SV Germania Ilmenau – SV Stahl Unterwellenborn 0:1 (0:1)

Die Ilmenauer Zuschauer und deren Aktive verließen enttäuscht den Hammergrund. Aus dem sicheren Punktgewinn gegen den Tabellenletzten war nichts geworden. Das Fußball­spiel als solches verdiente sich diesen Namen nicht. Die Gäste hatten zunächst nur das Ziel Tore zu verhindern und darauf war ihre Taktik ausgerichtet. Sie postierten sich mehr und mehr vor ihrem eigenen Strafraum und vermauerten ihr Tor. Als mit einem ihre wenigen Konterangrif­fe kurz vor der Pause noch die Führung gelang, spielte Germania die zweite Halbzeit aus­schließ­lich in deren Hälfte. Das Spiel hätte sicher einen anderen Verlauf ge­nommen, wenn der Schiedsrichter, nachdem Fernando im Strafraum niedergerissen worden war, folgerichtig auf Elfmeter entschieden hätte. Das tat er nicht, so wie auch weitere seiner Entscheidungen an der Außenlinie für Unverständnis sorgten. Die Hauptursachen der Ilme­nauer Niederlage lagen zuerst aber an einer Reihe von Torgelegenheiten, die ausgelassen wurden und nicht an den neuen Leuten, die für die gesperrten Weigel, Döring, Gerhardt und den verletzten Manuel Micheler mit aufliefen.

Germania begann das Spiele engagiert und offensiv. Simon Michelers scharf von links geschossener Ball wurde zu kurz abgewehrt. A-Junior Franz Buse traf im Nachschuss knapp neben den linken Pfosten ins Aus. Marc Fernando wurde lang angespielt. Mit Glück klärte Gäste-Keeper Heiko Kugler im Herauslaufen. Nach einer Viertelstunde kamen die Gäste zu einer Möglichkeit, die Jan Zeitler vergab. Er verfehlte von rechts das Ilmenauer Tor. Christo­p­her Thurau kam einige Male über die linke Seite, kam jedoch nicht zum Abschluss. Als Buse Fernando freispielte, konnte der Gäste Torhüter mit einer Glanzparade dessen Ball abweh­ren und den Gegentreffer verhindern. Buse bediente erneut Fernando, der im Strafraum zu Boden gerissen wurde. Das Spiel lief weiter. Für die Gäste ergab sich die zweite Chance. Zeitler nutze einen Deckungsfehler der Ilmenauer Abwehr und lief Nils Bradsch entgegen. Es kam zum Pressschlag, den der Angreifer gewann. Er setzte den Ball über das leere Tor. Die dritte Gelegenheit der Gäste ergab den Führungstreffer. Ein Freistoß von der Mittelinie wurde in den Germania-Strafraum geschlagen. Es verunglückte ein Kopfball, der Martin Müller-Sachs vor die Füße fiel. Der hatte keine Schwierigkeit, den Ball in die rechte Torecke zu bug­sie­ren.

Im zweiten Spielabschnitt rannten sich die Gastgeber in der vielbeinigen Abwehr der Unter­wel­lenborner fest. Es fehlten die Ideen, um ihnen beizukommen. Das Spiel wurde hektischer, ohne auszuarten. Die Gäste brachten den Sieg recht glücklich über die Zeit.

Kai-Uwe Baumbach hatte die Mauertaktik des Tabellenletzten erwartet: „Es war klar, das die Gäste in erster Linie sich zurückziehen würden. Wir hatten aber die Chancen, das Spiel für uns zu entscheiden. Sie blieben ungenutzt. Über die Leistung des Schiedsrichters sage ich nichts. Der klare Strafstoß, der nach dem Foul an Fernando folgen musste, wurde nicht gege­ben. Er hätte bei Vollstreckung dem Spiel einen anderen Verlauf gegeben.“

Germania:       Bradsch, Amarell, Hörhold, Wolfenstetter, S. Micheler, Werner (76. Ibrahim), Finn,   Buse (58. Appenroth), Fernando, Brömel (87. Fischer), Thurau.

Stahl:               Kugler, Zeitler,Rühr, Arper, Wolter, Müller-Sachs, Geßner, Reichmann, Meyer, Spitzner, Kowalleck (87. Göllnitz).

Schieri:            Chris Holland, Trusetal.

Zuschauer:      80

Tor:                 Müller-Sachs (42.)

John Schmidt

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