Thüringer Landespokal – 2. Hauptrunde

SV Germania Ilmenau – BSV Eintracht Sondershausen 0:1(0:0/0:0) n. V

Die Gastgeber waren spielerisch dem favorisierten Verbandsligisten ebenbürtig. Sie über­zeug­ten ihren Anhang, der mit Anfeuerungsrufen und Beifall nicht geizte. Germania hatte die eindeutigeren Chancen. Dass man aus dem Pokal ausschied, hat in deren Verwertung ihre Ursache. Konditionell waren die Ilmenauer bis zum Abpfiff auf der Höhe. Dass die Gäste in der zweiten Hälfte der Verlängerung durch zwei Konterangriffe den Einzug in die nächste Runde vorzeitig entscheiden konnten, war der totalen Offensive der Gastgeber geschuldet. Da stand aber einmal der Pfosten im Weg. Die Ilmenauer kämpften bis zum Abpfiff um den Ausgleichstreffer.

Die Sondershäusern merkten bald, dass für sie das Spiel nicht im Vorübergehen zu gewinnen war. Nachdem gleich zu Beginn der Rückpass von Rothe durch Simon Micheler unterbunden wurde, übernahm zunächst Germania die Initiative. Manuel Michelers passt auf Fer­nando zurück. Dessen Schuss von der Strafraumgrenze wehrte Eintracht-Keeper Greschke ab. M. Micheler schlug einen 40meter-Freistoß in den Gästestrafraum. Hörhold startete durch, nahm den Ball mit und verfehlte knapp das Tor. Fernando spielte Thurau frei.  Greschke konnte im Herauslaufen gegen ihn klären. Thurau legte auf Fernando ab und der zog von rechts den Ball am langen Pfosten vorbei ins Aus. Thuraus Eingabe von der rechten Seite erreichte Amarell. Greschke wehrte den Ball mit dem Fuß zur Ecke ab.

Die Gäste hatten ebenfalls ihre Gelegenheiten. Klaus war im Angriff am agilsten. Er war nur schwer vom Ball zu trennen. Sein 16Meter-Ball strich am linken Pfosten vorbei. Knapp ver­fehl­te sein Distanz-Freistoß das Ilmenauer Tor.

Nach dem Anstoß zur zweiten Halbzeit gab es gleich die erste Bewährungsprobe für Ilme­naus Schlussmann Bradsch. Der von Klaus abgeschossene Ball war abgefälscht worden und mit einem Reflex konnte der Keeper den Ball noch abwehren. Schon im Gegenzug lief Ama­rell über links zur Grundlinie. Sein Rückpass wurde zur Ecke abgewehrt. Das Spiel nahm härtere Formen an. Germania kam zu einigen Freistößen, die nicht erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Menke konnte für die Gäste ein Fehlabspiel der Ilmenauer nicht nutzen. Er zog den Ball am Tor vorbei. Nach einer zu kurz abgewehrten Ecke, spitzelte Betram den Ball mit der Fußspitze aus Nahdistanz an den Balken.

Das Spiel ging in die Verlängerung. Im Umkehrspiel über die linke Seite zog Klaus den Ball nach innen. Am kurzen Pfosten stehend, schoss Thumbacher den Ball flach in die linke Torecke. Bradsch hatte keine Abwehrchance. Germania warf in der verbleibenden Zeit alles nach vorn. Die Gäste massierten die Abwehr und konterten. Dabei traf Thumbacher im Alleingang nur den linken Pfosten, währen die Bemühungen der Ilmenauer um den Ausgleich unbelohnt blieben.

Kai-Uwe Baumbach schlussfolgerte: „Unser Ziel war es, durch eine gute Leistung unsere Zuschauer für uns zu gewinnen. Das ist uns gut gelungen. Wir haben den Beweis gegen einen favorisierten Verbandsligisten erbracht, dass wir auf gutem Niveau spielen können. Leider haben wir unsere Chancen nicht genutzt.“

Germania:      Bradsch, S. Micheler (89. Schatz), Gerhardt, Döring, M. Micheler, Wollenstet­ter, Hörhold, Fernando, Thurau (82. Finn), Amarell (102. Weigelt), Skotnicki.

Eintracht:        Greschke, Rasch, Brunner (120. Fischer), Brack, Betram, Menke (66. Ludwig), Caspar (60. Thumbacher), Klaus, Schrötter, Rothe, Wattrodt.

Schieri:            Max Storch, Wahles

Tor:                 0:1 Thumbacher (98.).

Zuschauer:  140

7.9.2014  John Schmidt

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