SV Germania Ilmenau – SG FC Motor Zeulenroda 1:0 (0:0)

Die Ilmenauer Mannschaft hatte sich gut auf den Tabellenzweiten eingestellt, der sich ob seiner Torgefährlichkeit bisher sehr erfolgreich erwiesen hat. Deshalb waren die Gastgeber zwar zunächst auf Torsicherung bedacht, drückten aber durch eine offensive Grundein­stel­lung dem Spiel ihren Stempel auf. So hatten die Gäste kaum einmal Gelegenheit, vor dem Ilme­nauer Tor zu einer Erfolg versprechenden Aktion zu kommen. Germania beherrschte das Mittelfeld, startete schnelle Kombinationen über die Außenpositionen und kam zu Torge­legenheiten. Dass man nicht vorzeitig in Führung ging, verhinderte zweimal kurz hinter­ein­ander der rechte Torpfosten und zum Spielende hin die Querlatte. Recht spät fiel der Sieges­treffer. Er kam noch rechtzeitig.

Die Ilmenauer gingen sofort in die Offensive. Fernando kanonierte von links den Ball knapp über das Tor. Dann schickte er Thurau steil durch die Gasse. Frei vor Gästekeeper Mäuse­bach kam der Abschluss zu schwach. Weigelt knallte aus der Distanz den Ball an den rechten Torpfosten und Fernando traf in der gleichen Minute erneut an die gleiche Stelle.

Erst nach Verlauf einer Viertelstunde konnte Zeulenroda den ersten Gegenangriff verbu­chen. Scholz zog von rechts den Ball am langen Pfosten vorbei ins Aus. Nachdem die Schüsse von Finn und Thurau abgeblockt wurden und Amarell knapp am Tor vorbeischoss, prallte bei der nächsten Aktion nach Eingabe vom Letzteren der Ball dem freistehenden Fernando zu weit vom Fuß. Die Gäste hatten vor der Halbzeitpause noch zwei Gelegenheiten. Schmidt konnte einen Freistoß nicht nutzen. Dann bediente er von rechts den vor dem Germania-Tor unbewacht gebliebenen Franzen. Der traf den Ball nicht.

Die Überlegenheit Germanias hielt auch nach Wiederbeginn an, wobei die Gäste sich etwas stärker nach vorn orientierten. So musste Germania-Keeper Bradsch sein Können zweimal unter Beweis stellen. Er wehrte einen Scharfschuss von Schmidt bravourös ab und faustete einen von Schulz scharf geschossenen 30Meter-Freistoß ins Feld zurück. Als Fernando im gegnerischen Strafraum gefoult wurde, warteten die Ilmenauer Spieler und Zuschauer vergebens auf den Pfiff des Schiedsrichters. Thurau setzte sich auf der linken Seite durch und flankte nach innen. Fernando köpfte den Ball aus Nahdistanz an die Lattenoberkante. Dann folgte der spielentscheidende Angriffszug. Fernandos Pass sah Weigelt links in freier Posi­tion. Der behielt die Übersicht und setzte den Ball in die linke Torecke zum 1:0. die ver­blei­benden fünf Minuten setzten die Gäste alles auf eine Karte. Germania stand aber sicher in der Abwehr und ließ nichts mehr anbrennen.

Germanias Trainer Kai-Uwe Baumbach schlussfolgerte nach dem Spiel:“ Wir wussten um die Angriffsstärke des Tabellenzweiten und legten Wert auf die Defensive. Es zeigte sich, dass Angriff die beste Verteidigung ist und die Mannschaft verstand das, gut auf dem Platz um­zusetzen. Wir erarbeiteten uns viele Chancen. Leider verhinderten Pfosten und Latte einen frühzeitigeren Torerfolg. Es war ein hochverdienter Sieg. Aber es stehen weitere Spiele aus, die unsere volle Konzentration erfordern.“

Germania:       Bradsch, Schatz, Döring, Wolfenstetter, S. Micheler, Finn, Fernando, M. Mi­che­ler, Amarell (75. Gietl), Weigelt, Thurau (88. Ibrahim).

SG Motor:        Mäusebach, Böhm, Kotlinsky, Scholz, Schmidt, Franzen (66. M. Schulz), T. Schulz, Thäder, Hollstein, Pohl, Sengewald (32. Kirsch).

Schieri:            Florian Butterich, Straufhain

Zuschauer:     65

Tor:                 1:0 Weigelt (84.)

5.10.2014  John Schmidt

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