SV Schott Jena II – SV Germania Ilmenau 0:1 (0:0)

Die zweite Garnitur von Schott Jena wollte es gegen Germania Ilmenau, die ihre Oberligaver­tre­tung aus dem Rennen um den Thüringer Landespokal geworfen hatte, besser machen. Sie stützt sich ebenfalls auf eine junge Mannschaft, die nach ihrem Aufstieg in die Landesklasse sich in der Spitzengruppe der Tabelle platziert und die letzten drei Spiele erfolgreich bestrit­ten hatte. Dieses Vorhaben ging zunächst nicht auf, denn die Ilmenauer Gäste setzten die Spielweise, die sie gegen Meuselwitz in der Vorwoche praktiziert hatten, fort. Sie mussten verletzungsbedingt und aus anderweitigen Gründen auf Mark Fernando, Max Weigelt und Manuel Micheler verzichten. Dafür stand Zwillingsbruder Simon wieder zu Verfügung. Ger­­ma­nia gab von Anbeginn den Ton an, beherrschte das Mittelfeld und kam zu Chancen. Sie blie­ben zunächst ungenutzt. Die Gastgeber kamen erst nach 40 Minuten zu einer Erfolg ver­spre­chenden Gelegenheit. Das ändert sich zu Beginn der zweiten Halbzeit. Die Gäste kamen nur zäh ins Spiel und Schott wurde offensiver. Die Germania-Abwehr gab sich keine Blöße, Ilme­nau fand wieder Bande, nutzte die Chance und gewann verdient.

Markus Amarell, der sich als Außenverteidiger mehrmals in den Angriff mit einschaltete, kam nach vorn und bediente diagonal Philipp Gietl. Dessen Schuss von der linken Seite musste der Schott-Keeper prallen lassen. Christopher Thurau kam zu spät. Wenig später zog nach einem Steilpass Thurau davon und umspielte Torwart André Dähne. Sein abschließender Ball wurde auf der Torlinie aufgehalten. Amarells 25Metergeschoss strich über die Querlatte und Michael Wollen­stet­ter, der erneut vor der Abwehr eine gute Leistung zeigte, legte sich nach Alleingang den Ball etwas zu weit vor. Ein Deckungsfehler auf der linken Abwehrseite Germa­nias ermöglichte eine Eingabe vor das Ilmenauer Tor. Der freistehende Andrej Stein schoss den Ball über die Querlatte. Eine zweite Gelegenheit für die Gastgeber machte Amarell zunichte. Er wehrte einen Kopfball nach Ecke auf der Torlinie stehend ab, verletzte sich dabei leicht und konnte danach weiter spielen.

Die von den Gastebern nach Wiederbeginn eröffnete Offensive verlagerte vorübergehend das Spielgeschehen in die Ilmenauer Hälfte. Obwohl in dieser Phase bei Germania wenig zusammenlief, verzeichneten die Jenaer nur eine abschlussreife Gelegenheit. Hoang DauViet lief von links frei auf Germania-Torwart Nils Bradsch zu. Dieser wehrte mit einer tollen Para­de den Schuss ab.  Danach war Germania wieder präsent. Zunächst startete Thurau von rechts ein Solo, schoss aber neben das Tor. Dann löste sich Simon Micheler aus der Abwehr und lief von links auf das gegnerische Tor zu. Seinen Schuss ließ Dähne prallen und Tim Appen­roth setzte den Ball zum 0:1 ins Tor. In den verbleibenden zehn Minuten ließen die Gäste nichts mehr anbrennen und brachten den verdienten Sieg sicher über die Zeit.

Germania-Trainer Kai-Uwe Baumbach stellte nach dem Spiel fest: „Wir haben auf einem schwer zu bespielenden Boden sowohl in kämpferischer als auch teilweise in spielerischer Hinsicht überzeugt. Wir dominierten in der ersten Halbzeit, ohne unser Möglichkeiten zu nutzen und verloren nach der Pause vorübergehend den Faden. Wir kamen ins Spiel zurück und gewannen verdient.“

SV Schott II:     Dähne, Glaser, Vötgen, Jacob, Wild (76. Menzel), Grohs, Teubert, Wendler (59. Keese), Stein, Herold, Dau Viet (67. Lüneburg)

Germania:       Bradsch, Amarell, Hörhold, Gerhardt, S. Micheler, Wollenstetter, Finn, Döring, Schatz (46. Appenroth), Gietl, Thurau (83. Ibrahim)

SR:                    Michael Geiler, Langenwetzdorf

Z.:                     25-

T.:                    Appenroth (79.)

John Schmidt

1 Kommentar
Kategorien: Allgemein, Männer

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  1. hier macht sich die gute arbeit um das Team von Trainer Kai-uwe langfristig bemerkbar.im Moment paßt alles und damit tritt ruhe und Besonnenheit ein.man kann sich auf die nächsten Heimspiele freuen und wünscht sich noch mehr Zuschauer die diese Leistung auch würdigen!übrigens die Idee des gemeinsamen frühstücks und die Einstimmung im Hotel tanne war gut.man kann dann in ruhe in der Kabine und beim warmlaufen auf spiel-und Gegner einstellen.das wunder von Bern ist einmalig aber die Freude im hammergrund ist auch schön.wenn man die nachwuchsarbeit in Ilmenau sieht tut sich einiges auch für die Zukunft.john danke für die fachlichen berichte über alle mannschaftsebenen.

    shmidt erich am 23. November 2014 um 19:37