SV Germania Ilmenau – TSV Bad Blankenburg 2:0 (0:0)

Beide Mannschaften hatten ihre Auftaktspiele verloren. Deshalb gingen sie von Anbeginn auf dem Manebacher Sportplatz mit großem kämpferischen und läuferischen Einsatz zu Werk. Dabei gelang zunächst im spielerischen Bereich nicht alles. Germania versuchte mit weiten Diagonalpässen aus der Abwehr heraus das Mittelfeld zu überbrücken und kam damit der kopfballstarken TSV-Verteidigung entgegen. Mit einer ähnlichen Spielweise warteten die Gäste auf. Torgefährliche Aktionen hatten zunächst auf beiden Seiten Seltenheitswert. Als Mitte der ersten Halbzeit sich einige gute Kombinationen anzubahnen schienen, hatte der Schiedsrichter nicht das glückliche Händchen. Er pfiff die Mannschaften zurück.

Die Blankenburger forderten nach vier Minuten einen Strafstoß. Julian Schömig fiel im eigenen Strafraum auf die Hand. Die erste gute Gelegenheit für Germania ergab sich nach 20 Minu­ten. Schömig spielte einen Diagonalpass auf Philipp Skotnicki. Der kam vor Torwart Martin Lieske an den Ball, zog aber die Kugel am langen Pfosten vorbei ins Aus. Als Christoph Ger­hardt vor dem eigenen Strafraum den Ball verlor, brannte es vor dem Ilmenauer Tor lichter­loh. Torwart Nils Bradsch und Schömig bereinigten gemeinsam die Situation. Carsten War­schitschka vergab die Möglichkeit zur Gästeführung. Nach Flanke durch Patrick Röser von der rechten Seite köpfte er den Ball neben das Tor. Als nach Freistoß der Kopfball von Schö­mig im Gästetor landete, erkannte der Schiedsrichter den Treffer wegen Abseits nicht an.

Nach Wiederbeginn verstärkte Ilmenau den Angriffsdruck. Marc Fernandos Freistoß von links lenkte der TSV-Keeper mit den Fingerspitzen am einschussbereiten Philipp Hörhold vorbei. Nachdem zwei weitere Eckbälle für Germania nichts eingebracht hatten, schnappte sich Fernando den Ball. Er lief über links dem Gästetor entgegen und kanonierte die Kugel aus spitzem Winkel unter die Querlatte zum 1:0. Das weckte bei den Gästen neue Kräfte. Sie wurden eine Zeit lang spielbestimmend. Germania zog sich etwas zurück, ließ aber keine nennenswerte Chance zu. Die Entscheidung fiel, als Skotnicki eine weite Vorlage über die linke Seite erlief und nach innen flankte. Fernando war mitgelaufen und wuchtete den Ball mit dem Kopf zum 2:0 ins Tor. Damit war die Entscheidung gefallen Bad Blankenburg hatte nichts mehr entgegenzusetzen. Jimmy Ibrahim und Manuel Micheler hatten noch die Mög­lichkeit, das Ergebnis weiter auszubauen.

Kai-Uwe Baumbach: „Wir haben nachgeholt, was wir in der Vorwoche versäumten. Zunächst begannen wir nervös, kamen aber durch unseren großen kämpferischen Einsatz ins Spiel und zum Führungstor. Wir überstanden die folgende Druckperiode der Gäste und nach dem 2:0 war die Entscheidung gefallen.“

Ulf-Volker Probst: „Ilmenau gewann verdient. Einen großen Anteil hat dabei Marc Fernando durch seine Torgefährlichkeit. Wir konnten unsere Möglichkeiten zur Führung nicht nutzen.“

Germania:       Bradsch, Amarell, Gerhardt, Wolfenstetter, Schömig, M. Micheler, Hörhold, Weigelt (67. S. Micheler),  Fernando, Thurau (76. Ibrahim), Skotnicki.

TSV:                 Lieske, Weiße (60. Heilmann), Mahlke, Schulz, Röser (77. Paschold), Botz, Mazur, Stauche (60. Leopold), Rupprecht, Warschitschka, Stolze.

Schieri:            Mario Liebaug, Christes

Zuschauer:      100

Tore:               1:0/2:0 Fernando (54./77.)

 

10.8.2014  John Schmidt

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