Felix in einem Zweikampf


Kreispokal (Hauptrunde): FSV Grün-Weiß Plaue F gegen SV Germania Ilmenau F: 1:7 (1:3)
Vorab einige Bemerkungen am Rande des heutigen Pokalspieles der F Junioren in Plaue. Die finanzielle Schieflage vieler Vereine der neuen Bundesländern ist allgemein bekannt. Erst recht viele kleine Vereine sind deshalb auf umfangreiche ehrenamtliche Tätigkeit in ihrem Umfeld angewiesen, damit der Spielbetrieb überhaupt, mit Anstrengungen abgesichert werden kann. Auch vielen Stadtvätern sind leider die Hände gebunden, wenn dringender Handlungsbedarf ansässiger Vereine zur Erhaltung ihrer Sportstätten angesagt ist. Das gilt ohne Umschweife, d.h. ohne „wenn und aber“ für den Sportplatz in Plaue, dessen Zustand schon lange Zeit arg bedenklich ist. Somit wurde das Nachholespiel der F Junioren in Plaue auch eher ein Fußballkampf, als denn ein Fußballspiel. Die Nachwuchsspiele in Plaue finden dabei auch noch ausgerechnet auf dem ramponiertesten Teil des Platzes, in Nähe des Sozialgebäudes statt, eigentlich aus gesundheitlicher Sicht, zumindest für den Nachwuchs unverantwortlich, denn der ohnehin schon schlechte Zustand des holprigen Herbstrasens, wurde durch nur notdürftig eingeebnete Traktorspuren im Bereich der Eckfahne jetzt noch mehr strapaziert und sollte eigentlich im Moment den Status“ nicht bespielbar“ erhalten. 40 Meter in Richtung Mittellinie wäre jedoch durchaus noch ein Spielfeld einrichtbar, das keine Gesundheitsgefährdung für die jungen Spieler darstellen würde. Darüber sollten die Verantwortlichen des Vereines eventuell einmal, auch im Interesse der Gesundheit der eigenen Nachwuchsspieler, nachdenken.

Natürlich waren die Bedingungen für beide Teams auf diesem Geläuf gleich schlecht. Ein technisch gepflegtes Spiel war somit schon durch diese äußeren Umstände von vornherein unmöglich. Es war also ein Kampfspiel angesagt und dabei warteten die Plauer Jungens, im Gegensatz zum Punktspiel vor einigen Wochen, mit einer wesentlich aggressiveren, laufintensiven und furchtlosen Spielweise auf, von der die Germania durchaus zunächst beeindruckt war.
Sie standen auch gut im Raum und erliefen sich einige der Bälle, die von den Ilmenauern nicht gut genug adressiert waren, um den eigenen Nebenmann zu erreichen. Jeder erkämpfte Ball der Plauer wurde dabei durch die Spielereltern Plaues quasi wie ein eigener Torerfolg gefeiert. Die Ilmenauer nahmen den Kampf an und gingen schon in der 2. Minute durch Moritz nach einer Ecke von Willi in Führung. Dustin und Felix erhöhten noch im 1. Spielabschnitt auf 3:0. Auch der 1. Gegentreffer des SV Germania überhaupt in einem Pflichtspiel in dieser Saison fiel noch kurz vor dem Seitenwechsel, als sich die Nr. 11 der Gastgeber, Leandro Stapper gegen 2 Ilmenauer Abwehrspieler behaupten konnte und unhaltbar für Jannis vollendete. Durch Dustin und Michel zog der Favorit dann recht schnell auf 5:1 davon. Wiederum Michel und Felix, nach einer Ecke von Willi, stellten den 7:1 Endstand für Ilmenau her. Michel und Felix (Trainingsverletzung) gingen leicht indisponiert in dieses Spiel, hielten aber bis zum Schlusspfiff tapfer durch.

Nicht unerwähnt sollte am Ende jedoch die unbedachte Äußerung einer Plauer Mutti gegenüber einem Ilmenauer Spieler bleiben. Da Sie, unzulässigerweise in Tornähe stehend, ein auf das Tor Plaues abgegebener Schuss, natürlich ungewollt traf und sie in diesem Moment offensichtlich die „Gute Kinderstube“ vergass und sich zu der unangebrachten Bemerkung -„Du A…..Loch“- hinreisen lies. Solche Szenen/Vorfälle gehören einfach nicht in das Umfeld eines Jugendspieles.

Nun wartet im Achtelfinale am nächsten Wochenende auswärts die schwere Hürde Haarhausen auf Germania Ilmenau.

 

Ilmenau: Jannis, Willi, Lukas I, Lukas II, Moritz, Thristan, Michel, Dustin, Anton, Felix

1 Kommentar
Kategorien: Allgemein, F-Junioren, Junioren

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  1. Da sich ja jedermann zu solchen Artikeln äußern darf möchte ich es auch tun…. Zum Einen finde ich es super das die Kids aus Plaue sich so stark gegen Ilmenau geschlagen haben! Das hat man wohl so nicht erwartet? Zum Anderen hat besagte/ angeklagte Mutti ihren Sohn/ Torwart nach einem schmerzhaften Kopfschuss getröstet! Dabei wurde sie selber angeschossen und ihr rutschte im Affekt dieses unschöne Wort heraus, wofür sie sich aber auch entschuldigt hat! Abschließend bleibt mir nur die Hoffnung das den Ilmenauern Eltern/ Muttis niemals solche verbalen Entgleisungen unterlaufen…..

    Zuschauer am 12. November 2014 um 21:47