agierenden Gegner nur bedingt gemeinschaftlichen Widerstand entgegengesetzt und erlaubten uns Fehler, von denen der Gastgeber profitierte. Letztlich konnten wir die Leis­tung, die wir uns vorgenommen hatten, nicht abrufen.

1. FC:               Dix, Nitschke, Milde, Himmer, Gneupel (83. Lauber), Schiller, Klatt, Thomas. Watzek), Nietsch, Czerwenka, Küstner (87. Bauch).

Germania:       Bradsch, Werner, Gerhardt, Wolfenstetter, Amarell (87. Fischer), Hörhold, Döring, Finn, M. Micheler (87. Buse), Thurau, Fernando.

Schieri:            Christian Bürger, Harra

Zuschauer:      100

Tore:               1:0 Thomas (12.), 1:1 Gerhardt 53. Strafstoß), 2:1 Gneupel (65.), 3:1 Czerwen­ka  (68.), 4:1 Nietsch (90.).

John Schmidt

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