SV Germania Ilmenau – FC Thüringen Weida 2:2 (1:2)

Die Begegnungen beider Mannschaften haben Tradition. Schon zu DDR-Ligazeiten trafen sie aufeinander. Die letzten sieben Spiele in der Landesliga und Landesklasse entschieden die Il­menauer viermal für sich, zwei Unentschieden standen zu Buche und einmal gewann Weida. Auch diesesmal entwickelte sich von Anbeginn ein temporeiches Spiel. Die Gäste verstanden es gut aus der Defensive heraus in den Angriff umzuschalten, überraschten durch diese Spiel­­weise die Gastgeber und gingen zweimal in Führung. Die Ilmenauer Abwehr hatte vor allem Schwierigkeiten mit Patzer und Robin Pfeifer, deren Schnelligkeit ihr Schwierigkeiten berei­tete. Germania wurde nach der Pause stärker, musste aber vor den Konterangriffen der Weidaer auf der Hut sein.

Die Gäste gingen frühzeitig in Führung. Ilmenau war in der Vorwärtsbewegung, als der Ball verloren ging. Patzer wurde links steil geschickt, überlief seinen Gegenüber und legte nach innen auf Pfeifer ab. Der traf freistehend von zehn Metern zum 0:1 in die linke Torecke. Eine gute Gelegenheit zum Ausgleich vergab Gietl. Döring hatte diesen mit einem Diagonalpass auf der linken Seite in gute Schussposition gebracht. Gietl brachte den Ball nicht unter Kon­trolle. Dem 1:1-Ausgleich ging ein sehenswerter Angriffszug über rechts voraus. Weigelt erlief sich den Ball, spielte auf Amarell und der verwandelte aus acht Metern straff in die linke Torecke. Postwendend schlugen die Gäste zurück. Erneut war es Patzer, der von links kam und Pohland in der Mitte bediente. Der hatte keine Mühe, den Ball aus zehn Metern zum 1:2 unter die Querlatte zu bugsieren. Die Gastgeber spielten auf den Ausgleich, konnten jedoch die gut postierte Weidaer Verteidigung nicht in Schwierigkeiten bringen. Für die Gäste ergaben sich Räume, die sie durch schnelle Gegenstöße nutzten. Die Konter konnten teilweise nur durch Regelwidrigkeiten unterbunden werden. Die folgenden zwei Freistöße konnte Gerold nicht erfolgreich verwerten. Ein weiterer aus der Distanz von Gerold in den Ilmenauer Strafraum geschlagen, wurde von Pohland per Kopf verlängert und der Ball von Bradsch mit einem Reflex über den Querbalken gelenkt.

Nach der Pause verstärkten die Gastgeber ihre Bemühungen um den Ausgleich. Der gelang Fernando, der ins Spiel gekommen war. Er setzte einen 25Meter-Freistoß flach in die rechte Torecke. Gäste-Keeper Penzel hatte zwar die Hand noch am Ball, der rutschte über die Tor­linie. Während die Gastgeber versuchten, den Ball lange in ihren Reihen zu halten, um An­spielpunkte nach vorn zu finden, konterten die Weidaer nach steilen Pässen. Döring und Hörhold konnten zweimal Patzer nur mit letztem Einsatz stoppen. Bei den folgenden Frei­stößen kam zunächst der von Hurt geschossene Ball zu schwach. Dann ging der Kopfball von Gerold übers Tor. Die Ilmenauer spielten überwiegend in der Spielhälfte der Gäste, kamen aber nur zu wenig Gelegenheiten. Es blieb beim beiden Mannschaften gerecht werdenden Remis. Das Fazit des Germania-Trainers Kai-Uwe Baumbach lautete:“ Wir gerieten zweimal in Rückstand. Die Gegentore waren auf individuelle Fehler zurückzuführen. Wir kamen jedes Mal wieder zurück. Es gelang uns aber gegen einen starken Gegner nicht, die endgültige Entscheidung zu erzwingen. Das Remis ist gerecht.“

Germania:       Bradsch, Amarell (88. Schatz),Hörhold, Gerhardt, S. Mi­che­ler, Wollenstetter, Döring, M. Micheler (46. Fernando), Weigelt, Gietl, Thurau.

FC Thür.:         Pensel, Ulrich, Berger, Gerold, R. Pfeifer, Hurt (78. E. Pfeifer), Patzer, Kurz, Wustrau (85. Berthold), Pohland, Lange.

Schieri:            Sebastian Blasse, Erfurt

Zusch.             81

Tore:                0:1 R. Pfeifer (8.) 1:1 Amarell (16.),  1:2 Pohland (19.), 2:2 Fernando (56.)

 

John Schmidt

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