SC 1903 Weimar II – SV Germania Ilmenau 3:3 (2:0)

Es waren sicher eher taktische Überlegungen, das Spiel vom Hauptplatz des Lindenberg-Sta­dions auf den Kunstrasenplatz zu verlegen, als die angegebenen Bodenverhältnisse. Die waren zu Spielbeginn in Ordnung. So musste eine Zeitverschiebung auf 16.30 Uhr in Kauf genommen werden, da vordem zwei Spiele von Frauenmannschaften stattfanden.

Weimar versprach sich Vorteile, weil aufgrund seiner Tabellenlage den Ilmenauern auf dem kleineren Platz besser zu begegnen war. Das bestätigte sich während des Spieles, das dann bei Regen stattfand. Die Ursachen für das Remis lagen bei Germania selbst. Zunächst ver­stand es bei der offensiven Einstellung die Germania-Abwehr nicht, bei den Konterangrif­fen der Gastgeber enger am Mann zu stehen. So hatte der schnelle Florian Sachs zu viel Raum und ihm gelangen zwei Tore. Dann unterliefen dem Ilmenauer Keeper Nils Bradsch zwei Fehler. Beim ersten Gegentreffer zögerte er beim Eingreifen zu lange. Beim letzten Tor glitt ihm der noch aufsetzende Ball unter dem Körper hinweg ins Tor. Insgesamt war der Einsatz der gesamten Mannschaft nach dem 0:2-Pausenrückstand vorbildlich. Sie drehte das Ergeb­nis, verpasste leider zum Schluss den Sieg.

Die Gäste begannen das Spiel offensiv, kamen jedoch nur zu wenig Einschussmöglichkeiten. Weimar verengte vor dem eigenen Tor die Räume und setzte auf Konterangriffe. Dabei ging die Gefahr von Sachs aus, der zweimal nur durch ein Foul zu stellen war. Die von Ahrend ausgeführten Freistöße schufen im Ilmenauer Strafraum gefährliche Momente. Sie wurden überstanden. Als Sachs erneut allein vor dem Tor stand, konnte Bradsch dessen Kopfball zur Ecke abwehren. Auf der Gegenseite kam Fernando in freie Schussposition, schoss aber den Ball über das Tor. Das 1:0 fiel nach einem Direktpass vor den Ilmenauer Strafraum. Sachs erlief sich den Ball, nutzte das Zögern vom Germania-Keeper und schob ein.

Dem 2:0 ging ein 30Meter-Freistoß von rechts voraus. Ahrend hob den Ball vor das Tor. Sachs reagierte am schnellsten und stieß aus nächster Nähe den Ball unter die Querlatte.

Erneut spielte Sachs Döring aus und traf von rechts an den kurzen Pfosten. Kurz vor der Halbzeitpause gelangen Germania zwei verheißungsvolle Aktionen. Nach Alleingang schoss Thurau den Ball knapp neben das Tor. Simon Michelers Distanzschuss lenkte der Weimarer Torwart Appelstiel mit Mühe an den Balken.

Der zweite Spielabschnitt ging klar an die Gäste. Sie fanden ins Spiel. Fernando spielte einen Pass in den Rücken der Weimarer Abwehr. Amarell erlief sich den Ball, spielte den Torhüter aus und schob zum 1:2 ein. Zwei durch Gerhardt sicher verwandelte Strafstöße brachten Germania in Front. Beim Ersten war eine Hand im Spiel. Beim Zweiten wurde Fernando ge­foult. Zwei Minuten später konterten die Gastgeber. Märtin kam über links und schoss von der Strafraumgrenze ab. Der Ball landete zum 3:3 im Tor. Das Spiel nahm in den verbleiben­den Minuten härtere Formen an. Der Schiedsrichter schien zwei taube Ohren und ein blindes Auge zu haben. Bei einem schweren Foul an Schatz wäre anstelle einer Gelben Karte ein Platzverweis angebracht gewesen. Die sehr kritischen Worte zu seiner Spielleitung schien er zu überhören. Es blieb bei dem Remis.

Kay-Uwe Baumbach: „Wir haben die erste Halbzeit verschlafen. Danach sind wir motivierter aufgetreten. Unsere Mannschaft drehte das Spiel. Wir nutzten unsere Druckperiode zur Führung. Eigene Fehler haben uns zum Schluss um zwei Punkte gebracht.“

SC 03 Weimar II: Appelstiel, F. Loos, Großer, Hanke (54. Margraf), Sachs, .Loos (90. Tappe),  Stinka, Märtin, Ahrend, Ogrisseck, Börmel.

SV Germania:      Bradsch, Amarell, Döring, Gerhardt. Schatz, S. Micheler, M.Micheler, Hörhold, Fernando, Thurau, Ibrahim.

Schieri:                Daniel Adam, Erfurt

Zuschauer:          50

Tore:                   1:0/2:0 Sachs (23./32.), 2:1 amarell (64.), 2:2/2:3 Gerhardt (68./77. Straf­stöße), 3:3 Märtin (79.).

 

21.9.2014  John Schmidt

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