SV Germania Ilmenau – SV Eintracht Camburg 3:1 (1:1)

Germania-Trainer Kai-Uwe Baumbach hatte vor dem Spiel seine Mannschaft davor gewarnt, den Tabellenletzten zu unterschätzen. Er sollte recht behalten, denn die Gäste versteckten sich nicht und suchten von Anbeginn den offenen Vergleich. Germania hatte erneut große Schwierigkeiten, ins Spiel zu kommen. Die Aktionen waren von Nervosität geprägt und Fehl­pässe häuften sich. Das führte auch zum frühen Gegentor. Philipp Hörhold versuchte nach einem unkontrollierten Abspiel mit überhöhtem Einsatz den Fehler zu korrigieren. Er sah Gelb und der folgende Freistoß landete im Ilmenauer Tor. Ein zweites Foulspiel brachte ihm in der 60. Minute Gelb/Rot ein und Germania musste das Spiel in Unterzahl zu Ende bringen.

Die Mannschaft schwang sich in der verbleibenden Zeit zu einer starken Leistung auf. Ent­scheidend dabei war, dass Marc Fernando zu seiner alten Stärke zurückfand. Er hatte zu­nächst kurz vor dem Seitenwechsel durch die Verwandlung eines Strafstoßes den Ausgleich erzielt, schoss das 2:1 selbst und leistete die Vorarbeit zum 3:1. Der unebene Platz bereitete den Aktiven große Schwierigkeiten und kam den Gästen entgegen, die mit weiten Schlägen aus der Abwehr auf ihre Angriffsspitzen agierten.

Die Gastgeber brachten sich gleich nach dem Anpfiff in Schwierigkeiten. Eintracht profitierte von Abspielfehlern der Germania-Abwehr. Mit Mühe wurden deren Angriffsaktionen unter­bunden. So erreichte ein verunglückter Kopfball von Hörhold Lutz Böhme, dessen Schuss aus Nahdistanz abgeblockt wurde. Den von Hörhold verursachten Freistoß setzte Michael Zöllner aus 18 Metern zum 0:1 in die linke Torecke. Auf Ilmenauer Seite verzettelte man sich im Mittelfeld, ohne zu größeren Torgelegenheiten zu kommen. Erst ein energischer Alleingang von Christopher Thurau, der nur durch ein grobes Foul gestoppt werden konnte, führte zum Strafstoß, den Fernando sicher in die rechte Torecke zum 1:1-Ausgleich verwandelte. Thurau hatte nach einem erneuten Solo über die linke Seite das 2:1 auf dem Fuß. Er scheiterte aber am Schlussmann Steffen Hartwig.

Kurz nach Wiederbeginn wurde zunächst der Alleingang von Zöllner im letzten Moment von Simon Micheler gestoppt. Auf der Gegenseite verpasste Hörhold einen Freistoßball knapp vor dem Gästetor. Nach dem Platzverweis von Hörhold steigerte sich Germania beträchtlich.

Marcus Finn spielte einen Traumpass auf Fernando. Der nahm den Ball frei vor Hartwig auf und traf zum 2:1. Die endgültige Entscheidung fiel , als Fernando allein auf den gegnerischen Schlussmann zulief und den Ball auf den rechts postierten Philipp Gietl ablegte. Dieser schob die Kugel zum 3:1 ins leere Tor. Der Schiedsrichter pfiff nach Meinung der Spieler und Zu­schauer jede Kleinigkeit und nicht immer richtig.

Germania-Trainer Baumbach stellte nach dem Spiel fest: „Wir erwarteten ein schweres Spiel gegen den Tabellenletzten und gerieten durch eigenes Verschulden in Rückstand. Danach haben wir uns schwer getan, ins Spiel zu kommen. Unser kämpferisches Aufbegehren in der Schlussphase war lobenswert und wurde belohnt.“

Germania:       Bradsch, S. Micheler, Hörhold (64. gelb/rot), Wolfenstetter, Amarell, M. Miche­ler, Fenando, Döring, Weigelt, Thurau (68. Finn), Gietl (89. Schatz).

Eintracht:        Hartwig, Radig, Roch, Zöllner, K. Kleinhans, S. Kleinhans, Heyme, Lehmphul (81. Krieger), Ullner, Werner, Böhme

Schieri:            Wolfgang Gäbler (Vieselbach),

Zuschauer: 80

Tore:               0:1 Zöllner (12.);  1:1,2:1 Fernando (37. Strafstoß/79.);  3:1 Gietl (82.).

26.10.2014  John Schmidt

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