F Junioren, Kreisliga Staffel 3: SV Germania Ilmenau gegen FSV Martinroda: 3:4

Kapitän Moritz im Luftduell mit 3 Martinrodaern, Dustin beobachtet im Vordergrund das Geschehen.

Beide Spitzenteams der Kreisliga Staffel 3 des KFA Mittelthüringen gingen mit dem Selbstvertrauen von je 7 überzeugend gewonnenen Spielen in diese Begegnung, waren also in dieser Saison noch ungeschlagen. Das Spiel hielt dann auch, was man sich von einem Spitzenspiel versprechen konnte. Temposcharf, mit rassigen und verbissenen, aber fair geführten Zweikämpfen auf dem gesamten Spielfeld, so lieferten sich beide Mannschaften auch spieltechnisch ein Match auf Augenhöhe. Freilich erlebten dabei auf beiden Seiten die Trainer mehrfach ungewollt ein Wechselbad der Gefühle.
Für die Gäste begann zunächst alles in gewohnten Bahnen, denn urplötzlich gingen sie, nach einer kurzen Abtastphase durch den aufgerückten Abwehrchef in Führung. Mit einem Doppelschlag innerhalb von 3 Minuten, durch einen Hammer aus dem Bereich der Mittellinie von Silas Petzold, bei dem offensichtlich Janis im Ilmenauer Tor durch seine Vorderleute die Sicht versperrt war, wurde die Führung ausgebaut. Zweimal hatten die Gäste danach noch den Torruf auf den Lippen aber die Eingaben über Außen wurden vor dem Ilmenauer Tor jeweils vom zentralen Martinrodaer Angriffsspieler knapp verfehlt.
Germania Ilmenau machte vor allem über die Außenpositionen viel Druck und kam trickreich mehrfach bis zur Grundlinie der Gäste. Die Flankenbälle wurden jedoch meist abgeblockt oder zu Eckbällen, bei denen die aufmerksame Innenverteidigung Martinrodas dann meist Herr der Lage war. Auch das 0:3, wiederum durch einen Fernschuss erzielt, schien nicht ganz unhaltbar zu sein.
Resignation bei Germania Ilmenau ? Keine Spur, denn die Moral der Ilmenauer Jungens stimmte auch nach diesem heftigen Tiefschlag noch.
Obwohl der zeitweilige Ausfall von Felix, der sich erkältungsbedingt zu Beginn der 2. Halbzeit eine Auszeit nehmen mußte, die Ilmenauer Trainer zur personellen Umstellung veranlasste, denn der G-Junior Michel ging nun in die Abwehr und der G-Junior Finn in die Sturmspitze, sowie Willi und Lukas wurden in ihren Aktionen offensiver, Lukas spielte dabei auf der echten Außenbahn. Alles oder Nichts aber ohne Vernachlässigung der Deckung, das war gegen diesen Gegner keine leichte Aufgabe. Der Angriffsdruck der Gastgeber wurde dann auch ganz offensichtlich immer stärker und Martinrodas Spiel kam nicht mehr annähernd so zur Geltung, wie dies in Halbzeit 1 noch der Fall war. Als dann Dustin mit einem schönen Schuss aus halblinker Position der 1. Ilmenauer Treffer gelang, folgte danach in den nächsten 10 Minuten ein unaufhaltsamer Sturmlauf auf das Gästetor. Felix, wieder eingewechselt, erzielte von links gut angespielt aus 7 Metern in Mittelstürmerposition den Anschlusstreffer und 4 Minuten später Moritz, mit unhaltbarem 12 Meterschuss, aus halblinker Position den umjubelten Ausgleich. Dieses Ergebnis hätte gereicht, um an der Tabellenspitze zu verbleiben.
Sogar ein 4 Treffer wäre bei einem flachen Schuss von Dustin noch möglich gewesen.
Das Schicksal wollte es jedoch diesmal anders und Martinroda kam kurz vür Ultimo doch noch zum etwas glücklichen Siegtor.
Des einen Freud ist bekanntlich des anderen Leid. Begreifliche Enttäuschung beim Gastgeber, der trotz Aufholjagd am Ende mit leeren Händen da stand und Jubel über den, kaum noch für möglich gehaltenen Sieg bei Martinroda. Auf Ilmenauer Seite gilt für die Zukunft, Kopf hoch, weiter gut trainieren, damit jeder Spieler sein Leistungsvermögen weiter steigern kann und die Abstimmung der Mannschaftsteile noch effektiver wird. Denn dieses Spiel in dem die Tabellenführung verloren ging, war schließlich nur eine, zwar bittere, Momentaufnahme. Mit der Leistung der 2. Halbzeit ist dann auch ein Sieg im Rückspiel im Frühjahr in Martinroda durchaus keine Utopie.

Germania Ilmenau: Janis, Tristan, Willi, Lucas, Moritz, Dustin, Felix, Michel, Finn

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