SV Stahl Unterwellenborn – SV Germania Ilmenau 1:1 (0:0)

Die Ilmenauer trafen auf dem Sportplatz in Unterwellenborn auf einen Gastgeber, der von Anbeginn an darauf hinaus war, das Spiel nicht zu verlieren. Er massierte die Abwehr und versucht das Mittelfeld mit weiten Schlägen zu überwinden. Seine Angriffswirkung war gering und beschränkte sich auf Konterangriffe. Die hatte die Ilmenauer Abwehr über­wiegend im Griff.  Lediglich in den Anfangsminuten ergaben sich für Unterwellenborn aus zwei Standardsituationen Gelegenheiten. Der Schiedsrichter unterbrach eine Viertelstunde vor Schluss das Spiel für zehn Minuten wegen eines Gewitters.

Germania bestimmte zum überwiegenden Teil das Spielgeschehen und hatte die meisten Spielanteile. Das Manko der Gäste bestand darin, dass es nur in den seltensten Fällen gelang, die kompakte Deckung der Gastgeber zu überwinden und die Angriffe erfolgreich zu Ende zu führen. Als man schließlich in Front ging, führte ein Abspielfehler zum sofortigen Ausgleich.

Die erste größere Gelegenheit ergab sich nach fünf Minuten für die Gastgeber. Nachdem Palmowski in Strafraumnähe gefoult worden war, wurde der folgende Freistoß, von Müller-Sachs ausgeführt, zur Ecke abgefälscht. Der Eckball wurde nur kurz abgewehrt und der Nach­schuss endete im Aus. Auf der Gegenseite wurde Simon Micheler regelwidrig gestoppt. Thurau schoss den folgenden Freistoß in die Mauer. Danach nahm der aufgerückte Abwehr­spieler der Gastgeber Göllnitz einen Diagonalpass an und schoss von der linken Seite am kurzen Pfosten vorbei ins Aus. Das sollte bis zur Pause die letzte Offensivaktion der Platzbe­sitzer gewesen sein. Sie konnten mehrfach die Angriffe Germanias nur regelwidrig unterbin­den. Die folgenden Freistöße durch Fernando, Finn und Gerhard blieben wirkungslos.

Als Amarell den Ball von der Grundlinie auf Fernando zurückpasste, angelte Stahl-Keeper Kugler dessen Schlenzer aus dem Dreiangel. Bei zwei Distanzschüssen von Thurau musste der Schlussmann die Bälle prallen lassen. Die Ilmenauer Angreifer setzten aber nicht nach.

Nach Wiederbeginn verstärkten die Gäste ihre Angriffsbemühungen. Skotnicki flankte von rechts, Thurau traf den Ball nicht voll und Manuel Micheler setzte den abgefälschten Ball neben den linken Pfosten ins Aus. Fernandos Kopfball ging nach Ecke von Amarell knapp am rechten Pfosten vorbei. Einen 30Meter-Freistoß von Fernando lenkte Kugler zur Ecke ab. Thurau flankte von links diagonal auf die andere Seite. Manuel Micheler brachte den Ball nach innen und Schatz traf von zehn Metern unter die Querlatte zum 0:1.

Nach Anstoß der Gastgeber kam Germania gleich wieder in Ballbesitz. Es folgte ein Querpass, der von den Hausherren abgefangen wurde. Müller-Sachs wurde links bedient und traf in die kurze Ecke zum sofortigen 1:1-Ausgleich. Germania-Torwart Bradsch hatte bei dem Aufset­zerball keine Abwehrchance. Die anschließen Bemühungen der Gäste, das Spiel noch für sich zu entscheiden, brachten nichts mehr ein. Germania hatte zwei Punkte verschenkt.

So sah das auch Trainer Kai-Uwe Baumbach: „Wir konnten spielerisch an die am Freitag gezeig­te Leistung nicht anknüpfen.  Wir kamen mit dem einfachen, durch Unterwellenborn praktizierten Fußball nicht zurecht. Als wir schließlich in Führung gegangen waren, gelang den Gastgebern durch eine Unkonzentriertheit unserer Mannschaft postwendend der Aus­gleich. Das wirft uns nicht um. Wir freuen uns auf das kommende Pokalspiel gegen Son­dershausen.“

SV Stahl:          Kugler, P. Reichmann, Gößnitz(85. Baldauf), Benz, Arper, Müller-Sachs, Palmowski (66. Gretsch), T. Reichmann, Meyer, Spitzner, Erdmann.

SV Germania: Bradsch, Schatz (75. Sievers), Hörhold, Gerhardt, S. Micheler, Fernando, Finn, M. Micheler, Amarell, Thurau, Skotnicki.

Schieri:         Markus Aldegarmann, Gillersdorf

Zuschauer:      50

Tore:               0:1 Schatz (73.), 1:1 Müller-Sachs (74.)

 

31.8.2014  John Schmidt

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Kategorien: Allgemein, Männer

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