TSV Bad Blankenburg – SV Germania Ilmenau 1:2 (0:0)

Die Gäste traten ohne ihre privat verhinderten Zwillinge Micheler auf dem gut bespielbaren, aber räumlich kleinen Kunstrasenplatz in Bad Blankenburg an. Es wurde sofort deutlich, dass mit einem Klein-Kleinspiel nichts anzustellen war. Deshalb überwog bei den Mannschaf­ten der kämpferische Einsatz, während die spielerischen Elemente zu kurz kamen. Sie stell­ten beide die Räume zu und die Gastgeber versuchten mit einer Doppeldeckung für Marc Fer­nan­do, dem zu erwarteten Angriffsdruck der Ilmenauer entgegenzuwirken. Dadurch wurden eine Reihe von Angriffsaktionen unterbrochen und die Ballverluste und Fehlabspiele häuften sich. Steile Zuspiele über die Außenpositionen hatten Seltenheitswert, und wenn sie zustan­de kamen, schufen sie Gefahr. Die Tore fielen durch diese. Die Körperkontakte häuften sich und führten zu Freistößen.  Der Schiedsrichter leitete aber das Spiel überlegt und sorgte für die notwendige Disziplin auf dem Platz.

Das Spiel begann mit einer ersten Gelegenheit für die Gäste. TSV-Keeper Reichardt nahm regelwidrig einen Rückpass auf. Den fälligen indirekten Freistoß nahe der Torlinie setzte Fernando in die Mauer. Die folgenden zwei Nachschüsse wurden ebenfalls abgewehrt. Die Gastgeber kamen nach einer Viertelstunde gefährlich vor das Germaniator. Paul Burghause brachte aber einen Freistoß von der Strafraumgrenze nicht an der Abwehrmauer vorbei. Auf der Gegenseite lenkte Reichardt einen Kopfball von Markus Amarell an die Lattenoberkante.

Für den TSV ergab sich die große Chance, in Front zugehen.  Germanias Torwart Nils Bradsch wehrte einen Schrägschuss von Andrzej Mazur ab und Christoph Gerhardt versuchte, vor Olaf Mahlke an den Ball zu kommen. Letzterer fiel und der Referee zeigte auf den Punkt. John Heilmann zeiget Nerven und schoss den Strafstoß über die Querlatte.

Wenig später kam Torben Schatz im Strafraum gegen Mazur um Bruchteile zu spät. Dieser fiel. Der Schiedsrichter ließ weiterspielen. Germania ließ danach zwei Möglich­kei­ten aus. Nach Flanke von Gerhardt setzte Christopher Thurau den Ball ans Außennetz. Dann schickte Gerhardt Fernando über die linke Seite nach vorn. Dieser verzögerte und kam allein vor Reichardt nicht zum Abschluss.

Die ersten zehn Minuten nach Wiederbeginn gingen an die Gäste. Schatz konnte freistehend eine Ecke nicht nutzen. Er verzog den Kopfball. In Führung gingen die Gastgeber. Ein abge­fälschter Kopfball kam dem allein postierten Mazur vor die Füße, der allein dem Ilmenauer Tor zusteuerte und flach in die rechte Ecke zum 1:0 traf. Postwendend gelang Germania ein sehenswerter Spielzug. Thurau kam auf der linken Seite in Ballbesitz und verzog allein vor dem Tor stehend.  Wenig später setzte er sich links durch, flankte scharf nach innen und Patrick Röser lenkte den Ball zum 1:1-Ausgleich ins eigene Tor. Erneut war es Thurau, der links ein Zuspiel aufnahm, dem Gästetor zusteuerte und den Ball in die lange Torecke zum 1:2 setzte. Die letzten Minuten versuchten die Gastgeber alles, um den Ausgleich zu errei­chen. Mit einer tollen Parade verhinderte das Bradsch, der einen von Mazur scharf geschos­senen Ball abwehrte.

Ilmenaus Trainer Kai-Uwe Baumbach lobte seine Mannschaft: Es war für sie ein schweres Spiel und sie hat sich lange Zeit auch schwer getan. Sie zeigte eine gute Moral und verdiente sich den Sieg.

TSV:                 Reichardt, Weiße, N. Schulz, Mahlke, P. Schulz, Röser (67. Botz), Heilmann, Mazur, Rupprecht, Hermann (37. Müller), Burghause (80. Wiefel).

Germania:       Bradsch, Schatz, Döring, Hörhold, Gerhardt, Wolfenstetter, Finn (85. Leonov), Weigelt, Fernando, Amarell, Thurau.

Schieri:            Daniel Martjuschew, Gotha

Zuschauer:      65

Tore:               1:0 Mazur (59.), 1:1 Röser (63. Eigentor), 1:2 Thurau (75).

 

John Schmidt

 

1 Kommentar
Kategorien: Allgemein, Männer

1 Kommentar

  1. einfach sehr gut!weiter so

    shmidt erich am 23. Februar 2015 um 19:38